TomatenpflanzeAlte und historische Tomatensorten sind robust, ganz besonders ertragreich und eine wahre Gaumenfreude.
Für den Haus- und Hobbygärtner ist es sehr schön, dass diese alten Tomatensorten immer öfter als Samen in den Regalen von Gartenmärkten angeboten werden und im Versandhandel über das Internet zu kaufen sind.

Geschmacklich sind sie ein Volltreffen und auch das Auge erfreut sich an den vielen ausgefallenen Formen und Farbe.
Es ist erfreulich, wenn die alten Sorten dieses Nachtschattengewächses zunehmend ihre Interessenten wieder finden.

Die Sorten und Samen

Die alten, fast
schon vergessenen Tomatensorten punkten wieder und das nicht nur bei Hobbygärtnern.

Früher wurde besonders auf Qualität geachtet. Das Augenmerk lag auf dem Geschmack, dem Ernteerfolg und der Widerstandsfähigkeit gegenüber von Witterung, Krankheit, Schädlingen und Umwelt.

Wer als Kleingärtner keine Einheitstomate mit verwässertem Geschmackernten ernten oder kaufen möchte, der kommt irgendwann auf die alten Sorten zurück und beginnt sie selbst zu ziehen.

Es lohnt sich in jedem Falle, denn diese Tomaten schmecken in jedem Fall besser als die aus dem Supermarkt.

Die Wildtomate

Die Tomate hat ihren Ursprung in Mittel- und Südamerika. Vermutlich brachte der Seefahrer und Weltenentdecker Christopher Kolumbus um 1500 die exotische Pflanze nach Europa.

Die Wildtomate ist auch heute noch in Amerika zu finden. Ihre Früchte so klein wie Johannisbeeren.

Der Unterschied

Alle alten Sorten besitzen ein fast unverwechselbares Aroma. Die Geschmacksrichtungen reichen von sehr mild bis scharf säuerlich, ebenso fruchtig frisch.

Die Tomaten werden gleich vom Strauch aus genascht oder als Salat verarbeitet. Sie schmecken angerichtet als Soße und zu gegrilltem Fleisch. Es kommt immer auf die Sorte an, sie bestimmt den Verwendungszweck.

Allen Tomaten gemeinsam ist eine saftige Beschaffenheit.

TomatenDie historischen Tomatensorten haben keine harten Schalen, sie sind eher weich. Die alten Sorten sind  dünnhäutiger als die modernen.

Die Farbenpracht

Die Welt der Tomaten ist bunt, bunt wie ihre Farbenpracht. Von Rot bis Orange, von Grün bis fast Schwarz. Selbst weiße Tomatensorten gibt es, mitunter sind sie lustig gestreift oder mehrfarbig.

Ihre Formen sind wie die Tomaten aus dem Supermarkt oder ganz anders. Ähnlich wie viele kleine zusammengewachsene Tomaten, länglich oder rundlich, vielleicht auch als Herz. Manche Früchte haben witzige Furchen oder sind klein und leicht.

Die Anzucht

Wer Liebhaber seltene Tomatensorten ist, sucht, wird im Internet garantiert aufspüren und in Ruhe bei den einzelnen Anbietern auswählt und bestellt.

Die Anzucht und Pflege alter Tomatensorten unterscheidet sich nicht von normalen Sorten. Der einzige Unterschied ist, dass man keine vorgezogenen Pflanzen der alten Sorten kaufen kann.

Positiv dagegen ist, dass jeder Pflanzenfreund sich selber aus den Samen der Früchte wieder gleiche Tomaten ziehen kann.

Der Standort

Alte Tomatensorten haben aber gewisse Ansprüche. Sie möchten nicht "von oben" gegossen werden.
Zu den ärgsten Feinden zählt die Staunässe, denn Tomaten stammen ursprünglich aus sehr trockenen Gegenden.
Als Dünger kann Kompost oder Hornspäne gegeben werden. Die Nährstoffe setzten sich allmählich und über längere Zeit im Boden frei. Eines ist unbedingt zu beachten: Der Standort sollte von Jahr zu Jahr wechseln. Werden die Tomaten in Kübeln gezogen, ist die Erde jährlich auszutauschen.
/>
Alte Tomatensorten eigenen sich ideal für jeden Hobbygärtner. Anders als ihre hochgezüchteten Nachfahren sind sie weitgehend resistent gegen die gefürchtete Fruchtfäule.

