Wasserpest im Teich & Gartenteich - Pflanzen, Pflege

Wasserpest im Teich & Gartenteich - Pflanzen, Pflege

Die Wasserpest, auch als Elodea densa bekannt, ist für jeden Teich geeignet, zwar ist sie nicht unbedingt als ein Highlight im Gartenteich anzusehen, doch ist sie sehr nützlich.

teich4_flIm Sommer weist sie weiße unscheinbare Blüten auf, dafür kann sie aber im Winter mit einem satten Grün aufwarten.

Die Blätter der Wasserpest besitzen eine längliche Form und erreichen eine Größe von ungefähr einem Zentimeter. Die Stängel sind sehr biegsam und können im Teich mehrere

Meter lang werden. In fließenden Gewässern hingegen bildet die Pflanze eher kürzere Stängel aus.

Auf der ganzen Welt gibt es rund ein Dutzend Arten der Wasserpest. Allerdings sind lediglich drei Wasserpestarten für den mitteleuropäischen Gartenteich interessant.

Die Wasserpest für den Gartenteich

Als erste ist hierbei die kanadische Wasserpest, die Elodea canadensis, zu nennen, die ihren Ursprung in Kanada hat. Sie ist die erste Wasserpestart, die sich in Mitteleuropa ausbreitete und sich rasant vermehrte, woraufhin sie auch ihren Namen Wasserpest erhielt.

Die kanadische Wasserpest ist am resistentesten gegen Kälte und hat sich allein deswegen in unseren Breitengraden stark ausgebreitet. Im Spätherbst verfärben sich ihre Blätter von Grün zu Braun. Im Laufe der nächsten Wochen zieht sie sich dann auf den Boden des Teichs zurück, dort erscheint sie dann fast wie abgestorben, doch im kommenden Frühjahr werden neue Blätter ausgetrieben.

Die schmalblättrige Wasserpest

Die schmalblättrige Wasserpest, die Elodea nuttallii, ist die zweite interessante Wasserpest für den Gartenteich. Bei dieser Art sind die Blätter bedeutend schmaler und vor allem spiralförmig verdreht. Das sind jedoch die einzigen Unterschiede zur kanadischen Wasserpest in punkto Form und Aussehen.

In Deutschland kamen die ersten Exemplare erst seit ungefähr 1960 vor,
auch breitete sie sich in den ersten Jahren nicht so schnell aus. Besonders in den 1960er Jahren waren die deutschen Winter noch recht frostig, wahrscheinlich breitete sich die schmalblättrige Wasserpest deshalb nicht so schnell aus, denn sie bevorzugt eher wärmere Temperaturen.

Zu einer extremen Verbreitung diese Wasserpest kam es erst in den 1970er Jahren und sie verdrängte zu jener Zeit sogar die winterharte kanadische Wasserpest, sie gehört zu den so genannten Klimagewinnern.

Ein besonderer Vorteil der schmalblättrigen Wasserpest ist, dass sie mit bedeutend weniger Nährstoffen auskommen kann, als es bei dem kanadischen Exemplar der Fall ist. Nur sehr selten bekommt man die Blüten hierzulande zu sehen, die bei der schmalblättrigen Art größer sind, als bei der kanadischen.

Die argentinische Wasserpest

Die argentinische Wasserpest, die Elodea callitrichoides, hat ihren Ursprung in Südamerika, ebenfalls ist sie unter Wasserstern-Wasserpest bekannt und hat in Deutschland erst seit ungefähr 30 Jahren eine neue Heimat gefunden.

Ihre Blätter sind nicht starr und hart, wie bei den beiden anderen Wasserpestarten, sondern hängen sie schlaff herab und sind lappig, wenn man sie aus dem Wasser holt, in dem sie sich lose hin und her bewegen. Die argentinische Wasserpest ist die immergrüne Vertreterin ihrer Art, allerdings machen ihr kältere Temperaturen sehr zu schaffen, aus diesem Grund konnte sie sich auch noch nicht in ihrer Verbreitung großartig durchsetzen.

In einem  Gartenteich kann die argentinische Wasserpest trotz allem

überwintern, wenn die Temperaturen nicht zu stark abfallen. Sollte ein strenger Winter kommen, dann kann diese Wasserpest auch notfalls etwas tiefer in den Teich gesetzt werden.

Bildet sich jedoch eine dichte Eisdecke, die kein Licht mehr durchlässt und betragen die Wassertemperaturen längere Zeit nur vier Grad Celsius, kann die argentinische Wasserpest eingehen, denn zum Überleben benötigt sie etwas an Licht. Anders sieht es bei den beiden anderen Arten aus, denn sie überwintern auf dem Teichboden im Ruhezustand ohne ihren Umsatz an Stoffwechsel.

Alle drei Wasserpestarten verwandeln im Frühjahr und Sommer die Nährstoffe des Teichs in Biomasse um, so dass das Wasser rein und klar bleibt. Ebenso produzieren sie viel Sauerstoff und bei starker Sonneneinstrahlung bilden sich oftmals kleine Luftbläschen an den Teichpflanzen, die sich lösen und an die Oberfläche treiben und so den Teich mit Sauerstoff anreichern.