Cocktailtomaten - Anbau, Pflanzen und Pflege

kleine Tomaten: CocktailtomatenCocktailtomaten sind leicht anzubauen und zu pflegen. Sie eignen sich besonders für Balkone. Man kann sie ganz normal in Pflanzkübel setzen, aber es gibt auch Sorten, die eignen sich für die normalen Balkonkästen und als Hängeampelbepflanzung. Bei Cocktailtomaten handelt es sich um die kleinsten Tomaten, auch Baby-, Party-, Kirsch-, Mini- oder Cherrytomaten genannt. Da diese Sorten so beliebt sind, wurde das Sortiment in den letzten Jahren ziemlich erweitert. Die süßen Früchte liegen voll im Trend. Durch ihren hohen Zuckergehalt und die sich

daraus ergebende Süße der Früchte ist ihre Beliebtheit zu erklären. Die Erträge fallen aber meist etwas niedriger aus, als bei anderen Sorten.

Cocktailtomaten sind nicht nur wegen ihres Geschmacks beliebte Garten- und Balkonpflanzen, sondern auch weil sie leicht angebaut werden können. Gerade auf Balkonen können die Cocktailtomaten in Kübeln oder Balkonkästen ebenso wie in Hängeampeln angepflanzt werden. Die Cocktailtomaten sind die kleinsten Tomaten. Sie werden auch als Cherry-, Mini-, Party-, Baby- oder Kirschtomaten bezeichnet. Es gibt verschiedene Sorten wie die Golden Currant, die Sorte Lollipop, Goldita, Mirabell oder Yellow Pearshaped.

Die Aussaat und das Pflanzen der Cocktailtomaten

Cocktailtomaten werden je nach Witterung zwischen Februar und April ausgesät. Die Pflänzchen keimen nach fünf bis zehn Tagen. Mit dem Erscheinen der ersten Keimblättchen sollten die Pflanzen pikiert werden. Beim Pikieren werden die kleinen Keimlinge in kleine Töpfe umgesetzt. Diese Töpfe befinden sich weiterhin in beheizten Innenräumen oder in Gewächshäusern. Die angewachsenen Tomatenpflanzen können aber auch im Fachhandel gekauft werden. Im Mai, wenn der Frost vorbei ist, werden die kleinen Tomatenpflanzen ins Freie gesetzt. Das Pflanzen der Tomaten erfolgt immer, nachdem die Eisheiligen vorbei sind. Hier ist es wichtig, dass die Pflanzen an einem sonnigen und windgeschützten Ort gesetzt werden. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass in der Nähe der Tomaten keine Kartoffeln angepflanzt werden, da die Cocktailtomaten Krankheiten wie die Braunfaulkrankheit bekommen können. Das Wichtigste bei der Anpflanzung ist jedoch, dass ein sonniger Ort ausgewählt wird, der geschützt vor Wind und Regen ist. Im Garten eignen sich daher Südwände hervorragend zum Anbau der Cocktailtomaten. Hier wird das Sonnenlicht reflektiert, was für zusätzliche Wärme sorgt. Um die empfindlichen Cocktailtomaten vor Regen zu schützen, sollten diese bei feuchtem Wetter mit einer Plane abgedeckt werden. Jedoch sollte diese Plane die Tomaten selbst nicht berühren. Dieser Schutz sollte nur angebracht werden, wenn es tatsächlich regnet. Danach sollte die Plane schnell wieder entfernt werden. Wenn das Abdecken nicht möglich oder zu wem das zu mühsam erscheint, der sollte eine Überdachung bauen.