Tipp:  Bei den Pflanzen die unteren Blätter herausbrechen, damit die Luft zirkulieren kann.

Beispiel für interessante, seltene und sehr alte wohlschmeckende Sorten
  • Weißleinchen - Die Farbe der etwa 2 bis 3 cm großen und runden Tomaten ist cremeweiß. Diese alte Sorte hat einen süß-würzigen Geschmack.
  • Cherokee purple - Die sehr seltene Sorte wurde von den Cherokee-Indianern angebaut. Sie reift früh und bringt viel Ertrag.   Ihre Früchte bringen bis zu 300 Gramm auf die Waage.
  • Orange Russian - Sie ist eine herzförmige, gelb-orange gestreifte Sorte aus Russland. Selbst das feste Fruchtfleisch ist gestreift. Sie hat ein fruchtiges Aroma und wenig Fruchtkerne. 
  • Tigerella - Sie hat rot-orange gestreifte Früchte. Diese sind ca. vier Zentimetern groß und schmeckt süß-sauer.   - - - Russische Reisetomate. Die Früchte der roten Stabtomate bestehen aus mehreren kleinen "Tomatchen", die in der Mitte zusammen gewachsen sind. Diese können einzeln abgebrochen werden, ohne dass die ganze Frucht beschädigt wird. Ideal also für jede Reise oder für ein Picknick.
  • Schwarze Krim - Die lilabraune Fleischtomate lässt sich sehr gut schneiden. Die Früchte wiegen bis zu 500 Gramm. Sie wird gerne als Salattomate verwendet. Weil sie ein sehr süßes Aroma besitzt, wird die Schwarze Krim auch "Schokotomate" bezeichnet.
  • Grünes Zebra - Die Früchte der Stabtomate sind rund und grün-gelblich gestreift. Das Fruchtfleisch ist smaragdgrün und im Geschmack würzig, zart und saftig. Der Ertrag ist reichlich.
  • San Marzano  - Eine ursprünglich italienische Sorte in Flaschenform ist schnittfest und eignet sich gut zur Herstellung von Tomatenmark. Mit einer Länge von 15 bis 25 cm sind die Früchte sehr groß. 
  • Horn der Anden - Das Horn der Anden ist eine Stabtomate mit kernarmen Früchten. Sie sehen eher aus wie spitzer Paprika und brauchen bis zur Reife 85 Tage.
  • Rote Wilde - Sie ist eine Wildtomate, die wegen der Fruchtgröße auch Johannisbeertomate genannt wird. Die Früchte sind sehr klein und massenhaft mit starkem Aroma.
Fazit

Warum sind alte und historische Tomatensorten wieder begehrt?

Alte Tomatensorten schmecken und riechen noch wie Tomaten. Vom Geschmack her bietet sich ein breites Spektrum und ihre Haut ist nicht so fest wie bei den Tomaten aus industriellem Anbau.

Die frischen Tomaten wollen am liebsten direkt aus dem Garten verzehrt werden oder ins Einmachglas.

Alte Sorten in seinem Garten anzubauen macht Spaß.  Aus den reifen Früchten kann man leicht selbst den Samen gewinnen. Für das kommende Jahr ein Geschenk an andere Tomatenliebhaber, die vielleicht staunend über den Gartenzaun geschaut haben.

Wissenswertes zu Tomatensorten

Diese alten Sorten, die oftmals besser im Geschmack sind, kann man nur in seinem eigenen Garten anbauen und das nur zur eigenen Verwendung. Zum Glück hat man immer noch eine gute Auswahl, das Internet macht es möglich. Es gibt noch Anbieter, die sich auf die alten Sorten spezialisiert haben und immer mehr Hobbygärtner nutzen die Angebote. Meist werden sie als Zierpflanzensaatgut angepriesen, so erspart sich der Händler Ärger, denn es ist verboten, mit nicht zugelassenen Sorten zu handeln. Tauschen ist dagegen erlaubt.

