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Eierschalen als Kalzium-Dünger im Garten

Unsere Großeltern nutzten in den allermeisten Fällen rohe Eierschalen zur Düngung. Entweder gaben sie die Schalen ins Gießwasser oder sie zerkleinerten sie und mischten sie dann unter die Erde.

duenger-kompost_flDieser Trick wird auch ...



heute noch häufig empfohlen. Die Eierschalen enthalten Kalziumkarbonat. Im Grunde genommen bringt es in der heutigen Zeit aber kaum noch etwas, auf diese Art und Weise für zusätzlich Kalk im Boden zu sorgen. In vielen Gegenden unseres Landes ist das Leitungswasser eh schon recht kalkhaltig. So bekommen alle Pflanzen schon genug Kalk zugeführt. Eine zusätzliche Kalkversorgung benötigen die allerwenigsten Pflanzen. Ganz im Gegenteil, für viele von ihnen ist zuviel Kalk oder Kalk überhaupt eher schädlich. Wer einen kalkfreien Boden hat und auch recht weiches Wasser, der kann Eierschalen nutzen, um Kalk einzubringen. Allerdings reichen die in einem normalen Vierpersonenhaushalt anfallenden Eierschalen in der Regel nur für kleine Beete oder Flächen oder aber für Blumentöpfe. Man benötigt schon eine ...



Menge Eierschalen, um einen gesamten Garten zu düngen. Außerdem bleibt es immer noch ein einseitiger Dünger. Dazu kommt, dass es einige Zeit dauert, bis die Schalen beginnen, sich zu zersetzen. Die Wirkung setzt also nicht so schnell ein.

Welche Pflanzen mögen keinen Kalk?

Pflanzen, die einen sauren Boden benötigen, sollten nicht mit Kalk versorgt werden, egal in welcher Form. Zu ihnen gehören Rhododendren, Azaleen, Heide, Iris und alle Moorbeetpflanzen. Auch Heidelbeeren, Preiselbeeren, Scheinbeeren (Gaultheria),  Königsfarn, Stechginster, Wacholder (Juniperus communis), Traubenkirschen (Prunus padus), Ebereschen und Kiefern. Ebenso Pfirsiche, Wein, Magnolien, Edelkastanien, Besenheide und viele mehr lieben kalkhaltigen Boden nicht besonders.

Kalkliebende Pflanzen

Zu den kalkliebenden Pflanzen gehören Christrosen, Vorfrühlings-Alpenveilchen, Seidelbast, Winterlinge, Kuhschellen, Leberblümchen, Flieder, Pfeifenstrauch, Schnittlauch, Lavendel, Freilandhibiskus, Rittersporn, Nelken, Geranien, Glockenblumen und viele mehr. Besonders Bohnen und Erbsen freuen sich über etwas zusätzlichen Kalk im Boden.

Eierschalen auf den Kompost

komposter_flOb man Eierschalen auf den Kompost geben soll, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen, je nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Allgemeinen wird es nicht mehr empfohlen, da Fliegen die Salmonellen vom Kompost auf offene Lebensmittel in der Küche übertragen können. Wenn man Eierschalen auf den Kompost gibt, haben sie viel Zeit, sich langsam zu zersetzen und ihre Nährstoffe abzugeben. Die Schalen sollten vorher gut zerkleinert werden. Je kleiner die Stücke, um so besser. Außerdem sollten die Schalen nicht oben, offen auf dem Komposthaufen liegen, sondern abgedeckt werden (Fliegen).

Fazit

Ob man Kalk zuführen soll, ist immer abhängig davon, welche Erde man im Garten hat und was für Pflanzen man verwenden möchte oder schon gepflanzt hat. Bei kalkhaltigem Boden ist eine Zusatzdüngung durch Eierschalen unnötig. Bei einigen sauren Böden kann Kalk eine positive Wirkung haben, da so der pH-Wert angehoben wird. Dazu werden aber viele Eierschalen benötigt. Dagegen ist es bei vielen Pflanzen nicht günstig, Eierschalen unterzumischen, da zusätzlicher Kalk nicht günstig für deren Wachstum ist.Wenige Eierschalen, die man zerstößt und unter die Erde der Gartenpflanzen mischt, können kaum Schaden anrichten. Der Kalkanteil in den Schalen einer vierköpfigen Familie ist verschwindend gering, da geht keine Pflanze von ein. Man kann also nicht all zuviel falsch machen.



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