Oleandersamen - Tipps zur Vermehrung mit Samen

Oleandersamen - Tipps zur Vermehrung mit Samen

Der Gemeine Oleander (Nerium oleander) wird auch als Rosenlorbeer bezeichnet. Es handelt sich bei dieser Pflanze um ein Mitglied aus der Familie der Hundsgiftsgewächse (Apocynaceae).

samen-feldsalat-maDie wärmeliebende Pflanze ist ursprünglich beheimatet in Spanien, Italien, Frankreich, der Türkei, dem Balkan und Nordwest-Afrika. Der Strauch kann eine Wuchshöhe bis zu drei Meter erreichen. Der Rosenlorbeer mag einen sonnigen bis vollsonnigen Standort.

Verwendet wird die mediterrane Pflanze in unseren Breitengraden vor allem als Kübelpflanze für

Balkon und Terrasse, im Topfgarten, Gewächshaus, Wintergarten oder auch als Zimmerpflanze. Der Strauch kann durch Stecklinge oder über Samen vermehrt werden.

Die immergrüne, verholzende Pflanze hat ledrige, lanzettförmige, dunkelgrüne Blätter. Seine Blütenfülle bringt der Oleander zwischen Ende Mai bis September manchmal sogar noch bis zum ersten Frost hervor. Wegen seines Aufsehen erregenden Blütenfloors ist der Oleander eine sehr begehrte Pflanze für Topfgärten. Umso näher liegt es, sie zu vermehren, was durchaus über die Samen möglich ist – auch wenn es vielleicht etwas aufwändiger ist als die Stecklingsvermehrung. Doch woran kann man erkennen, ob die Samen reif sind? Und wie lässt er sich am
besten aussäen?

Samen können für Überraschung sorgen

Bei der Vermehrung über Samen sollte man bedenken, dass man damit generell keinen sortenreinen Nachwuchs erhalten kann. Doch das kann natürlich auch ganz reizvoll sein. Wer einen sortenreinen Oleanderstrauch haben möchte, der sollte eine Vermehrung über Stecklinge versuchen. Doch zurück zum Saatgut. Der Oleander bringt Samenschoten hervor. Diese werden braun und trocken. Wenn sie ausgereift sind platzen die Samenschoten auf. Am Rand der aufgeplatzen bräunlichen Samenschoten sind die Samen-Stränge erkennbar. Vereinzelt sehen die Samen so ähnlich aus wie winzige Reißigbesen oder Stöckchen mit weißen nach oben stehenden Härchen.

Liebt die Wärme und braucht Licht zum Keimen

Weil der Oleander hierzulande ohnehin meist – oder zumindest über den Winter – drinnen steht, können auch die Samen jederzeit ausgesät werden. Der Samen benötigt zum Keimen eine Temperatur von etwa 30 Grad Celsius.
  • Ausgesät werden sollte der Oleandersamen am besten in keimfreie Aussaaterde. oleander1 fl
  • Da es sich dabei um einen so genannten Lichtkeimer handelt, sollten die Samenkörner auf die Aussaaterde gegeben und immer gut feucht gehalten werden.
  • Hilfreich kann es sein, die Samen vorher rund zwei Tage in Wasser einzuweichen.
  • Empfehlenswert ist für das Keimen ein beheizbares Zimmergewächshaus.
  • Wer keinen eigenen Oleander hat und deshalb Samen kaufen möchte, kann kleinere Mengen zum Beispiel bei amazon.de oder fesaja-versand.de bestellen.
Nichts für den Familiengarten

Auf der Suche nach Oleandersämereien stolpert man mitunter über den Gelben Oleander (Thevetia peruviana). Bei ihm handelt es sich nicht um eine gelb blühende Varietät des Gemeinen Oleanders (Nerium oleander), sondern um eine eigene Art. Die Samen des Gelben Oleanders sind hochgradig giftig. Bereits acht bis zehn Samen sollen für einen Erwachsenen tödlich sein.

Ganz ohne ist aber auch der Gemeine Oleander nicht. Denn auch das mediterrane Gewächs enthält das Glykosid Oleandrin aus der Gruppe der Cardenolide. Die tödliche Dosis ist in etwa 15 bis 20 Gramm frischen Oleanderblätter enthalten. Somit ist

der Oleander nichts für Familien mit kleinen Kindern.