Giftige Pflanzen für Pferde

Giftige Pflanzen für Pferde

Viele Pflanzen, die generell giftig für Haustiere sind, haben auch eine vergiftende Wirkung für Pferde. Dazu kommen dann auch noch die Pflanzen und Pflanzenteile, die bei Pferden gefährliche Koliken auslösen können. Vor allem gehören viele Pflanzen dazu, die im Wald zu finden sind, wie zum Beispiel die Buchecker oder auch die Eiche. Wer sein Pferd also bei einem Ausritt grasen lässt, sollte sich vergewissern, dass bestimmte Pflanzen nicht auf dem Gras wachsen. Auch sollte man aufpassen, an welchen Bäumen man Pferde bei einem Ausritt festbindet. Obwohl die Tiere einen scheinbar robusten Körperbau aufweisen, können

bei einigen Pflanzen schon wenige Mengen ausreichen, um eine lebensbedrohliche Vergiftung hervorzurufen.

So ist zum Beispiel der Ackerschachtelhalm sehr giftig ist, da er die sogenannte Taumelkrankheit auslöst. Diese Erkrankung entsteht durch Vergiftung mit Ackerschachtelhalm und kann zu einer Lähmung der Hinterläufe und sogar zur Atemlähmung führen. Bei Bäumen sollte man in der Natur vor allem auf Eicheln sowie dem Laub von Eichen oder Bucheckern achten. Hier können schwere Verdauungsprobleme auftreten. Bei Pflanzen, die im Wald oder an Äckern und Weiden wachsen, sind es meist die jungen Triebe, die von Pferden gern gefressen werden. Aus diesem Grund muss man sehr genau darauf achten, wo man einen Weideplatz für das Tier
wählt.

Generell gilt bei den giftigen Pflanzen für Pferde ähnliches wie für andere Tierarten, wie Hund oder Katze (giftige Pflanzen für Hunde, giftige Pflanzen für Katzen). So sind viele Pflanzen im Garten giftig für Pferde. Hierzu gehören vor allem Gold- und Blauregen, die sich auf den Kreislauf und den Herzschlag des Tiers auswirken können. Giftig sind bei diesen Pflanzen vor allem die Samen in den Blüten. Generell sind die Beeren und die Nadeln der Eibe hochgiftig und kann, in hoher Konzentration, zum Tod des Tieres führen. Dies gilt auch für den Fingerhut, der in einer Konzentration von ca. 25gr eine tödliche Vergiftung des Tieres darstellt.

Vor allem Pferde, die auf einer Außenkoppel gehalten werden, werden oft von anderen Menschen gefüttert. Hier kann es vor allem zu Vergiftungen kommen, die durch den Großen Sauerampfer hervorgerufen werden. Für Menschen eher eine Heilpflanze und ungiftig, kann der Sauerampfer bei Pferden zu schweren Kreislauf- und Verdauungsproblemen führen. Insgesamt ist der Sauerampfer jedoch als weniger giftig einzustufen, für das Pferd besteht in den meisten Fällen keine Lebensgefahr.

Auch bei den Gartenblumen besteht hohe Vergiftungsgefahr, vor allem bei den Frühblühern. Da diese meist zwiebelähnliche Gewächse sind, sind sie von Pferden fernzuhalten. Da auch Zwiebelpflanzen wie die Speisezwiebel oder Bärlauch (auch ein Zwiebelgewächs) giftig sind, kann man Rückschlüsse auf andere Zwiebelpflanzen ziehen. Bei den Frühlingsblühern sind es auch hier Krokus, Maiglöckchen oder Osterglocke, die schwere Vergiftungen hervorrufen können.