Immerblühendes Beet - Ganzjährig blühende Pflanzen

Blumenbeet anlegenEine traumhaft schöne Oase der Opulenz, so präsentiert sich ein immerblühendes Beet im Garten auf der Reise durch die Jahreszeiten. Diese prachtvolle Silhouette schaffen kreative Gärtner, indem sie verschiedene Pflanzenarten miteinander kombinieren. Erscheinen dabei gleichartige Pflanzen in zwei, maximal drei Grundfarben in kleinen Inseln an verschiedenen Beetstellen, schaffen Sie kreative Harmonie statt eines zusammengewürfelten Sammelsuriums. Worauf es sonst noch ankommt, um mit ganzjährig blühenden Pflanzen stilsicher ein Beet zu gestalten, erfahren Sie hier.
Zwiebelblumen und Zwergsträucher läuten das Gartenjahr ein


/>Als oberste Prämisse für ein immerblühendes Beet gilt: Gliedern Sie alle Pflanzenarten ein. Kommen einzig Stauden zum Zuge, dürfen Sie sich frühestens im April über die ersten Blüten freuen. Bereits einige wenige Blumenzwiebeln, gepaart mit üppigen Zwergsträuchern eröffnen den Blütenreigen bereits im Februar. Geeignete Kandidaten sind:
  • Blumenzwiebeln: Schneeglöckchen, Tulpen, Krokusse, Winterlinge, Narzissen und Anemonen
  • Sträucher: Rosenforsythie (Abeliophyllum distichum), Kriechginster (Cytisus beanii), Schattenglöckchen (Pieris japonica), Sternmagnolie (Magnolia stellata)
Frühlingssträucher verleihen dem Beet bereits während des Winters Struktur und bilden optische Ruhepunkte. Zwiebelblumen haben den Vorteil, dass sie sich nach ihrer Blüte zurückziehen, um den folgenden Stauden Platz zu machen.
 
Tipp: Sie verleihen einem immerblühenden Beet zusätzlichen Esprit, indem Sie bepflanzte Kübel hinein stellen. Abgestimmt auf die Jahreszeiten werden die Töpfe immer wieder neu bepflanzt oder sie schmücken sich mit mehrjährigen Kletterpflanzen, die sich dekorativ an integrierten Obelisken emporranken.

Dauerblühende Stauden

Sie verleihen dem Erscheinungsbild Konstanz und dienen als optischer Rückhalt für kurzzeitige Blütenschönheiten. Dauerblühende Stauden sind unverzichtbar in einer Pflanzenkomposition, die auf Kontinuität abzielt. Ihnen ist daher eine dominierende Präsenz im Vordergrund zugedacht. Kurzblüher, wie Pfingstrosen (Paeonia) oder Türken-Mohn (Papaver orientalis) werden idealerweise im Hintergrund angesiedelt, da sie nach ihrer Prachtentfaltung unschöne Lücken hinterlassen. Die folgenden Stauden zeichnen sich besonders aus mit einer nicht enden wollenden Blütezeit:
  • Bertramsgarbe (Achillea ptarmica 'Schneeball'), eine historische Staude mit üppig gefüllten, weißen Blüten
  • Duftnessel (Agastache Hybride 'Linda'), mit purpur-violetten Lippenblüten bis zum ersten Frost
  • Großblütiges Mädchenauge (Coreopsis grandiflora), stellt von Juni bis Oktober leuchtend gelbe Blüten zur Schau
  • Färberkamille (Anthemis tinctoria), die mit silbergrauen Laub unter cremefarbenen Blüten für dezente Fülle sorgt
  • Lavendel (Lavandula angustifolia), ein unverzichtbarer Klassiker für das sonnige Staudenbeet
  • Sterndolde (Astrantia major), ihre rosafarbene Strahlenblüte erscheint nach einem Rückschnitt ein zweites Mal
  • Storchschnabel (Geranium wallichianum), zuständig für bunte Farbkleckse im Beet bis weit in den Herbst hinein
immerblühendes BeetGesellen sich zu den kontinuierlich blühenden Stauden noch elegante Ziergräser hinzu, lässt der Herbst keine Traurigkeit im Beet aufkommen. Chinaschilf (Miscanthus sinensis), Blauer Strandhafter (Ammophila breviligulata), Bartgras (Andropogon) oder der zierliche Regenbogen-Schwingel (Festuca amthystina) meistern diese Aufgabe mit Bravour.

