Blumenbeet richtig anlegen - Gestaltung und Bepflanzung

Ein Gartenbeet muss nicht immer rechteckig sein. Leicht geschwungene Formen lassen besonders solche bunten und fröhlich wirkenden Staudenpflanzungen gut zur Wirkung kommen und binden sie sehr gut in die Rasenfläche mit ein.

blumenbeet3_flWichtig und umstritten ist die Frage, wie viele Pflanzen pro m² gepflanzt werden sollten. Meist wird eine relativ große Dichte gewählt, um der Ungeduld vieler Gartenbesitzer, besonders der Neulinge unter ihnen, in gewissem Maße Rechnung zu tragen. Wer jedoch mehr Geduld hat und einmal öfter jäten will, könnte auf einige

Pflanzen verzichten, so dass sich eine durchschnittliche Dichte von 5-6 Stück/m ergibt. Pflanzen Sie jedoch immer bis an die Ränder der Beete, manche Pflanzen wollen über Platten oder Steine wachsen. In 2-3 Jahren werden die Flächen zugewachsen sein, und das Unkrautziehen wird zu einem Entfernen kräftig entwickelter Stauden geworden sein, damit diese nicht ihre schwächeren Nachbarn unterdrücken. 

Prächtigen Beetstauden werden im Laufe der Jahre so genannte Ermüdungserscheinungen zeigen, d. h. sie werden nicht mehr so üppig wachsen und blühen. Dann ist es Zeit, sie herauszunehmen, zu teilen und in gut gedüngte Erde wieder neu einzusetzen. Zu diesen gehören besonders die Astern, Rittersporn, Margeriten, Gartenchrysanthemen und der Sonnenhut. Zu den wichtigsten Pflegearbeiten gehört das flache Durchhacken, möglichst, nachdem es geregnet hat. Dabei wird einmal das Unkraut entfernt, zum anderen eine erhebliche Verbesserung der Bodenstruktur und Wasserhaltefähigkeit des Bodens bewirkt. Besonders angebracht ist dies bei Sommerblumen, Beetstauden- und Rosenpflanzungen. Bei Wald- und Wildpflanzungen und im Alpinum ist es jedoch nicht sinnvoll.

Ein Staudenbeet in der Sonne

Die meist farbenprächtigen, kräftigen Prachtstauden, Rabattenstauden oder Beetstauden, wie sie auch genannt werden, haben eine jahrzehntelange, zum Teil jahrhundertelange züchterische Bearbeitung und Auslese hinter sich. Das hat zur Folge, dass sie, wie alle Kulturpflanzen, hohe Ansprüche an Bodenbearbeitung und Nährstoffversorgung stellen. Wenn man ein prächtiges Staudenbeet anlegen will, benötigt man eine gut besonnte, frei gelegene Fläche mit einem tiefgründigen, nährstoffreichen Boden. Die Beetstauden verlangen einen offenen Boden, der im Laufe des Jahres immer wieder durchgehackt werden muss. Das bedeutet, dass man bereits bei der Planung daran denken sollte, die Pflanzung durch eine entsprechende Gliederung leicht zugänglich zu machen und die Beete nicht zu breit anzulegen.

Der Bodenvorbereitung muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Boden sollte mindestens 30 cm tief gut gelockert, die Erde feinkrümelig und gut mit Dauerhumus und Nährstoffen versorgt sein. Besonders günstig ist es, wenn Sie in die Pflanzflächen eine 10-15 cm starke Kompostschicht einarbeiten. Es versteht sich natürlich von selbst, dass zuvor alle Wurzelunkräuter entfernt werden müssen.

Die beste Pflanzzeit für Stauden liegt jeweils nach deren Blüte, d. h. die Frühjahrsblüher werden im Frühsommer, die Herbstblüher im Herbst oder noch im Frühjahr verpflanzt. Da Stauden, besonders bei Neuanlagen, aus arbeitstechnischen Gründen häufig zusammen mit Gehölzen gepflanzt werden müssen, ist in aller Regel der Frühjahrspflanztermin vorzuziehen. Wichtig ist dann ausreichendes Wässern und gegebenenfalls vorübergehender Schutz der neugepflanzten Stauden gegen zu starke Sonneneinstrahlung. Die meisten Blumenzwiebeln werden im Herbst gesteckt, und zwar etwa 3mal so tief wie die Zwiebel dick ist, mindestens jedoch 5 cm tief.

Pflanzbeispiele
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Frühling: Kaiserkronen, Schneeglöckchen, Tulpen
Sommer: Rittersporn, Pfingstrosen, Schwertlilien, Iris, Flammenblume, Phlox, Margeriten
Herbst: Sonnenhut,

Sonnenauge, Sonnenblumen, Kissenastern, Herbstaster
Gräser: Blaustrahlhafer, Reingras

Auf einen solchen Staudenbeet erscheinen im zeitigen Frühjahr die Schneeglöckchen, gefolgt von verschiedenen Tulpensorten, deren Blütezeit sich von Anfang April bis Ende Mai hinziehen. Stecken Sie die Blumenzwiebeln möglichst in unregelmäßigen größeren Gruppen in die Nähe von Gehölzen oder Stauden, die nicht mehr verpflanzt zu werden brauchen.

