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Erdkröte
Gartenpflege - Nützlinge & Tiere im Garten

Erdkröte

Die Erdkröte gehört zur Familie der Kröten, manchmal wird sie auch Feldkröte, Gemeine Kröte oder Mummel genannt.

Die Männchen erreichen eine Größe von bis zu neun Zentimetern, die Weibchen werden meist etwas größer, bis an die elf Zentimeter.
Erdkröten wirken sehr plump und sind nicht gerade schön, sie besitzen gedrungene Körper und runde Schnauzen, außerdem ist der gesamte Körper mit Hautdrüsen ausgestattet, die wie Warzen aussehen. An der Hinterseite haben die Erdkröten zwei Drüsen mit Hautgiften, die der Abwehr natürlicher Feinde dienen. Die Farben der Haut reichen von rotbraun über hellbraun bis hin zu schwarz und lehmfarben. ...
Die Bauchseiten sind hell bis weiß.

Die Erdkröten haben ein relativ weit verbreitetes und häufiges Vorkommen. Man kann sie in ganz Europa finden, in Teilen Russlands und Nordafrikas.

Da Erdkröten dämmerungsaktiv sind, sehen wir sie am Tage eher selten, denn sie verstecken sich unter Steinen, in Mauern oder in Gebüschen. Wird es aber dunkel, kommen sie überall hervor, sei es auf Wiesen, in Hecken oder auch in Wäldern und Gärten. Ihre Lebensweise ist relativ angepasst, so dass die Erdkröten auch in Kiesgruben und anderen sehr trockenen Gebieten leben können.

Image Zur Fortpflanzung braucht die Erdkröte Gewässer, hierbei bevorzugt sie Teiche und Seen, genauso wie Weiher oder den Gartenteich, vorausgesetzt, es ist genügend Wasser da. Im Frühjahr wandern ganze Herden von Kröten vom Winterquartier zum Laichplatz. Wenn sich Pärchen finden, wird das Männchen bis zum Gewässer hin getragen.

Der Laich selbst wird in Form von Schnüren abgegeben, die beachtliche fünf Meter lang sein können. Es handelt sich hierbei um schwarze Eier, die in einer Art Gel stecken. Tritt der Laich aus dem Weibchenkörper aus, gibt das Männchen sein Sperma darauf ab. Der gesamte Vorgang des Laichens kann bis zu zwölf Stunden dauern und besteht aus mehreren Laichschüben und Pausen. Die Anzahl der abgelegten Eier kann variieren, liegt in der Regel aber zwischen 3000 und 6000 Stück.

Aus den Eiern entwickeln sich die schwarzen kleinen Kaulquappen. Nach weiteren drei Monaten werden die Tiere zu Landtieren mit Lungenatmung. Weitere drei bis vier Jahre dauert es, bis die Erdkröten geschlechtsreif sind und ihrerseits wieder laichen.

Erdröten ernähren sich von allerhand Kleinstgetier, dazu gehören Würmer, Spinnen und Asseln. Die Beute wird als Ganzes verschlungen. Die Erdkröten haben deshalb auch einen wirtschaftlichen Nutzen, sie werden im biologischen Gartenbau als Schädlingsbekämpfer gehalten.

Natürlich hat die Erdkröte selbst auch eine Vielzahl natürlicher Feinde, dazu gehören Waschbären, Singvögel, Raubfische, die sich bei den Kaulquappen bedienen, Großlibellen, aber auch der Iltis ist zu erwähnen ebenso wie Parasiten, die den Kröten zu Schaffen machen.

Aber auch der Mensch gehört zu den Feinden der Erdkröten. Durch den Straßenbau werden ihre Lebensräume zerschnitten, durch die Fahrzeuge werden ihre Wanderungen unterbrochen oder gar beendet. Ein anderes Problem sind Kellerschächte und Gullydeckel, die Kröten fallen hinein und verhungern.

Es gibt daher schon eine Reihe von Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Zäune, die während der Wanderzeiten errichtet werden, Ersatzlaichgewässer, die ungefährdet liegen oder so genannte Krötentunnel, die den Tieren helfen, ungefährdet die Straße zu überqueren bzw. zu unterqueren. Eine ernste Gefährdung des Fortbestehens gibt es bei uns aber noch nicht.
 


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