Hornissen vertreiben im Rahmen des Naturschutzes

Hornissen vertreiben im Rahmen des Naturschutzes

Hornissen sind wahrlich imposante Tiere und wenn wir schon Angst vor Bienen- oder Wespenstichen haben, so ist doch der Hornissenstich eine sehr beängstigende Vorstellung.

hornisse_flKein Wunder also, dass die unfreiwilligen Beherberger eines Hornissennestes dieses doch lieber gerne loswerden würden und die Tiere auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen möchten.

Dies ist jedoch viel leichter gesagt als getan. Hornissen stehen unter Naturschutz und dürfen somit nicht ohne weiteres vernichtet werden. Bleibt also nur, im Rahmen des Naturschutzes die Hornissen sanft

zu vertreiben.

Abhilfe bei vereinzelt auftretenden Hornissen oder bei Nestpopulation

Egal ob es sich um vereinzelt auftretende Hornissen handelt, oder ob diese ein Nest im Garten erbaut haben, unter keinen Umständen darf man gegen diese Insekten derart aggressiv vorgehen, dass sie dabei Schaden nehmen oder gar getötet werden. Deshalb darf man weder den Hornissen noch deren Nestern mit chemischen Keulen oder auch rabiaten Hausmitteln entgegenwirken. Das macht die Lösung des Hornissenproblems umso schwieriger.

Um eine konkrete Vorgehensweise zu finden, die man im Kampf gegen die Hornissen anwenden kann, ist zunächst zwischen einzeln auftretenden Hornissen oder einem ganzen Schwarm mit naheliegendem Nest zu unterscheiden.

Einzelne Hornissen verirren sich auf der Suche nach Nahrung schon mal in einen Garten. Werden sie dabei fündig, so merken sie sich die betreffende Stelle und kehren immer wieder dorthin zurück. In diesem Fall ist es angesagt, die Ursache des Übels zu beseitigen. Hornissen werden von Bäumen angelockt, die unter der Rinde sehr saftreich sind.

Flieder, Birke und Birnenbäume sind hier primär zu nennen. Wird man das Hornissenproblem also partout nicht los, so ist die einzige Möglichkeit, diese Futterquelle der
Tiere zu beseitigen und die Bäume zu entfernen.

Wasser, Feuer und Rauch gezielt einsetzen

Bevor man zu dieser, für den eigenen Garten doch sehr rabiaten, Möglichkeit greift, kann man jedoch versuchen, die Hornissen durch den Einsatz einfacher Mittel los zu werden:

  • Wasser ist beispielsweise ein Element, das Hornissen gar nicht gefällt. Mit einem leichten Sprühstrahl aus dem Gartenschlauch kann man also die Hornissen vertreiben.
  • Darüber hinaus sehen Hornissen Feuer und Rauch als akute Bedrohung an und ihr Schutzmechanismus setzt ein. Handelt es sich bei den Hornissen im Garten also nur um solche auf der Nahrungssuche, so kann man gezielt Feuer einsetzen. Nähert man sich den Hornissen damit in sicherem Abstand, so führt der Rauch dazu, dass die Hornissen das Weite suchen und sich in Sicherheit bringen.
Die beiden genannten Möglichkeiten der Hornissenvertreibung mittels Wasser und Rauch sind absolut nur dann eine Alternative, wenn man sich nicht in Hornissennestnähe befindet. Generell sind diese Tiere nämlich äußerst friedliebend und stechen nur in akuter Gefahr zu.hornisse4_fl Wasser und Rauch außerhalb der Nestreichweite lassen sie also davon fliegen. In der Nähe des Nestes hingegen überragt der Verteidigungsinstinkt den Fluchtreflex. Entsprechend würden Hornissen in Nestnähe mit Angriff statt mit Flucht auf Wasser oder Rauch reagieren.

Hat man im Garten oder am Haus ein Hornissennest ausfindig gemacht, so sind die Möglichkeiten der Vertreibung äußerst begrenzt. Generell darf man solchen Nestern nichts tun und sie auf eigene

Faust noch nicht einmal umsetzen.

In diesem Zusammenhang wird von der Naturschutzbehörde immer wieder darauf verwiesen, dass Hornissen wesentlich weniger angriffslustig sind als Wespen und im Gegensatz zu diesen auch nicht von Essen angelockt werden. Verhält man sich in Nestnähe also ruhig und bewegt sich langsam, so hat man von den Hornissen nichts zu befürchten.

Nur in besonderen Ausnahmefällen, zum Beispiel bei auf Hornissenstiche allergisch reagierenden Personen im Haushalt, erteilt die Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung und stimmt dem Umsetzen des Hornissennestes zu. Allerdings sollte man diesen Versuch nicht selbst wagen, sondern einen Fachmann mit spezieller Ausrüstung damit beauftragen. Die meisten Feuerwehren haben Experten für solche Angelegenheiten in ihrem Personalbestand.alt