Alte Tomatensorten & Tomatensamen

Immer mehr Tomatensorten verschwinden Jahr für Jahr vom Markt. Die Sortenzulassungsverfahren sind derart kompliziert und gewünscht wird vor allem eine Einheitstomate, die auf Bundes- und EU-Ebene besteht. Es ist wie bei anderen Obst- und Gemüsesorten auch, man legt sich auf wenige Sorten fest, dass ist bequem für die Herstellung. Wirtschaftlich uninteressante Sorten werden nicht mehr zugelassen.

Diese alten Sorten, die oftmals besser im Geschmack sind, kann man nur in seinem eigenen Garten anbauen und das nur zur eigenen Verwendung. Zum Glück hat man immer noch eine gute Auswahl, das Internet macht es möglich. Es gibt noch Anbieter, die sich auf die alten Sorten spezialisiert haben und immer mehr Hobbygärtner nutzen die Angebote. Meist werden sie als Zierpflanzensaatgut angepriesen, so erspart sich der Händler Ärger, denn es ist verboten, mit nicht zugelassenen Sorten zu handeln. Tauschen ist dagegen erlaubt.



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Die alten Tomatensorten haben ihre Vorteile. Früher wurden die besonderen Qualitäten der einzelnen Sorten gefördert. Es ging um Geschmack, Ertrag und Robustheit gegen Umwelteinflüsse wie Witterung, Krankheiten und Schädlinge. Es gab etwa 10.000 Tomatensorten. Heute muss sich die Tomate hauptsächlich für die Massenproduktion eignen. Das bedeutet, sie muss zu einer bestimmten Zeit reifen, sich gut für den Transport eignen und während diesem nachreifen. Der Geschmack bleibt häufig auf der Strecke, er verwässert. Außerdem hat man in den Supermärkten kaum noch Auswahl.

Die alten Tomatensorten sind Sortenecht. Das heißt, man kann aus deren Samen wieder die gleichen Tomaten ziehen. Die im normalen Samenhandel angebotenen F1-Hybriden können so nicht vermehrt werden. Es gibt die Tomaten in vielen Formen und Farben. Sie müssen nicht immer nur rot und rund sein. Es gibt sogar schwarze und fast weiße Tomaten.

Die Anzucht und Pflege alter und normaler Tomatensorten ist gleich. Der einzige Unterschied ist, dass man keine vorgezogenen Pflanzen der alten Sorten kaufen kann. Man muss sie selbst ziehen.

Eine gute Alternative zur Einheitstomate ist die Wildtomate. Sie ist weitestgehend unauffällig gegen die gefürchtete Braunfäule und wächst gern im Freien, einfach zwischen Blumen und Kräutern.



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