Im Fachhandel gibt es bereits fertige Tomatenhäuser in verschiedenen Größen. Diese verfügen über zwei Wände und ein Dach. Bei überdachten Balkonen muss ein solcher Schutz nicht zusätzlich angebracht werden. Jedoch benötigen die Pflanzen hier große Kübel, damit sich die Tomaten optimal entwickeln können. Die Kübel sollten mindestens vier Liter umfassen, damit die Cocktailtomaten optimal gedeihen können. Werden die Tomaten gepflanzt, muss ein recht tiefes Pflanzloch ausgehoben werden. Dieses Pflanzloch wird nun mit gedüngtem Boden oder nährstoffreichem Humos aufgefüllt. Als Richtwert sollten etwa 5 cm Abstand zwischen dem Boden und den ersten Blättern genommen werden. Das gilt auch für Kübelpflanzen auf Balkon. Hier sind die Pflanzen einzeln in die Kübel zu setzen. Auf dem Balkon wie im Garten wird ein Stock oder

gerader Stab als Rankhilfe mit in die Erde gegeben. Hieran wird die Pflanze in regelmäßigen Abständen befestigt. Zwischen den Stauden sollte im Beet ein Abstand von etwa 30 bis 50 cm gelassen werden. Direkt, nachdem die Stauden gepflanzt werden, müssen diese gut gewässert werden.

Die Braunfäule an Tomatensträuchern verhindern

junge TomatenpflanzeDie Braunfäule ist eine häufige Erkrankung der Tomatenpflanze, die durch einen Pilz ausgelöst wird. Dieser Pilz fühlt sich in einem feucht-warmen Klima am wohlsten. Die Erkrankung ist bei der Pflanze zuerst durch die schwarz-braune Färbung auf den Blättern zu erkennen. Erst wenn die Erkrankung schon sehr weit fortgeschritten, ist
weisen auch die Früchte braune Stellen auf. Zudem bildet sich unter geeigneten Bedingungen auf den Tomaten ein leichter Pilzflaum. Ist eine Pflanze von der Braunfäule betroffen können die Früchte nur noch weggeworfen werden. Sie sind für den Verzehr nicht geeignet.

Das Ausgeizen der Tomatenpflanzen

Cocktailtomaten müssen im Gegensatz zu anderen Tomatensorten nicht zwangsläufig ausgegeizt werden. Jedoch wird das Ausgeizen empfohlen, wenn Wert auf schöne und große Früchte gelegt wird. Die Methode des Ausgeizens führt dazu, dass die gesamte Kraft der Pflanze in die Früchte gesteckt werden kann. Damit das geschehen kann werden beim Ausgeizen regelmäßig die Seitentriebe entfernt. Die Pflanze, die nun keine Energie mehr für die Seitentriebe benötigt, kann sie ihre Energie in die Früchte stecken, die so größer werden und einen intensiveren Geschmack erhalten. Durch das Ausgeizen wird das Wachstum in die Höhe gefördert. Damit das gelinkt, sind Rankhilfe, etwa Bambusstangen unerlässlich. Im Fachhandel gibt es speziell hierfür hergestellte Tomatenspiralstäbe, um die sich Tomaten leicht legen. Nur so ist es den Pflanzen möglich, die schweren Früchte zu tragen. Ohne das Ausgeizen und das Befestigen an den Rankhilfen wachsen die Tomaten buschig zur Seite oder neigen sich zum Boden.

Die Pflege der Tomatensträucher

Tomaten, die selbst hauptsächlich aus Wasser bestehen, benötigen während der Wachstumsphase sehr viel Wasser. Jedoch ist beim Gießen darauf zu achten, dass die Blätter und Früchte der Pflanzen nicht mit Wasser benetzt werden. Werden die Blätter oder Früchte nass, bietet diese Nässe einen optimalen Nährboden für Krankheiten wie die Kraut- oder Braunfäule. Manifestieren sich die Erkrankungen erst einmal in der Pflanze, so kann das bedeuten, dass diese komplett abstirbt. Gerade in regnerischen Sommern, wenn die Pflanze permanent Nässe ausgesetzt ist, breiten sich solche Erkrankungen besonders schnell aus, weshalb auf einen geeigneten Schutz vor Nässe zu achten ist. Die Pflanze muss zum Ende des Sommers, bevor der regnerische Herbst Einzug hält, abgeerntet werden. Auch wenn die Tomaten noch grün sind, sollten diese abgenommen werden. Die Früchte reifen, auch wenn sie bereits geerntet wurden, innerhalb weniger Tage nach.
 
