Schwerkraftfilter für Teich selber bauen: So geht´s!

Schwerkraftfilter für Teich selber bauen: So geht´s!

Seen sind aufgrund ihrer Größe in der Lage, sich selbst zu regenerieren. Dazu sind unsere Gartenteiche zu klein, deshalb muss die Regeneration durch Technik garantiert werden. Zu diesem Zweck werden verschiedene Filtersysteme eingesetzt, um das Wasser zu reinigen und schadstofffrei zu halten, unsere Fische sollen sich ja wohlfühlen.

teich flBei Fischen, die gerne gründeln, gilt es, ihnen den Spaß nicht durch das Filtersystem zu verleiden. Ein Dauerfilter, der laufend für klares Wasser sorgt, würde diesen Fischen

die Laune verderben, hier sollte der Teich nur so klar gehalten werden, dass Sie Ihre Fische noch gut sehen können. Um das zu erreichen, kann hervorragend ein Schwerkraftfilter eingesetzt werden, der auf Wunsch seine Arbeit verrichtet.
  • So wird ein Schwerkraftfilter mit vier Kammern aufgebaut: Die gesamte Filteranlage wird in den Boden neben dem Teich eingelassen und hat den gleichen Wasserstand wie das Wasser im Teich.
  • Die erste Kammer dient der Grobreinigung. Dazu muss ein Ablaufrohr vom Teich zur ersten Kammer führen, das für den Ablauf von Teichwasser in den Schwerkraftfilter sorgt. Bei unserem Modell stellt sich ein Gleichgewicht ein, wenn ein Ablauf in die erste Kammer gelegt wird, der etwa 20 cm unterhalb der Wasseroberfläche der ersten Kammer endet. Das Wasser aus dem Teich kommt so genau mit dem richtigen Druck in die erste Kammer.
  • Die erste Kammer dient dazu, dass sich grober Schmutz absetzt, Bürsten helfen bei der Grobreinigung. Ganz links im System wird das Wasser in die Kammer geleitet, daneben sollte etwas installiert werden, dass das Wasser beruhigt, wenn es aus dem Rohr kommt. Dann fällt es in der Kammer nach unten, grober Schmutz kann sich absetzen. Diese Beruhigung kann z. B. erreicht werden durch eine Art dicker Lamellenvorhang, bei dem recht feste Kunststoffstreifen verwendet werden.
  • Nach dem Durchlauf stößt das Wasser auf Bürstenreihen, die es beim Durchlauf von weiterem Grobschmutz reinigen. Damit das Wasser den Weg durch die Bürsten findet, wird hinter ihnen eine Mauer installiert, die bis zum unteren Rand der Bürsten geht. Nach Passieren der Bürsten stößt das Wasser auf eine weitere Mauer, die höher
    als die Wasseroberfläche ist. Dafür hat sie unten, etwa 10 cm über dem Boden, große Löcher, etwa 15 x 15 cm. Das Wasser wird nach unten gezwungen, wo es durch die Löcher in die zweite Kammer fließt, wieder eine Gelegenheit, Teilchen abzusetzen. Damit kein Bodensatz aufgewirbelt wird, enden die Bodenlöcher etwa 10 cm über dem Kammerboden.
  • Dieser Unrat, der sich absetzt, muss abtransportiert werden, deshalb gibt es in jeder Kammer einen Bodenablauf, der in die Kanalisation münden sollte. Deshalb muss der Boden natürlich ein starkes Gefälle in Richtung Ablauf haben.
  • Die zweite Kammer ist eine biologische Kammer, in der senkrecht stehende Japanmatten das durchlaufende Wasser reinigen. Die Matten dürfen nicht auf dem Boden aufsitzen, sonst würden sich die Schwebeteilchen, die ja entfernt werden sollen, nicht absetzen. Das kann erreicht werden, indem die Matten auf einen Gitterrahmen gestellt werden, nach unten sollten einige Zentimeter Platz sein. Eventuell verlangt der Wasserwiderstand, dass der Rahmen zur dritten Kammer hin etwas ansteigt. Hier ist besonders wichtig, dass sich das Wasser seinen Weg nicht unter den Matten sucht, eventuell müssen hier unten zwischen

    Matten und Boden Sperren eingesetzt werden. Außerdem sollten Sie in die Abstände zwischen den Japanmatten (3 bis 5 cm) mehrere Luftausströmer installieren, da die Bakterien viel Sauerstoff brauchen.
  • Am Ende dieser Kammer wird das Wasser wieder über eine Mauer unter dem Wasserspiegel vor eine hohe Mauer geleitet, die es nur überwinden kann, wenn es unten durch die Bodenlöcher in die dritte Kammer fließt, siehe oben. Die dritte Kammer ist wie die zweite Kammer ausgestattet, die vierte Kammer ist dann ein Pflanzenfilter, durch die das Wasser die letzte Reinigung erhält. Nach eventueller Nachklärung läuft es in die Pumpenkammer.
  • Wer die Installationen entsprechend plant, kann das Wasser entweder direkt von der Pumpenkammer in den Teich pumpen, oder auch eine UVC-Lampe einplanen, über die das Wasser (über einen Nebenweg) in den Teich gelangt.
  • Eine solche Filteranlage kann man selber bauen, zum Beispiel mit Mauern, die mit glasfaserverstärktem Kunststoff wasserdicht gemacht werden. Genaue Maßangaben gibt es hier leider nicht, jedes einzelne Maß hängt von nächsten ab. Es gibt im Internet zahlreiche Beschreibungen, von Leuten, die sich auskennen und solche Filteranlagen schon gebaut haben. Vielleicht finden Sie eine Beschreibung, die von einem Teich Ihrer Größe ausgeht, dann könnten Sie die erprobten Maße übernehmen. Auch die Reinigung des Schwerkraftfilters muss schon beim Bau bedacht werden, hier gibt es dann noch bestimmte Reinigungsintervalle zu beachten.