Osterfeuer: Worauf man achten sollte

pixelio.de / publishartist(Bild: pixelio.de / publishartist) Ob Kleingärtnervereine, Kirchengemeinden, Jugendgruppen oder andere Vereinigungen, viele von ihnen veranstalten am Osterwochenende das traditionelle Osterfeuer. Um mit diesem Brauchtum weder Tieren noch der Umwelt zu schaden, sollte man einige Regeln beherzigen.

Für ein loderndes Feuer sind große Reisighaufen geradezu ideal. Allerdings sind diese ein bevorzugter Lebensraum oder auch Unterschlupf für Kleintiere, wie Wildbienen, Käfer, Vögel, Kröten, Igel und Wiesel. Um zu verhindern, dass diese Tiere nicht verbrennen ist es wichtig, dass der Baum- und Strauchschnitt erst sehr kurz vor dem Entfachen zusammengestellt wird. Beim Umschichten sollte man vorsichtig sein und nicht mit spitzen Mistgabeln arbeiten. Verzichtet man sogar ganz auf das Feuer, kann man mit dem aufgehäuften Baum- und Strauchschnitt sogar ganzjährige Lebensräume für diese Tiere schaffen.

Ins Osterfeuer gehören keine Abfälle, wie zum Beispiel Haus- und Sperrmüll, Reifen, Plastik, lackiertes und behandeltes Holz. Es darf nur jährlich anfallender Pflanzenschnitt verbrannt werden, sehr gut geeignet sind neben Reisig auch gut getrockneter Baum- und Strauchschnitt, also Gartenabfälle. In manchen katholischen Kirchengemeinden bringen die Gläubigen beispielsweise ihre getrockneten Palmzweige (Palmkätzchen, Buxbaum, Weidenkätzchen oder ähnliches) aus dem vergangenen Jahr für das Osterfeuer mit.

Beachten sollte man allerdings, dass private Osterfeuer bei der Feuerwehr angemeldet werden müssen. Die Fachleute können dann bei der Auswahl des passenden Standortes beratend zur Seite stehen und sorgen sich um mehr Sicherheit für die an diesem Osterbrauchtum beteiligten Personen.

Ein Sicherheitsabstand von 50 Metern zu Bäumen und Häusern sowie von 100 Metern zu Strassen sollte eingehalten werden und die Zufahrt und Rettungswege sollten frei bleiben. Von flüssigen Brandbeschleunigern sollte man die Finger lassen. Außerdem muss offenes Feuer grundsätzlich beaufsichtigt werden. Weiterhin gilt nicht zuviel Brennmaterial auf einmal ins Feuer geben, um gefährlichen Funkenflug zu vermeiden. Passiert es dennoch, dass das Feuer außer Kontrolle gerät, dann ist sofort die Feuerwehr über Notruf 112 zu alarmieren.

In der Hoffnung, dass nichts passiert und das Osterfeuer zu einem schönen Gemeinschaftserlebnis wird wünsche ich allen Lesern ein gutes Gelingen sowie trockenes Wetter für diesen feurigen Osterbrauch.

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