Pflegetipps für Cocktailtomaten
  • reichlich gießen, jedoch nicht auf die Blätter
  • mit einem Tomatendünger oder Kompost düngen
  • für einen Schutz vor Regen sorgen
Viele Cocktailtomatenpflanzen neigen zu einem hohen (über zwei Meter) und mehrtriebigen Wuchs. Sie sind gut als Spalierbepflanzung geeignet. Meist kann man die ersten Früchte schon ab Anfang August ernten. Der Ertrag ist meist gut bis sehr gut. Manche Früchte kann man bis zum ersten Frost ernten.

Anbau der Tomaten

reife TomatenIm Anbau unterscheiden sich Cocktailtomaten nicht von anderen Sorten. Einziger Unterschied, Cocktailtomaten werden meist nicht ausgegeizt. Der buschige Wuchs ist bei ihnen gewünscht. Nur so erhält man die Menge an kleinen Früchten. Ansonsten behandelt man sie wie andere Tomatenpflanzen auch. Sie benötigen reichlich Wasser und Nährstoffe und dürfen nicht nass werden. Ein sonniger, warmer und geschützter Standort ist ideal.

Cocktailtomaten eignen sich daher sehr gut für einen überdachten Balkon oder eine Terrasse, wo sie auch bei Regen trocken bleiben. Sollen sie im Garten angebaut werden, ist es dagegen sinnvoll, sie in ein Tomaten- oder Gewächshaus zu setzen. Einige wenige Pflanzen können aber auch durch ein Vlies geschützt werden. Dieses Vlies sorgt gleichzeitig für die nötige Wärme, damit die Tomaten gut ausreifen können. Trotzdem sollte mit dem Auspflanzen der Tomaten aber bis Mitte Mai gewartet werden, denn sie sind frostempfindlich. Anders als die rankenden Tomatensorten, die stark in die Höhe wachsen, benötigen die buschigen Strauchtomaten etwas mehr Platz in der Breite. Dies ist jedoch von der Sorte abhängig.

Die Pflege der Cocktailtomaten

Damit sich viele Tomaten bilden, benötigen die Pflanzen während des Wachstums viel Wasser. Die Blätter sollten beim Gießen jedoch auf keinen Fall befeuchtet werden, denn hierdurch werden die Pflanzen schnell krank. Die Kraut- und Braunfäule ist vor allem in regnerischen Sommern ein großes Problem und kann leicht zum kompletten Absterben der Pflanzen führen. Sie breitet sich sehr schnell aus, wenn die Blätter der Tomaten ständig nass sind. Ein Standort, an dem der Wind die Blätter schnell wieder trocknet, bietet daher einen gewissen Schutz, soweit keine andere Möglichkeit besteht, die Tomaten unter einem Dach anzubauen. Für eine reiche Ernte sorgt außerdem ein Tomatendünger oder bei den in den Garten ausgepflanzten Exemplaren etwas Kompost. Zum Ende des Sommers können ruhig alle Früchte abgeerntet werden, selbst wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch grün sind. Tomaten reifen auch nach der Ernte weiter, denn sie bilden das für die Reifung nötige Gas Ethylen.

Sorten & Arten

Eine gute Sorte ist die Idyll. Sie gehört zu den ertragreichsten und aromatischsten Cocktailtomaten. Die kleinen, 20 bis 25 mm großen aromatischen, leicht süßen Früchte reifen sehr früh und in erstaunlich hohen Erträgen. Als Stabtomate bringt Idyll bis zu 30 cm lange Trauben mit sehr vielen Früchten je Traube hervor. Die Pflanzen sind gut für Balkon und Terrasse geeignet.