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Shubunkin-Goldfische: Steckbrief, Arten, Größe und Alter

Shubunkin - Goldfisch

Der Shubunkin erfreut sich großer Beliebtheit, wird aber oftmals nicht richtig gehalten. Vom allgemeinen Steckbrief, über Arten, Größe und Alter bis hin zur Pflege verraten wir Interessierten alles Wichtige rund um die Pflege der gefleckten Goldfisch-Art und geben Tipps zur richtigen Haltung der bunten und interessanten Fische im Teich und im Aquarium – Zuhause und im Garten.

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Steckbrief

  • Art: gehört zu den Goldfischen
  • Größe: bis zu 30 cm, davon entfallen teilweise bis zu 50 Prozent auf die Flossen
  • Farbe: zwei- bis dreifarbig mit Rot bis Orange, Perlmutt bis bläulich und schwarzen Flecken
  • Lebenserwartung: Bis 20 Jahre
  • Züchtungen: an Zuchtstandards existieren London-, Bristol-, Japanischer und Amerikanischer Shubunkin
  • Pflege: einfacher als Koi Karpfen, ähnlich gewöhnlichen Goldfischen
  • Haltung: Aquarium oder Gartenteich
  • Vermehrung: Geschlechtsreife bei Männchen ab circa zwei Jahren, bei Weibchen etwa ab drei Jahren
  • Temperatur: 3 bis 28°C

Arten

Wie im Steckbrief bereits erwähnt, werden Shubunkin in die folgenden Zuchtformen unterschieden:

  • London Shubunkin
  • Bristol Shubunkin
  • Japanischer Shubunkin
  • Amerikanischer Shubunkin

Die Unterschiede liegen hier in erster Linie in der Farbverteilung aber auch in den Körperproportionen. Wobei die amerikanischen Shubunkin insgesamt etwas kräftiger und gedrungener wirken und mehr an Schleierschwänze erinnern, als die restlichen Zuchtformen.

Größe und Platzbedarf

Shubunkin-Goldfische

Wie bei allen anderen Fischen auch, ist der Shubunkin im Wachstum von seiner Umgebung abhängig. Dabei ist er aber genügsamer, als der Koi Karpfen. Genau das ist einer der Gründe dafür, dass der Shubunkin so beliebt ist. Er kommt auch in kleineren Teichen oder Aquarien mit einem Volumen von circa 300 Litern zurecht. Wird das Wasser gefiltert, können bis zu fünf der Shubunkin-Goldfische auf eine Wassermenge von 1000 Litern gesetzt werden.

Das erscheint zunächst wenig. Es sollte dabei aber bedacht werden, dass jeder der Fische eine Länge von 30 Zentimetern erreichen kann und dementsprechend viel Platz braucht. Im Vergleich zu Kois ist der Platzbedarf jedoch noch immer gering. Der Shubunkin passt damit auch in kleinere Gärten und Aquarien.

Alter

Der Shubunkin kann ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Die Größe kann bei der Altersbestimmung ein Anhaltspunkt sein, ist aber wie erwähnt auch von dem vorhandenen Platz abhängig. Als Orientierung gilt dennoch, dass es sich bei Shubunkin-Goldfischen von bis zu sieben Zentimetern Länge um Jungfische unter zwei Jahren Lebensalter handelt

Tipp:

Es ist nicht sinnvoll, möglichst junge Fische auszuwählen. Besser ist es, kräftige Exemplare in den eigenen Teich zu setzen. Auch wenn diese möglicherweise schon älter sind, sind sie generell widerstandsfähiger.

Aquarium

Shubunkin in einem Aquarium? Das geht problemlos. Allerdings muss das Aquarium dafür groß genug sein. Für eine Gruppe von etwa fünf Fischen sollten wenigstens 300, besser noch 500 Liter Wasser zur Verfügung stehen. Zudem sind die folgenden Punkte entscheidend:

  • Wassertemperatur im verträglichen Bereich halten, ideal sind 15 bis 25°C
  • Wasser filtern
  • Versteckmöglichkeiten schaffen
  • Mäßig füttern
Tipp:

Ein Aquarium in dieser Größenordnung ist unabdingbar, wenn der Gartenteich sehr flach ist. Denn dann müssen die Shubunkin außerhalb des Teichs überwintert werden.

