Sumpfdotterblume - Standort, Pflege & Vermehrung

Sumpfdotterblume - Standort, Pflege & Vermehrung SumpfdotterblumeDotterblumen (Caltha) gehören zu der Familie der Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse) und sind mit etwa zehn Arten in Nordamerika, Europa und Asien beheimatet. In unseren Breitengraden findet sich die Caltha palustris (Sumpfdotterblume) innerhalb von Feuchtwiesen sowie an Teich- und Bachrändern. Die unterschiedlichen Sorten zeigen sich entweder mit einfachen leuchtend weißen oder gelben, halb gefüllten/gefüllten Blüten. Die Blütezeit der Sumpfdotterblume dauert von März bis in den Juni, wobei dieses Gewächs eine Höhe zwischen zwanzig und vierzig Zentimetern erreichen kann.


/>Der optimale Standort für Sumpfdotterblumen

Für die Caltha palustris (Sumpfdotterblume) eignen sich im Besonderen:
  • halbschattige bis sonnige Bereiche in der Gartenanlage
  • ideal sind hierbei Standorte in den Flachwasserzonen angelegter Gartenteiche, welche über eine Wassertiefe von etwa 10 Zentimetern verfügen
  • Sumpfpflanzen leben grundsätzlich mit ihren Wurzelstöcke, Wurzeln sowie den unteren Sprossenbereichen im Wasser
  • lediglich die oberen Sprossenbereiche sind über dem Wasserspiegel sichtbar
  • einige Sorten der Sumpfpflanzen bevorzugen dabei leicht saure Böden, andere Sorten wiederum benötigen einen kalkhaltigen Untergrund
  • sämtliche Sorten gedeihen ausgezeichnet in nährstoffreichen sowie humosen/feuchten Lehm- unSumpfdotterblumend Tonböden wie auch bei Wasserständen von 15 bis zu 20 Zentimetern
  • um Sumpfdotterblumen zu pflanzen, ist ein Pflanzkorb mit feinem beziehungsweise mittelgrobem Kies eine ideale Grundlage
  • befinden sich Kois oder Goldfische in dem jeweiligen Teich, wird der Pflanzkorb mittels großer Kiesel beschwert
  • ansonsten würden die Fische auf ihrer Nahrungssuche die Sumpfdotterblume wahrscheinlich ausbuddeln
  • während des Herbstes abgestorbene Triebe können im Frühjahr sehr leicht mittels abdrehen entfernen kann.
Die Pflege und Vermehrung der Sumpfdotterblume

Ist der Erdboden für die Sumpfdotterblume humos sowie ausreichend feucht, kann sie auch innerhalb eines Beetes kultiviert werden. Die Vermehrung kann hierbei:
  • mittels Samen (natürliche Vermehrung) oder Teilung der Pflanze erfolgen
  • die Sorten, welche gefüllt blühen, erscheinen
    steril und lassen sich lediglich vegetativ vermehren
  • vegetative Vermehrung bedeutet hierbei die ungeschlechtliche Vermehrung des Gewächses
  • die neuen Pflänzchen werden bei dieser Art der Vermehrung aus den Pflanzenorganen der Ursprungspflanze gewonnen
  • am einfachsten sowie bekanntesten ist die Verwendung der Brutzwiebeln, Rhizome (Eingewurzeltes) sowie Brutknollen und Ausläufer der Mutterpflanze.
Die Pflege von Sumpfdotterblumen ist absolut problemlos. Diese buschig wachsenden Gewächse bilden lediglich bei einem extrem dunklen Standort sehr lange Triebe und erhalten dadurch einen unförmigen Wuchs. Es ist empfehlenswert:
  • die Blätter in den Sommerwochen auszudünnen, um einem Befall mit Mehltau vorzubeugen
  • die Sumpfdotterblume sollte zu Beginn höchstens fünf Zentimeter tief innerhalb eines Teiches stehen, darf jedoch nicht austrocknen
  • ls optimaler Dünger eignen sich geringe Mengen von Hornspänen und Knochenmehl
  • bei der Sumpfdotterblume ist jederzeit Vorsicht geboten, da sie giftig ist!
Bei direktem Kontakt können Körperteile anschwellen und beim Verzehr dieser Pflanze kommt es zu Krämpfen, Schwindel und Erbrechen sowie Wassereinlagerungen.

Besonderheiten der zauberhaften Sumpfdotterblume

Bei der Sumpfdotterblume handelt es sich um eine äußerst attraktive Wasserpflanze für jede Teichanlage. Sie treibt bereits zu Beginn des Frühjahrs aus und zeigt sich während der ersten sonnigen Tage in voller Blüte. Im Hochsommer zeigt die Sumpfdotterblume oftmals eine zweite Blüte, wodurch ein bezauberndes Farbspiel im Garten entsteht. Wird die Sumpfdotterblume ohne Pflanzkorb eingesetzt, bildet sie rasant einen großzügigen Wurzelballen. Zudem sind die Pflanzen sehr pflegeleicht sowie winterhart. Blüht die Sumpfdotterblume, ziehen Gräser, Bambus und Binsen wie auch etliche andere Wasserpflanzen in kurzer Zeit nach.



Die Sumpfdotterblume war in früheren Zeiten als Färbemittel bekannt. Die Knospen waren in gekochtem Zustand und eingelegt in Essig als Kapernersatz gedacht. Das Vieh war an dieser Pflanze nicht interessiert, da sie leicht giftig ist. Die Sumpfdotterblume wurde 1999 zur "Blume des Jahres" ernannt und steht derzeit unter Artenschutz (wild wachsende Exemplare dürfen nicht ausgegraben werden).

Tipps zur Sumpfdotterblume

Für Gärten wurden leicht zu pflegende Sumpfdotterblumen gezüchtet. Sie bevorzugen nährstoffreiche oder feuchte, humose Lehm- und Tonböden. Die kultivierten Sorten lieben auch besonders kalkhaltige Böden. Am besten gedeiht sie im Halbschatten oder leicht sonnig, am Rand eines Teiches stehend. Der Standort sollte sich nahe der Wasserlinie befinden, da die Pflanzen an stark abtrocknenden Orten ihre kräftige Farbgebung der Blüten und Blätter verlieren. Als Dünger sind kleine Mengen von Hornspänen und Knochenmehl geeignet.

Die Vermehrung der Sumpfdotterblume erfolgt in der Natur ausschließlich über Samen. Im Garten kann auch ein Wurzelstock geteilt werden.

Die Sumpfdotterblume ist absolut winterhart. Ein Winterschutz ist nicht notwendig.
Wenn man Fische im Teich hat, sollte man die Sumpfdotterblume in einen Pflanzkorb setzen, da die Fische gern an den Wurzeln knappern.

Vorsicht, die Sumpfdotterblume ist leicht giftig.  Durch Kontakt können Körperteile leicht anschwellen. Durch Verzehr kann es zu Schwindel, Erbrechen und Krämpfen sowie Wassereinlagerungen kommen.