Blattdüngung im Garten - Blattdünger

Blattdüngung im Garten - Blattdünger

Blattdüngung im Garten wird immer dann durchgeführt, wenn sich an Blättern Merkmale zeigen, die auf einen bestimmten Mineralmangel hinweisen. Durch die Blattdüngung kann schnell Abhilfe geschaffen werden. Oft ist Eisenmangel der Auslöser. Er zeigt sich an gelben Blätter. Auch Magnesiummangel, der immer mal wieder vorkommt, kann so schnell beseitigt werden. Der Mangel zeigt sich durch gelbe Blattflecken, beginnend vom Rand her. Die Pflanze nimmt die Nährstoffe durch die Blätter direkt auf, dadurch tritt die Wirkung sehr schnell ein. Durch Blattdüngung können zudem Vegetationsphasen überwunden werden, in denen die Nährstoffaufnahme aus dem Boden

über die Wurzel, z.B. bei Trockenheit oder durch Nährstofffestlegung, zeitweilig unterbrochen oder behindert werden.

Pflanzen können alle Hauptnährstoffe wie Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg), Schwefel (S), Kalzium (Ca) und Spurenelemente wie Bor (B), Mangan (Mn), Zink (Zn), Kupfer (Cu) und Eisen (Fe) gut über die Blätter aufnehmen. Innerhalb von nur wenigen Stunden werden die Nährstoffe von der Pflanze aufgenommen und verwendet.

Anwendung

Flüssigdünger sollten nur an sonnenarmen Tagen möglichst auf beide Blattseiten ausgebracht werden. So wird gewährleistet, dass das Mittel nicht so schnell verdunstet und die Blätter genug Gelegenheit haben, die Nährlösung aufzunehmen. Die beste Zeit für eine Blattdüngung ist im Laufe eines morgens bei bedecktem Himmel.

Bei der Blattdüngung wird der Dünger stark verdünnt, etwa 1:50 gegenüber der Erddüngung. Am besten werden die Pflanzen mit einem Drucksprüher eingenebelt.

Es gibt handelsüblichen Blattdünger.
Viele Gartenbesitzer schwören aber auf selbst gefertigte Kräuter- und Jauchenmischungen. Besonders Brennnesseljauche oder -brühe wird gern verwendet. Man nutzt sie bei Eisen- aber auch bei Stickstoffmangel. Dabei muss die Brühe stark verdünnt werden. Lieber öfter und stark verdünnt auf die Blätter sprühen, als einmal und zu konzentriert. Besonders bei Jungpflanzen muss man mit der Mischung sehr vorsichtig sein.

Blattdüngungen werden aber auch zur Stärkung und Stimulation der Pflanzen eingesetzt. Gut geeignet sind Algenpräparate und Siapton.

Blattdüngung bei Obstbäumen und Gemüse

Während der Blüte der Obstbäume bewirkt die Blattdüngung eine Stärkung der Blüten. Das ist besonders bei kühler und feuchter Witterung und bei Frost nötig. Profigärtner wenden die Blattdüngung auch bei Chinakohl, Bataviasalat und Kopfsalat an.

Blattdüngung mit Koniferendünger

Diesen speziellen Blattdünger setzt man zur Stärkung von Nadelbäumen, Lebensbäumen, Zypressen, Wacholder-Arten und Immergrünen wie Rhododendren und Stechpalmen ein. Der Dünger ist gut geeignet, die Bäume und Sträucher, die durch Umweltbelastungen, Frost, Trockenheit oder schlechte Standortbedingungen geschädigt wurden, zu kräftigen. Dieser Koniferen-Balsam-Dünger bewirkt aber auch bei Erdbeeren, Reben, Obstbäumen, Himbeeren, Tomaten, Rosen, Kartoffeln, Salat und anderen Kulturen eine Qualitäts- und Ertragssteigerung.

Blattdünger Orchideen

Blattdüngung ist ideal für Pflanzen, die keine oder nur schlecht ausgebildete Wurzeln besitzen, wie Orchideen oder Tillandsien.

Dünger

Es gibt verschiedene Produkte, die bei der Blattdüngung eingesetzt werden können. Ideal sind natürlich biologische Blattdünger, aber auch chemische sind nicht schlecht. Im Prinzip ist jeder flüssige mineralische Dünger geeignet, der sofort verfügbare Nährstoffe enthält. Nur muss der Dünger zum Versprühen viel stärker verdünnt werden.