Rosenbeet mit Gräsern

Rosen haben ähnliche Ansprüche an Boden und Nährstoffe, wie unsere Beetstauden, deshalb lassen sie sich auch gut kombinieren. Sehr dekorativ ist eine Kombination mit Gräsern, da diese einen reizvollen Kontrast zu dem häufig etwas starren Wuchs der Rosen bilden. Allerdings sollte man horstartig wachsende Gräser verwenden, da Rosen in ihrer Entwicklung erheblich gestört werden, wenn sie von anderen Pflanzen zu stark bedrängt werden.Der Boden sollte etwas lehmhaltig, humos und durchlässig sein, da Rosen sehr empfindlich gegen Staunässe sind. 

Pflanzenliste

Frühling: frühe Tulpen, Gefüllte frühe Tulpen, Papageitulpen 
Sommer: Blauschwingel, Federborstengras, Rutenhirse, Goldährengras, Bodendeckende Rosen, Zwergrosen, Edelrosen, Beetrosen 
Zwischen den scheinbar leblosen verholzten Trieben der Rosen entwickeln sich Anfang April die frühen, gefüllten Tulpen. Falls Sie das Rosenbeet über Winter mit Fichtenreisig abgedeckt harten, sollten Sie spätestens jetzt das Beet abdecken, einmal vorsichtig durchhacken. Den in der Blütenform verspielten, gefüllten, niedrigen Tulpen folgen im Mai die hohen, fast etwas unordentlich wirkenden Papageitulpen. Zugleich beginnen Rosen und Gräser kräftig zu treiben. Das abwelkende Laub der Blumenzwiebeln verschwindet nach und nach zwischen dem Rosenlaub und kann etwa Ende Juni herausgenommen werden.

Heidebeet mit Winterheide

heide2_flDer besondere Reiz der Winterheide liegt in ihrer ungewöhnlichen Blütezeit, die, je nach Witterungsverlauf, von etwa November bis März liegt. Es gibt auch Erica-Arten, die im Sommer blühen. Sie haben sehr spezielle Standortansprüche und können deshalb ohne besondere Bodenvorbereitung im Hausgarten nicht verwendet werden. Auch wenn die winterliche Blütezeit noch so verlockt, ein Heidebeet in unserem Garten anzulegen, so sollten man es niemals isoliert, ohne Verbindung zu passenden Sträuchern oder Stauden, planen. Erica herbacea kommt im Alpenraum im lichten, zumeist warmen Schatten sowohl auf sauren als auch auf kalkhaltigen Böden vor, wichtig für ihr gutes Gedeihen ist ein ausreichend großer Anteil an Rohhumus. 

Wenn wir in unserem Garten keinen geeigneten Standort finden, an dem eine Erika-Pflanzung in die Gesamtanlage integriert werden kann, sollten wir lieber ganz auf diese Pflanzenart verzichten - es wäre entwürdigend, sie z.B. entlang einer Garageneinfahrt aufzupflanzen Die Schneeheide sollte großflächig verwendet werden, durchsetzt mit schwachwachsenden Kiefern, mit Gräsern und Stauden, wo es passend ist, auch mit Rhododendren und Azaleen. Bei ihrer Benachbarung mit Gehölzen muss berücksichtigt werden, dass die Winterheide sich im Bereich starken Tropfen- falls vor Gehölzen nicht sehr wohl fühlen wird. Wenn die Pflanzen buschig und gedrungen bleiben sollen, empfiehlt es sich, sie im Abstand von etwa 2Jahren jeweils im Frühjahr nach der Blüte zurückzuschneiden.

Pflanzenliste

Frühling: Winterheide, Trompetennarzissen, Narzissus 'Spring Giory
Sommer: Cornwall-Heide, Graslilien, Bergastern, Karthäusernelken, 
Herbst und Winter: Goldhaarastern, Winterheiden, Erica herbacea 'Winterbeauty'Zwergkiefern, Scheinbuche 

Man sollte Erica in kleineren Gruppen, die sich zu größeren Flächen addieren, relativ dicht pflanzen, 10 Stück/m², damit der Boden bald bedeckt ist Dazwischen eingestreut können Gräser und Stauden stehen. Wenn die Pflanzen dicht und buschig bleiben sollen, empfiehlt es sich, nach der Blüte, bei den meisten Arten im März, einen Rückschnitt vorzunehmen, d. h., die Triebe um 2-3 cm einzukürzen.