Teichmuscheln im Aquarium und Gartenteich - wie überwintern?

Teichmuscheln im Aquarium und Gartenteich - wie überwintern?

Viele Teichbesitzer haben in ihrem Gartenteich eine große Anzahl an Wassertieren, um das Biotop vielfältig zu gestalten. Vielfach finden sich auch Teichmuscheln im Teich.

teich4_flWesentlich ist es dabei natürlich in erster Linie, nur Teichmuscheln aus unseren Breiten zu verwenden.

Denn exotische Teichmuscheln sind üblicherweise nicht an die Wasserverhältnisse und vor allem an die hier herrschenden Temperaturen angepasst und daher nicht für den Gartenteich geeignet. Doch auch für hier heimische Teichmuscheln kann es im

Gartenteich im Winter mitunter eng werden. Aus diesem Grund sollten Teichbesitzer die richtigen Maßnahmen ergreifen, um die Tiere sicher überwintern zu können.

Der Winter ist hart – auch für Teichmuscheln

Die Teichmuscheln können sich zwar bewegen, allerdings ist ihre Mobilität natürlich nicht mit der von etwa Fischen gleichzusetzen. Vielfach werden Teichmuscheln an den seichten Rändern des Gartenteichs eingesetzt, da sie hier gut vom Ufer aus gesehen werden können.

In der Regel bleiben sie auch dort. Gerade im Winter, wenn auch die Wassertemperaturen sinken, kann das seichte Wasser für die Teichmuscheln allerdings auch zur Gefahr werden. Denn hier friert das Wasser natürlich zuerst bis zum Grund und somit sind auch die Teichmuscheln durch das Eis gefährdet.

Um die Teichmuscheln sicher durch den Winter zu bringen, sollten daher die entsprechenden Überwinterungsmaßnahmen ergriffen werden. Dabei müssen die Teichmuscheln nicht ausgesiedelt werden, sondern können in tiefen Teichen auch problemlos im Teich behalten werden, bis die Winterzeit überstanden ist.

Jede Menge Sand ist
gefragt


Damit die Teichmuscheln im Teich überwintert werden können, sollte ein Korb oder Eimer besorgt werden, an welchem eine Schnur befestigt wird. In diesem Korb können die Teichmuscheln im Teich überwintern. Teichmuscheln brauchen Sand, da sie sich gerne eingraben.

Daher sollten auch im Korb zumindest 20 Zentimeter Sand oder Teichschlamm am Boden zu finden sein, in den sich die Teichmuscheln eingraben können. Nicht zuletzt stellt eben dieser Sand bzw. Schlamm natürlich auch eine gute Wärmedämmung für die Muscheln dar, die sich hier schützend eingraben können. Die Teichmuscheln werden also an den seichten Rändern des Teichs eingesammelt und in den Korb gegeben.

Anschließend kann der Korb an den Grund des Teichs hinab gelassen werden, wo das Wasser auch im Winter nicht zufriert. Zumindest sollten die Muscheln hierbei auf eine Tiefe von 80 Zentimetern oder mehr gebracht werden.

Im Frühjahr kann der Korb mit den Teichmuscheln dann an der Schnur einfach wieder hoch gezogen werden, um die Teichmuscheln wieder am Rande des Teichs einzusetzen, wo man sie gut sehen kann.

Die „kritische“ Temperatur für Teichmuscheln

Gerade dann, wenn der Teich nicht die ausreichende Tiefe aufweist oder aber auch, wenn man kein Risiko eingehen möchte, können die Teichmuscheln selbstverständlich auch im Aquarium im Inneren überwintert werden.

Die Teichmuscheln werden hierzu einfach vor dem Wintereinbruch aus dem Teich entnommen und in das Aquarium übersiedelt. Spätestens, wenn die Wassertemperatur im Teich auf fünf Grad Celsius gesunken ist, ist es erforderlich, die Teichmuscheln auszusiedeln. Andererseits gilt es hier zu berücksichtigen, dass die Übersiedlung nicht zu früh erfolgen sollte.

Ideale Bedingungen schaffen

Wenn die Teichmuscheln im Aquarium überwintert

werden sollen, dann ist hierbei natürlich in jedem Fall auch genau darauf zu achten, dass die Teichmuscheln hierbei ähnliche Bedingungen vorfinden, wie im Teich.

Idealerweise wird auch das Teichwasser dazu genutzt, um das Aquarium zu befüllen, da die Muscheln bereits an dieses gewöhnt sind und darin auch die notwendigen Nährstoffe enthalten sind. Auch sollte den Muscheln durch Sand die Möglichkeit gegeben werden, sich einzugraben.