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Springschwanz / Springschwänze |
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Gartenpflege -
Nützlinge & Tiere im Garten
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Springschwanz / SpringschwänzeNicht alles Getier, was wir im Garten haben, ist gleich Ungeziefer. Nicht alle Insekten sind Schädlinge. Es gibt auch durchaus Arten, die für den Gärtner von Nutzen sind.
Die Springschwänze zum Beispiel ernähren sich vor allem von zerfallenen pflanzlichen Stoffen, aber auch von Algen oder Pollen, von Aas oder sind räuberisch. Indem sie uns alles wegfressen, was sowieso übrig ist, tun sie uns etwas Gutes.
Von mehreren Arten des Springschwanzes ist bekannt, dass sie Schwermetalle aus dem Boden aufnehmen und verwerten können. Das führt dazu, dass Springschwänze zu wichtigen Erstbesiedlern kontaminierter Böden werden. Sie
sind dabei sehr nützlich zum Beispiel auf Abraumhalden.
Durch gezielte Nahrungswahl sind die Springschwänze in der Lage, Mineralisierungsprozesse zu steuern und damit das Pflanzenwachstum positiv zu beeinflussen. Springschwänze können sich zum Beispiel auch als Pilzfresser nützlich machen.
Dennoch gibt es einige Arten des Springschwanzes, die schädlich sind. Aber das sind nur einige wenige, wie zum Beispiel der Luzernefloh.
Springschwänze erreichen eine Körpergröße von etwa 0,2 Millimetern bis hin zu 1 Zentimeter und halten sich vorwiegend in der Humusschicht nicht zu trockener Böden auf. Sie können allerdings auch in Uferbereichen oder in Hochgebirgsböden vorkommen.
Diese Tiere sind flügellos, besitzen aber eine Sprunggabel, die sie in die Lage versetzt, außerordentliche Sprünge zu vollziehen. Sie springen unheimlich weit, aber weitestgehend unkontrolliert zum Beispiel bei drohender Gefahr durch Berührung.
Außerdem besitzen Springschwänze Mundwerkzeuge, die in einer Tasche im Mund liegen und nur bei gebrauch sichtbar hervor treten.
Die Population dieser Tiere ist unheimlich hoch, sie sind gleich nach den Milben zahlenmäßig die häufigsten Gliedertiere im Boden.
von Annett Biermann
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