Beet- und Kleinstrauchrosen mit wiederholter Blütenfülle

Im immerblühenden Beet dürfen sie nicht fehlen, die öfterblühenden Beet- und Kleinstrauchrosen. Im Gegensatz zu empfindlichen Edelrosen geben diese Rosenarten sich zudem robust und pflegeleicht. Die folgenden Züchtungen mögen der Inspiration dienen für eine individuelle Rosenkomposition in Ihrem Garten:
  • Beetrose 'Abrakadabra' schafft mit rot-weiß-gelb gestreiften und gefüllten Blüten ein fröhliches Ambiente
  • Beetrose 'Airbrush' besticht mit orange-gelben und cremefarben marmorierter Blütenfülle
  • Kleinstrauchrose 'Diamant' legt sich mit reinweißen Blüten den hochwachsenden Stauden zu Füßen
  • Kleinstrauchrose 'Romantic Roadrunner' vereint die Wüchsigkeit einer Wildrose mit der Schönheit der Beetrose
  • Beetrose 'Garden of Roses' punktet mit einer pastellfarbenen Blüte in Rosa
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und einem buschigen Habitus Ordnen Sie  öfterblühende Rosen in kleinen Gruppen an, setzen diese sich besonders dekorativ in Szene. Darüber hinaus eignen sie sich wunderbar, eine Mauer oder einen Zaun zu begrünen, sofern auf diese Weise das Beet eingegrenzt wird.

Unermüdliche Rosenbegleiter

Die atemberaubende Schönheit von Beet- und Kleinstrauchrosen kommt in Vollendung zur Geltung, wenn sie in der richtigen Begleitung im Beet gedeihen. Derartige Stauden streben nicht danach, den Rosen die Schau zu stehlen. Vielmehr sind sie als wirkungsvolle Untermalung gedacht. Selbstredend kommen einzig Stauden in Betracht, die in Bezug auf die Dauer der Blüte mithalten können bei den edlen Hauptdarstellern. Einige herausragende Anwärter für diese Funktion sind diese:
  • Akelei (Aquilegia Vulgaris), deren Hybriden mit gefüllten und einfachen Blüten über ihre Giftigkeit hinwegtäuschen wollen
  • Punktierte Glockenblume (Campanula Punctata) entfaltet ihre aparten, violetten Blüten von Juni bis Oktober
  • Pyrenäen-Aster (Aster pyrenaeus), bildet mit ihren Doldenrispen einen hübschen Kontrast zu runden Rosenblüten
  • Rittersporn (Delphinium Elatum) harmoniert wunderbar mit Rosen und bildet im Laufe der Zeit mächtige Horste
  • Silberraute (Artemisia ludoviciana var. albula), macht mit ihrem silbrig-grauen Laub dem Namen alle Ehre
  • Steinquendel (Calamintha nepeta) blüht nicht nur ohne Unterlass, sondern verbreitet zugleich einen herrlichen Duft
  • Weißer Fingerhut (Digitalis purpurea) ziert mit mächtigen Blütenkerzen in leuchtendem Weiß das Beet
Neben der fulminanten Blütenfülle remontierender Rosen kommen zudem immergrüne Gehölze als Kulisse in Betracht. Buchsbaum (Buxus) und Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) bieten sich an, ebenso wie die kleine Teppichmispel (Cotoneaster) oder Efeu (Hedera helix) als dekorative wie praktische Bodendecker.

