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Fuchskot erkennen: 5 Merkmale mit Bild der Fuchslosung

Fuchskot zu erkennen und richtig zu entfernen ist wichtig, denn von Fuchslosung kann durch einen Erreger eine Gefahr für die Gesundheit ausgehen. An den folgenden Merkmalen lässt er sich unterscheiden.

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Schwere Unterscheidung

Wenn sich Tierkot im Garten findet, steht schnell die Nachbarskatze unter Verdacht. Auf Grundstücken ohne Zaun könnte es sich auch um den Hund von nebenan handeln. Ebenso aber um einen Marder, Dachs oder Waschbären. Gerade für Laien ist es nicht einfach, die Fuchslosung von dem Kot anderer Tiere zu unterscheiden. Da jedoch gerade die Ausscheidungen von Füchsen für Menschen und Haustiere aufgrund eines Parasiten gefährlich werden könne, sollte bei der Entfernung in jedem Fall große Vorsicht walten.

Größe und Form

Fuchskot ist in der Regel zwei Zentimeter dick und hat eine Länge von drei bis acht Zentimetern. Die einzelnen Kotstücke sind am Ende jeweils spitz geformt.

Farbe

Grau, Dunkelbraun oder Schwarz sind als Farben möglich. Allerdings ist die Farbe in großem Maße davon abhängig, woraus die Ernährung des jeweiligen Fuchses bestand. In der Regel ist die Farbe jedoch sehr dunkel.

Konsistenz und Zusammensetzung

Fuchskot ist für gewöhnlich fest und vergleichsweise trocken. Welche Bestandteile der Nahrung noch zu erkennen sind, hängt davon ab, was der Fuchs ergattern konnte. Insekten, Fellhaare und Samen sind nicht ungewöhnlich, müssen jedoch nicht vorhanden sein.

Geruch

Der Geruch des Fuchskots aber meist nicht stark und zudem davon abhängig, was das Tier gefressen hat. Aus der Entfernung fällt er für gewöhnlich jedoch nicht auf. Nur wenn der Kot frisch ist und bei der direkten Entfernung kann er wahrgenommen werden.

Lokalisation

Eines der eindeutigsten Merkmale, das bei dem Erkennen von Fuchslosung herangezogen werden kann, ist die Lokalisation des Kots. Denn im Gegensatz zu Katzen und anderen Tieren bedecken Füchse ihre Losung nicht mit Erde und vergraben sie in Sand, sondern nutzen sie gezielt als Markierung.
Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass sich der Kot an erhöhten Stellen findet. Beispielsweise auf:

  • Grasbüscheln
  • Bodendeckern
  • Steinen
  • Rasenkanten
  • niedrigen, aber herausragenden Objekten
  • Treppenstufen
Fuchslosung - Fuchskot VH-Halle (Diskussion), Was ist das, bearbeitet von Hausgarten, CC BY-SA 3.0 DE
James Lindsey at Ecology of Commanster, Vulpes.vulpes.dung, bearbeitet von Hausgarten, CC BY-SA 3.0

Die Füchse können damit nicht nur ihr festes Territorium markieren, sondern unter anderem auch anzeigen, wo sie Futter gefunden haben. Zugängliche Komposthaufen mit Essensresten, offene oder beschädigte Mülltonnen sowie draußen vergessene Nahrungsmittel sollten daher vermieden werden.

Tipp:

Findet sich immer wieder Tierkot im Garten, kann durch das Aufstellen einer Wildkamera festgestellt werden, welche Tierart diesen hinterlässt.

Fuchskot richtig entfernen

Fuchslosung so zu entfernen, dass er keine Gefahr für Mensch oder Haustiere darstellt, ist im Prinzip sehr einfach. Hundehalter kennen das Prinzip bereits von der Beseitigung des Kots ihrer Vierbeiner.

  1. Eine Plastiktüte – beispielsweise ein spezieller Kotbeutel für Hunde, oder ein Frischhaltebeutel – wird über die Hand gestülpt.
  2. Der Beutel sollte auf eventuell vorhandene Schwachstellen, Löcher und Risse kontrolliert werden. Nur wenn er vollständig dicht und intakt ist, kann er zur Entfernung des Kots entfernt werden.
  3. Mit der so geschützten Hand wird der Kot aufgenommen und der Beutel darübergestülpt. Im Anschluss muss er lediglich zugeknotet und sicher über den Hausmüll entsorgt werden.

Wer sich zusätzlich schützen möchte, kann auch Latex-Handschuhe tragen, um einen Hautkontakt zu vermeiden. Zudem sollten auch bei einem Aufsammeln mit der Tüte die Hände im Anschluss gut gewaschen und desinfiziert werden. Es ist darauf zu achten, sich nach der Entfernung nicht direkt ins Gesicht zu greifen.

Hinweis für Hundehalter

Da Hunde teilweise Fuchskot fressen oder sich darin wälzen ist es im eigenen Garten oder bei Freilauf sinnvoll, den Hund im Blick zu behalten und ein Abbruchkommando zu konditionieren, um derartiges Verhalten zu unterbinden.

Gefahr durch Fuchslosung

Fuchslosung kann den sogenannten Fuchsbandwurm oder genauer gesagt die Eier des Parasiten enthalten. Diese sind ausgesprochen beständig und können dazu führen, dass eine alveoläre Echinokokkose erzeugt wird. Der medizinische Fachbegriff heißt im Volksmund Fuchsbandwurmerkrankung. Es handelt sich hierbei um eine schwere und heimtückische Krankheit, die teilweise nach fünf oder sogar erst nach 15 Jahren ausbrechen kann. In vielen Fällen ist sie mittlerweile zwar behandelbar, aber nicht heilbar. Nur bei wenigen Betroffenen ist ein vollständiges Kurieren möglich.

Fuchs

Aufgrund dieser Gefahr sollte mit Tierkot im Garten stets vorsichtig umgegangen und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um ihn zu entfernen. Denn selbst erfahrene Jäger und Förster können anhand der folgenden Merkmale nicht vollständig sicher sein, dass es sich um Fuchslosung oder die Ausscheidungen eines anderen Tieres handelt.

Autor Heim-Redaktion

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