Wintergemüse anbauen - Gesundes Gemüse im Winter

gewaechshaus2 flDas typische Wintergemüse verträgt, wenn es überirdirsch wächst, zumindest leichten Frost und kann daher bis in den Winter hinein im Garten bleiben und frisch geerntet werden. Wurzelgemüse wie Schwarzwurzeln, Pastinaken und Steckrüben können dagegen sogar bis zum Beginn des Frühlings im Boden verbleiben.

Rosenkohl im Garten

Ein typisches Wintergemüse ist der Rosenkohl. Er wird ab November geerntet und findet sich zumeist auch nur in dieser Zeit in den Geschäften. Rosenkohl wird im Mai direkt in den Garten

gesät und später so ausgedünnt, dass jede Pflanze etwa einen halben Meter Abstand zur nächsten hat. Damit der Rosenkohl mit seiner großen Last später nicht umfällt, sollte der Stiel der Pflanze ein wenig angehäufelt werden.

Leichte Minustemperaturen machen diesem Gemüse überhaupt nichts aus, viele Menschen meinen sogar, dass er besser schmecke, wenn er erst nach den ersten Nachtfrösten geerntet wurde. Zu kalt darf es jedoch nicht werden, denn sonst werden die Röschen weich. Sollen nicht alle Röschen einer Pflanze auf einmal geerntet werden, ist es am besten, immer von unten zu beginnen. Als Vorrat für den Winter können die Röschen kurz blanchiert und danach eingefroren werden.

Grünkohl als Wintergemüse

Der Grünkohl ist beim Anbau recht anspruchslos und gedeiht auch auf weniger guten Böden. Er wächst jedoch am besten auf einem nährstoffreichen Boden, deshalb ist es sinnvoll, die Erde einmal jährlich
mit etwas Kompost anzureichern. Grünkohl wird meist in Aussaatgefäßen oder im Frühbeet vorgezogen und später in den Garten ausgepflanzt. Die Aussaat findet im Mai oder Juni statt, die Auspflanzung sollte bis spätestens August erfolgt sein. Auch der Grünkohl wird oft erst geerntet, wenn er mindestens einmal Frost abbekommen hat. Auf jeden Fall sollte mit der Ernte aber gewartet werden, bis die Außentemperaturen deutlich gesunken sind, denn dann schmeckt er besser.

Schwarzwurzeln

Schwarzwurzeln sind zwar schon ab Oktober reif für die Ernte, weil sie winterhart sind, können sie jedoch den Winter über im Boden bleiben. Auf diese Weise steht für die ganzen Wintermonate bis zum März frisches und gesundes Gemüse zur Verfügung, allerdings kann nur geerntet werden, wenn der Boden nicht vollständig gefroren ist. Um den Boden möglichst lange frostfrei zu halten, ist es hilfreich, eine Mulchschicht aufzubringen. Auf diese Weise ist gleichzeitig dafür gesorgt, dass der Boden nicht zu stark austrocknet, denn dieses Wintergemüse benötigt viel Feuchtigkeit.

Schwarzwurzeln werden im April oder Mai direkt in den Garten gesät, können aber auch schon ab März vorgezogen werden. Sie wachsen sehr langsam und benötigen etwa sechs Monate bis zur Ernte. Sollen alle Stangen im Spätherbst geerntet werden, werden sie am besten in feuchtem Sand im Keller gelagert.

Steckrüben

gemuese-pflanzen flSteckrüben gerieten vor längerer Zeit in Vergessenheit, werden aber inzwischen wieder häufiger angebaut und auch im Handel angeboten. Sie werden entweder im Mai in einem Frühbeet vorgezogen und nach vier bis sechs Wochen in den Garten ausgepflanzt oder im Juni direkt ins Freiland ausgesät und dann später vereinzelt. Ihre Erntezeit beginnt im September oder Oktober, da die Knollen aber winterhart

sind, können sie auch im Boden gelassen und dann nach und nach frisch geerntet werden. Leichter Frost gibt den Steckrüben einen etwas süßlichen Geschmack.

Pastinaken im Gemüsegarten

Auch die Pastinaken sind winterhart, können den Winter über in der Erde bleiben und schmecken sogar besser, wenn sie ein wenig Frost abbekommen haben. Dieses Wintergemüse kann von März bis Mai vorgezogen und nach drei bis vier Wochen in Reihen in den Garten ausgepflanzt werden. Während des Wachstums benötigen die Pastinaken viel Wasser, damit die Rüben nicht platzen. Ab September oder Oktober kann dann langsam mit der Ernte begonnen werden.