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Überdüngung von Boden und Pflanzen vermeiden

Genauso ungesund wie ein Nährstoffmangel ist eine Überdüngung des Bodens und der darauf wachsenden Pflanzen. Beim Überdüngen wird die Bodenfauna nachhaltig verändert. Das geht meist zu Lasten der Erträge und der Qualität der Ernte. In ganz schlimmen Fällen kann es auch zur Abtötung der Pflanzen ...



kommen.

Auswirkungen

Eine Überdüngung kann zu Schäden an den Pflanzen, aber auch zu Umweltschäden führen. Dabei ist es natürlich nicht so dramatisch, wenn Sie im Garten Ihre Tomaten überdüngen, aber wenn Felder mit einer großen Fläche überdüngt werden, dann kann das schon unangenehme Folgen für die Natur haben.

Durch eine Überdüngung mit Stickstoff kommt es in der Pflanze zu einer hohen Nitratkonzentration. Im Darm von Mensch und Tieren wird Nitrat zu Nitrit reduziert. Nitrit ist schädlich, es ist an der Bildung krebserregender Nitrosamine beteiligt. Insofern sollten Sie zu Hause also Ihre Obst- und Gemüsepflanzen nicht überdüngen. Überdüngung kann auch zu indirektem Nährstoffmangel führen, weil ein Überangebot eines Nährstoffes einen anderen blockieren kann. Außerdem kann der ...



Salzgehalt des Bodens so ansteigen, dass die Pflanzen kaum noch Wasser aufnehmen können und kümmern.

Für die Umwelt schädlich ist, dass der von den Pflanzen nicht aufgenommene Dünger in das Grundwasser ausgeschwemmt wird. So kann die Trinkwasserqualität beeinträchtigt werden.  Wenn das mineralsalzreiche Wasser in Oberflächengewässer gelangt, kommt es dort zu einem Überangebot an Mineralstoffen, was wiederum zu einer Algenblüte führen kann. So kommt es zu einem Sauerstoffmangel in Gewässern mit weit reichenden Folgen.

Landwirtschaftliche Nutzung

Das Problem der Überdüngung besteht vor allem in Gebieten mit intensiver landwirtschaftlichen Nutzung und hauptsächlich bei großen Viehbeständen. Die viele Gülle die ausgebracht wird, führt häufig zu einer Überdüngung der Felder. Im Kleingarten kommt es nicht so häufig zu Überdüngung und dann immer im kleinen Rahmen, aber vorsichtig sollte man schon sein.

Überdüngung im Garten

Zu einer Überdüngung im heimischen Garten kommt es meist durch Unwissenheit über die Zusammenhänge zwischen Boden, Kompost und Düngung. Gerade Kompost wird unterschätzt. Bereits mit geringen Kompostgaben wird im Boden ein beachtlicher Nährstoffeintrag vorgenommen. Man sollte auf keinem Fall zu viel Kompost verwenden. Im Kompost sind Phosphat und Kali enthalten, die dürfen also nicht zusätzlich verabreicht werden. Die meisten Hausgärten weisen viel zu viel Phosphat im Boden auf und benötigen oft Jahre, um das abzubauen. Aber auch mit anderen Düngern sollte man vorsichtig umgehen. Bei rein organischen Düngern kommt es selten zu einer Überdüngung. Wer sich also nicht sicher ist, sollte darauf zurück greifen.

Es gilt, die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Wenn man genau wissen möchte, was dem Boden fehlt, welche Mineralstoffe zugesetzt werden sollten, der muss eine Bodenanalyse durchführen. Diese kostet etwa 10 bis 15 Euro und das ist bestimmt kein rausgeschmissenes Geld.



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