Winterblühende Pflanzen

BlumenbeetEs gibt sie tatsächlich, die Zauberkünstler unter den Blütenpflanzen, die im Winter bunte Farbtupfer setzen. Die Pflanzengemeinschaft im immerblühenden Beet runden die folgenden Arten und Sorten somit sinnvoll ab:
  • Mahonie (Mahonia media 'Winter Sun') ein herrlicher Winterblüher mit gelben Blüten ab Januar
  • Schneeheide (Erica carnea 'Golden Starlet') hat trotz 15 cm Wuchshöhe die Kraft zur winterlichen Blüte
  • Schneekirsche (Prunus subhirtella) blüht im milden Winter von November bis April pausenlos
  • Winter-Heckenkirsche (Lonicera purpusii) verbreitet sommerlichen Duft mitten im Winter mit cremeweißer Blüte
  • Zaubernuss (Hamamelis), die unangefochtene Blütenkönigin des Winters mit rosa-weißen oder gelben Blüten
Ein Winterblüher von faszinierender Ausstrahlung und herrlichem Duft ist der Winterschneeball (Viburnum bodnantense 'Dawn'). Man traut seinen Augen kaum, wenn inmitten karger Natur die rosafarbene Blütenpracht ins Auge fällt. Dieses Festival der Farben setzt sich fort bis in den April hinein, sodass diesem Zierstrauch ein Platz im dauerhaft blühenden Beet auf jeden Fall gebührt. Dem steht die Christrose (Helleborus) an Magie nicht nach, die ihre machtvolle Präsenz von Dezember bis ins Frühjahr hinein demonstriert.

Tipps für die Anlage

Damit das Charisma eines immerblühenden Beetes sich vollständig entfaltet, kommt es nicht nur auf einen schöpferischen Pflanzplan an. Einige nüchterne Aspekte tragen ebenfalls dazu bei, dass die ganzjährig blühenden Pflanzen die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen.
  • Das Beet verfügt über eine Mindest-Fläche von 15 bis 20 Quadratmetern
  • Idealerweise finden die Pflanzen einen nährstoffreichen, humosen Gartenboden vor
  • Der Standort ist sonnig bis halbschattig beschaffen, ohne sonderliche Windexposition
  • Vor der Pflanzung wird das Erdreich angereichert mit reifem Kompost und bei Bedarf ein wenig Sand
  • Eine ausreichende Wasserversorgung in den ersten Wochen schafft beste Wachstumsvoraussetzungen
  • Bei einer Neuanlage im Herbst ist für die Jungpflanzen ein Winterschutz im ersten Jahr unverzichtbar
Umsichtige Hobbygärtner versäumen nicht, unter der Pflanzerde ein stabiles Unkrautvlies auszubreiten. Dabei handelt es sich um ein innovatives Geotextil, das einerseits wasser- und luftdurchlässig ist, um andererseits jegliches Unkraut effektiv am Wachstum zu hindern. Herkömmliche Plastikfolie erfüllt diese Anforderungen auch nicht ansatzweise.  

Die Wahl des adäquaten Pflanzabstandes innerhalb dieser bunt gemischten Gemeinschaft sorgt unter Gärtnern häufig für Unsicherheit. Wenngleich die jeweilige Pflanzenart den genauen Abstand definiert, kann immerhin nach folgender Faustregel gepflanzt werden: Pro Quadratmeter 5-6 Stauden mit normalem Wachstum, bei ausladenden Arten 2-3 Pflanzen. Kleinwüchsige bzw. bodendeckende Beetstauden setzen Sie mit 6-8 Exemplaren pro Quadratmeter Fläche.

Fazit

Träumen Sie nicht länger von einem immerblühenden Beet, sondern setzen den Plan in die Tat um. Um ein Beet mit ganzjährig blühenden Pflanzen zu besiedeln, kommt es auf eine ausgewogene Kombination aus Arten und Sorten an, die sich durch eine lange Blütezeit auszeichnen. Schon früh im Jahr übernehmen Zwiebelblumen und früh blühende Sträucher diese Aufgabe, gefolgt von Stauden ab April. Es sind die Stauden, denen die Hauptrolle zufällt in dieser facettenreichen Gesellschaft. Natürlich dürfen öfter blühende Rosen nicht fehlen, gepaart mit aparten Begleitpflanzen. Selbst für den Winter hält Mutter Natur blühende Gewächse bereit, die für einen hübschen Blütenflor im Beet sorgen. Damit ein kontinuierlich blühendes Beet seine Ausstrahlung vollkommen entfaltet, sollte es über eine angemessene Fläche verfügen, von mindestens 15 bis 20 Quadratmetern.