Salpeter (Kaliumnitrat) als Dünger
Um prächtig zu gedeihen, benötigen Pflanzen neben der passenden Bodenbeschaffenheit auch noch die entsprechenden Nährstoffe.
Sind diese im Boden nicht bereits vorhanden oder ausgelaugt, dann muss gedüngt werden. Mit einer Bodenanalyse kann herausgefunden werden, ... welche Nährstoffe in der Gartenerde enthalten sind und welche fehlen, also per Düngung zugeführt werden müssen. Dabei wird aus dem Pflanzenbedarf und dem Bodenvorrat die Nährstoffgabe ermittelt.
Kulturen mit einem hohen Kaliumbedarf sollten mit einem Mehrnährstoffdünger auf der Basis von Kaliumnitrat (KNO3) versorgt werden. Landläufig wird dieser Inhaltsstoff von Düngemitteln auch als Salpeter bezeichnet, wobei der richtige Begriff hierfür Kalisalpeter ist.
Bezugsquelle des Stickstoff-Düngers
Kaliumnitrat (KNO3) oder auch Kalisalpeter gehört zu den mineralischen Düngern sowie zu den Stickstoff-Düngern. Die Dosierung von Kaliumnitrat ist nicht ganz einfach. Er wird daher vor allem im professionellen Anbau verwendet und ist deshalb vorwiegend in großen Einheiten zu haben. Kleinere Mengen Kalisalpeter bekommt man in der Apotheke. Enthalten ist Kalisalpeter aber ...
auch in Mehrnährstoffdüngern. Über welche Adressen dieser Stickstoffdünger erhältlich ist kann man recherchieren im Agrar-Branchenbuch unter http://www.agrifinder.com/Agrar-Branchenbuch/Kalisalpeter-D%C3%BCnger-adressen.html.
Wirkungsweise von Nitrat-Stickstoff und Kaliumoxid
Hochreiner, kristalliner, voll wasserlöslicher NK-Dünger kann zur Bewässerungsdüngung und Blattapplikation eingesetzt werden. Die Wirkungsweise der von Nitrat-Stickstoff und Kaliumoxid sind wie folgt:
Nitrat-Stickstoff ist ...
- direkt verfügbar, um von den Pflanzen aufgenommen werden zu können => gesundes schnelles Wachstum ohne Wachstumsstörungen,
- die Form von Stickstoff, welche von den meisten Pflanzen bevorzugt wird,
- gut, um die Aufnahme von Kationen (Calcium, Kalium und Magnesium) zu erhöhen.
- die Effektivität anderer Nährstoffe erhöht => Bessere Erträge
- die Fruchtfestigkeit und -farbe sowie der Zuckergehalt gefördert => Qualitätsverbesserung
- der Wasserhaushalt reguliert => Reduzierung von Wasserverlusten und Verbesserung der Stresstoleranz
- die Zellwandfestigkeit gefördert => widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen und Erkrankungen
Kaliumnitrat wird auch als NK-Dünger. Diese unterliegen ebenso wie andere Mittel auch der Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln, kurz der Düngemittelverordnung (DüMV). In der DüMV sind für NK-Dünger folgende Mindestgehalte vorgeschrieben.

- in fest Form: 3 % Nitrat (N), 5 % Kaliumoxid (K2O)
- als Lösung: 1 % Nitrat (N), 1 % Kaliumoxid (K2O), insgesamt 3 %
Wissenswertes
Wer Kaliumnitrat als Dünger kaufen will, sollte sich im Baumarkt nach NK-Dünger oder nach Mehrnährstoffdüngern mit Kalisalpeter erkundigen. Da Kaliumnitrat auch für die Herstellung von Schwarzpulver verwendet wird, kann es durchaus sein, dass man beim Kauf oder bei der Bestellung eines solchen Düngers einen Ausweis vorlegen muss. Außerdem kommt Kaliumnitrat auch beim Haltbarmachen von Lebensmitteln zum Einsatz und zwar als Pökelsalz (E 252).
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