Teich

Die erwähnten 300 bis 500 Liter Wasser sollten Shubunkin zur Verfügung haben, mehr ist besser. Denn ein größerer und tieferer Teich bietet die folgenden Vorzüge:

  • Wasserqualität lässt sich leichter und mit weniger Aufwand erhalten
  • Aufgrund der möglichen Vermehrung wird ohnehin mehr Platz benötigt
  • Fische haben mehr Möglichkeiten zum Schutz

Die Punkte klingen logisch und sinnvoll, werden aber häufig unterschätzt. So muss ein kleiner Teich häufiger gereinigt werden, einfallende Verschmutzungen stören eher das Gleichgewicht und die Fische sind durch Feinde – wie Katzen oder Fischreiher – schneller in Gefahr. Sogar die Überwinterung in einem kleinen Teich bereitet mehr Aufwand.

Vermehrung

Shubunkin-Goldfische

Wie erwähnt, sind männliche Shubunkin ab einem Alter von etwa zwei Jahren geschlechtsreif. Die Weibchen circa ein Jahr später. Es ist also möglich, dass der Nachwuchs etwas auf sich warten lässt. Die Vermehrung übernehmen die Shubunkin-Goldfische aber in der Regel selbst und ohne weiteres Zutun von außen.
Damit es soweit kommen kann, müssen aber wiederum die Bedingungen stimmen. Dazu gehören:

  • Ausreichend Platz
  • Gefiltertes Wasser
  • Fütterung nach Bedarf
  • Eine ausreichend große Gruppe von wenigstens fünf Shubunkin-Goldfischen
  • Angepasster Schutz

Überwinterung

Bei einer Teichtiefe von wenigstens 1,5 Metern und einem Volumen von mindestens 500 Litern können die Shubunkin problemlos im Gartenteich überwintern. Zur Sicherheit sollte aber dafür gesorgt werden, dass die Wasseroberfläche nicht vollständig zufrieren kann.
Dies zu garantieren ist nicht schwer:

  1. Eine Styroporplatte verwenden. Diese kann auf dem Wasser schwimmen
  2. Einen Abschnitt Schlauch oder ein Stück Rohr durch die Styroporplatte führen
  3. Bei drohendem Frost Platte auf das Wasser legen.

Über Rohr oder Schlauch können Gase entweichen, so dass sich diese nicht im Wasser aufstauen. Ist der Teich nicht entsprechend tief, sollten die Shubunkin-Goldfische im Herbst in ein Aquarium und an einen frostfreien Ort verbracht werden. Die Fütterung kann reduziert beziehungsweise vollständig ausgelassen werden, wenn sie unter 8°C stehen, denn dann verfallen sie in eine Art Winterstarre.

Schutz

Fischreiher, Katzen, einfallendes Laub und Algen – die Shubunkin-Goldfische werden gleich von mehreren Seiten bedroht. Dagegen lässt sich jedoch etwas unternehmen und ihnen Schutz bieten. Möglich ist es:

  • Den Teich möglichst groß zu gestalten, das bietet mehr Raum zum schnellen Ausweichen
  • Wasserpflanzen mit großen Blätter zu verwenden, um Versteckmöglichkeiten zu schaffen
  • Teich nicht direkt unter Bäumen oder laubabwerfenden Sträuchern anlegen
  • Bei Bedarf ein Netz über den Teich spannen

Der letzte Punkt ist kontrovers. In dem Netz können sich andere Tiere verfangen und verheddern, sodass sie schließlich ertrinken. Eine Alternative hierfür ist es, den Teichrand unwegsam zu gestalten. Das lässt sich beispielsweise mit einem flachen Uferbereich und spitzen Steinen erreichen.

Autor Garten-Redaktion
Ich schreibe über alles, was mich in meinem Garten interessiert.

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