Kalkdüngung im Garten - Kalkdünger, Kalkdüngemittel

Kalkdüngung im Garten - Kalkdünger, Kalkdüngemittel

Kalk ist wichtig, damit der Boden fruchtbar und gesund bleibt. Wo Kalk fehlt, sollte regelmäßig Kalk-Dünger angewendet werden.

Besonders wichtig ist er dort, wo der pH-Wert des Bodens zu niedrig ist. Der Kalkgehalt des Bodens beeinflusst im wesentlichen die Bodenreaktion.

Nicht alle Pflanzen mögen und vertragen Kalk, für einige ist er sogar richtig schädlich. Bevor man also Kalk-Dünger ausbringt, sollte man sich erkundigen, welche Pflanzen einer solchen Düngung ausgesetzt werden dürfen. Außerdem sollte man eine Bodenanalyse durchführen lassen. Dabei muss der pH-Wert

bestimmt werden, denn er ist wichtig, um den Kalk richtig dosieren zu können. Eine Kalk-Düngung darf nicht übertrieben werden. Zu viel Kalk im Boden lässt den Säuregehalt zu sehr ansteigen, der pH-Wert ist zu hoch, die Pflanzen werden erheblich in ihrem Wachstum eingeschränkt. Kalkdünger enthält vorwiegend den Hauptnährstoff Calcium.

Vor Kalkdüngung Bodenanalyse

Es gibt sandhaltige, leichte Böden und Ton- bzw. lehmhaltige schwere Böden. Leichte Böden benötigen einen geringen Säuregehalt und schwere Böden einen höheren. Beide Bodentypen werden deshalb mit unterschiedlichen Kalk-Typen versorgt. Bei leichten Böden
nutzt man Kalkmerkel, Dolomit, Hüttenkalk und Kalksteinmehl und bei schweren Böden dagegen Brannt- und Löschkalk.

Vorteile der Kalkdüngung

Neben dem Anstieg des pH-Wertes sorgt die Kalk-Düngung auch für eine bessere Wurzelbildung der Pflanzen. Die Zusetzung von Kalk bringt auch die Photosynthese in Gang. Kalk liefert dem Boden wichtige Nährstoffe. Bestimmte Kalkarten wie AZ-Kalk, Algenkalk und Gesteinsmehl können auch für die biologische und ökologische Düngung verwendet werden.

Kalkdüngung für den Rasen

Rasenkalk entsäuert den Boden. So werden ideale Voraussetzungen für ein aktives Bodenleben und schönen, gesunden Rasen geschaffen. Rasenkalk enthält in der Regel einen hohen Magnesiumanteil, der wichtig ist zur Bildung des grünen Farbstoffes. Rasenkalk fördert nachhaltig die Bodenlockerung und verbessert die Qualität des Rasens.

Vorsicht ist bei der Dosierung des Rasenkalks geboten. Zu viel Dünger verbrennt den Rasen. Am besten nutzt man einen Düngewagen, so wird der Dünger gleichmäßig verteilt. Rasenkalk darf nur bei trockenem Wetter ausgebracht werden! Danach ist der Rasen gut zu wässern! Um den Rasen schön grün zu halten reicht es, im Frühjahr einmal Kalkdünger zu verwenden.

Nicht kalken!

Nicht gekalkt werden sollten Standorte von Pflanzen, die ein saures Milieu mögen, z.B. Moorbeetpflanzen. Rhododendren, Hortensien und Beerenobst mögen keinen Kalk.
Kalk sollte auf keinem Fall zusammen mit stickstoffhaltigen Düngern ausgebracht werden (treibt Stickstoff aus). Deshalb ist eine Herbstdüngung mit Kalk besser. Im Frühjahr ist die Stickstoffdüngung wichtiger. Nur bei Rasen im Frühling düngen!