Die alten Tomatensorten haben ihre Vorteile. Früher wurden die besonderen Qualitäten der einzelnen Sorten gefördert. Es ging um Geschmack, Ertrag und Robustheit gegen Umwelteinflüsse wie Witterung, Krankheiten und Schädlinge. Es gab etwa 10.000 Tomatensorten. Heute muss sich die Tomate hauptsächlich für die Massenproduktion eignen. Das bedeutet, sie muss zu einer bestimmten Zeit reifen, sich gut für den Transport eignen und während diesem nachreifen. Der Geschmack bleibt häufig auf der Strecke, er verwässert. Außerdem hat man in den Supermärkten kaum noch Auswahl.

Die alten Tomatensorten sind Sortenecht. Das heißt, man kann aus deren Samen wieder die gleichen Tomaten ziehen. Die im normalen Samenhandel angebotenen F1-Hybriden können so nicht vermehrt werden. Es gibt die Tomaten in vielen Formen und Farben. Sie müssen nicht immer nur rot und rund sein. Es gibt sogar schwarze und fast weiße Tomaten.

Die Anzucht und Pflege alter und normaler Tomatensorten ist gleich. Der einzige Unterschied ist, dass man keine vorgezogenen Pflanzen der alten Sorten kaufen kann. Man muss sie selbst ziehen.

Eine gute Alternative zur Einheitstomate ist die Wildtomate. Sie ist weitestgehend unauffällig gegen die gefürchtete Braunfäule und wächst gern im Freien, einfach zwischen Blumen und Kräutern.

Selten Sorten

Heute werden im Anbau von gewerblich gezogenen Tomaten Sorten bevorzugt, die zu einer bestimmten Zeit reifen, gut zu transportieren sind und während dem Transport nachreifen.  Einheitstomaten sind also gefragt. Der Geschmack ist meist nur zweitrangig. Man kennt die verwässerten Tomaten aus den Supermärkten, nicht wirklich lecker. Dabei gibt es viele verschiedene Sorten und dabei zahlreiche mit richtig gutem Geschmack.

Alte Sorten sind wirklich selten geworden. Nur wenige Gärtner und einzelne Gruppen von Sammlern beschäftigen sich mit den alten Sorten und pflegen deren Anbau und die Vermehrung. Dem Internet sei Dank kann man von diesen Personen aber häufig Samen erwerben und so auch einmal fast schon vergessene Tomatensorten selbst anbauen. Von einer eigenen Tomatenpflanze geerntete Tomaten schmecken in jedem Fall besser als die aus dem Supermarkt, aber die von alten Sorten sind dann noch mal eine ziemliche Steigerung.

In Anbau und in der Pflege unterscheiden sich die alten und seltenen Tomatensorten nicht von den anderen Sorten. Sie haben aber den Vorteil, dass man aus den Samen der Früchte wieder gleiche Tomaten ziehen kann. Bei den heute angebotenen F1-Tomatenhybriden ist das nicht möglich. Da muss man immer wieder Samen kaufen.

Ob Stabtomate, Fleischtomate, Buschtomate, Cherrytomate, Cocktailtomate, ob gelbe, rote oder schwarze Tomate, die Sortenvielfalt ist groß. Ursprünglich waren es einmal mehr als 10.000 verschiedene Sorten. Doch es werden immer weniger.

Bei der Auswahl der Sorten sollte man wissen, wofür man die Früchte später einmal verwenden möchte. Es ist ein Unterschied, ob sie ausschließlich für den frischen Verzehr gedacht sind oder beispielsweise zum Einkochen.

Wer seltene Tomatensorten sucht, wird im Internet garantiert etwas finden. Einfach den Suchbegriff  in die Suchmaschinen eingeben und dann in Ruhe bei den einzelnen Anbietern und Tauschbörsen auswählen.