Brennnesseljauche gegen Blattläuse

Brennnesseljauche gegen Blattläuse Ein beliebtes Düngemittel sind Pflanzenjauchen. Insbesondere Brennnesseln eignen sich gut dazu, und wer hat sie nicht im Garten - Brennnesseln. Schon bei der kleinsten Berührung brennt es. Also weg damit. Gartenhandschuhe an und herausziehen. Diese störenden Brennnesseln sollte man aber nicht einfach auf den Kompost werfen. Insbesondere die jungen Triebe der Brennnesseln eignen sich dazu, eine pflanzenstärkende und Blattläuse vertreibende Jauche anzusetzen.

Will man eine derartige Brennnesseljauche ansetzen, so verwendet man 1 Kilo Kraut und 10 Liter Wasser. Benötigt man

nicht so viel Brennnesseljauche, so genügen zum Beispiel auch 400 Gramm Brennnesselkraut und 4 Liter Wasser. Brennnesseljauche dient zum einen zum Düngen, zum anderen aber auch als Schutz vor, bzw. dem Vertreiben von Schädlingen und Ungeziefer, insbesondere vor Blattläusen.
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Um Brennnesseljauche zu erhalten, benötigt man zunächst einmal ausgewaschenes frisches Brennnesselkraut, das man mit drei Litern kochendem Wasser übergießt, wobei man das Brennnesselkraut vorher noch mit einer Gartenschere zerkleinern sollte. Mit hinzu geben kann man noch Ackerschachtelhalme, welches als Ackerunkraut gilt, aber auch eine bedeutende Heilpflanze ist und Kieselsäure enthält.

Für das Ansetzen der Jauche verwendet man in der Regel ein Fass oder einen Eimer aus Holz oder Kunststoff, kein Metall, da Metall von der Jauche angegriffen wird. Für die Wasserbefüllung kann man auch zuvor gesammeltes Regenwasser verwenden. Da die Jauche einen sehr strengen Geruch entwickelt, sollte man das Fass oder den Eimer mit der angesetzten Jauche nicht allzu nahe am Haus hinstellen. Eine Abdeckung bietet zusätzlichen Schutz vor dem Gestank.

Der angesetzte Sud bleibt dann zwei bis sechs Wochen stehen - aber wichtig, nicht vergessen: Öfters mal umrühren. Dies dient der Belüftung. Nach zwei bis sechs Wochen bilden sich Bläschen und ein sehr unangenehmer Geruch. Anschließend muss man den Sud durch ein Sieb abgießen, wobei der abgegossene Sud genauso unangenehm riecht, wie die Brennnesseljauche selbst.

Aufgebracht wird die Brennnesseljauche auf die zu behandelnden Stellen mit einer Sprühflasche. Man kann hierfür selbstverständlich auch eine Gießkanne verwenden. Eingesprüht, bzw. begossen werden mit der Brennnesseljauche die Blattunterseiten der von den Blattläusen befallenen Pflanzen. Eine Behandlung von Pflanzen mit der angesetzten Brennnesseljauche muss mindestens einmal am Tag erfolgen, um Erfolge zu erzielen (das heißt, dass festgestellt werden kann, dass alle Blattläuse durch den Gestank der Brennnesseljauche vertrieben worden sind), wobei man mindestens drei Tage hintereinander die Prozedur mit dem Besprühen der befallenen Pflanzen mit der Sprühflasche wiederholen muss.