Hibiskus vermehren - Anleitung für Ableger & Stecklinge

Hibiskus vermehren - Anleitung für Ableger & Stecklinge

Beim Hibiskus ist zwischen zwei verschiedenen Arten zu unterscheiden. Der Gartenhibiskus wird meist als Strauch in den Garten gepflanzt, weil er gut winterhart ist.

hibiskus2 flDer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) dagegen ist kälteempfindlich und wird daher in der Regel als Kübelpflanze oder auch als Zimmerpflanze kultiviert. Beide lassen sich leicht aus Ablegern und Stecklingen vermehren, beim Garten-Hibiskus kann eine Vermehrung aber auch durch Absenker stattfinden. Er sät sich außerdem gern selbst aus,

diese Sämlinge unterscheiden sich aber oft von der Mutterpflanze und bilden eine andersfarbige Blüte.

Anleitung zum Vermehren durch Stecklinge

Um einen Hibiskus durch Stecklinge zu vermehren, wird ein Trieb von einer vorhandenen Pflanze abgeschnitten. Er sollte eine Länge von etwa 10 bis 15 Zentimetern haben, ein etwas längerer Trieb, der beim Rückschnitt des Hibiskus anfällt, kann daher in mehrere Teilstücke geschnitten werden, um daraus gleich mehrere neue Pflanzen zu ziehen.

Der Steckling wird in einen Topf mit Anzuchterde gesteckt und in der folgenden Zeit gleichmäßig feucht gehalten. Der Topf sollte zwar hell, aber nicht zu sonnig stehen. In der ersten Zeit wird sich kaum überirdisches Wachstum
zeigen, denn zunächst bildet dieser Steckling Wurzeln, nach einer Weile bilden sich jedoch auch Blätter und der Trieb beginnt in die Höhe zu wachsen. Die beste Zeit, um einen Hibiskus aus einem solchen Ableger zu ziehen, ist der Sommer.

Weitere Möglichkeiten beim Garten-Hibiskus
  • Ein Hibiskusstrauch im Garten kann auch durch einen Absenker vermehrt werden. Hierzu wird ein Trieb im unteren Bereich des Strauchs verwendet, der sich relativ leicht bis auf den Boden biegen lässt.
  • Dort, wo er auf den Boden trifft, wird eine kleine Mulde ausgehoben. Danach wird der Trieb an der Stelle, die später im Boden liegt, mit einem Messer leicht angeritzt. Dies sorgt dafür, dass er leicht neue Wurzeln bilden kann.

  • Danach wird der Trieb mit einem Drahtbügel oder einem Stein fixiert und mit Erde bedeckt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Spitze des Triebs etwa 10 bis 15 Zentimeter aus dem Boden schauen sollte.
  • Der Trieb bleibt mit der Mutterpflanze zunächst noch verbunden und wird durch sie versorgt, bildet aber während dieser Zeit eigene Wurzeln. Nach einigen Monaten kann er abgeschnitten und an eine andere Stelle verpflanzt werden. Damit der neue Hibiskusstrauch gleich aufrecht wächst, ist es hilfreich, ihn an eine Stab anzubinden.
Anleitung für die Aussaat

Ganz allein vermehrt sich der Garten-Hibiskus durch Samen, die sich im Sommer bilden und auf den Boden rund um den Strauch fallen. Ist diese Vermehrung gewünscht, sollte darauf geachtet werden, dass eine eventuell vorhandene Mulchschicht rund um den Strauch nicht zu dick ist, damit die Samen ihren Weg finden und für die Keimung genügend Licht bekommen. Die Samen des Hibiskus können aber auch abgesammelt werden, um sie im nächsten Frühling auszusäen. Bis dahin werden sie trocken und dunkel gelagert.

Schon zu Beginn des Frühlings werden die Samen dann in Töpfe mit Aussaaterde oder Blumenerde gelegt und nur ganz leicht mit Erde bedeckt. Die Töpfe werden am besten in einen hellen Raum mit Zimmertemperatur oder in ein

kleines Gewächshaus gestellt. Nachdem die jungen Pflanzen eine ansehnliche Größe erreicht haben, können sie in den Garten ausgepflanzt werden.