Was sind passierte Tomaten?

Passierte Tomaten sind durch ein Sieb gedrückte oder ein Tuch geseihte Tomaten. Die Masse, die daraus entsteht, ist praktisch flüssig und frei von gröberen Bestandteilen.

tomaten_flEs gibt spezielle Werkzeuge zum Passieren, z.B. Passiersiebe mit besonders feinen Maschen oder Passiertücher aus festem, gazeartigem Gewebe. Man kann auch eine Passiermühle benutzen, bei uns besser bekannt als "Flotte Lotte".

Im Prinzip sind passierte Tomaten flüssige Tomaten. Man kann die Masse selbst herstellen oder in Flaschen, Gläsern oder Dosen kaufen.

Ursprung der besonderen Verarbeitung


/>Erfunden wurden passierte Tomaten schon vor etwa 200 Jahren und zwar von den Italienern und genau genommen von den Neapolitanern. Viele Spaghetti- oder Nudelgerichte und viele Pizzen sind ohne
passierte Tomaten undenkbar. Auch heute noch kommen die meisten im Handel erhältlichen Tomatenkonserven aus Italien oder inzwischen auch aus Spanien.

Passierte Tomaten in der Italienischen Küche

Passierte oder pürierte Tomaten gibt es unter der Originalbezeichnung Passata oder Polpa di pomodoro. Polpa ist in der Regel grober als Passeta. Beide dienen als Basis für Soßen. Da sie aus sonnengereiften Tomaten direkt vor Ort hergestellt werden, schmecken die passierten Tomaten besser als frische Treibhaustomaten.

Einen intensiven Geschmack haben Konserven mit ganzen, geschälten Eiertomaten, den Pomodoro pelati. Sonnengetrocknete Tomaten dagegen eignen sich für Soßen, die lange köcheln müssen.

Fazit
  • Passierte Tomaten sind in jedem Fall die bessere Entscheidung, wenn es um Nudelsoßen geht und sollten Ketchup immer vorgezogen werden. Im Normalfall ist in den Konserven kein Zucker vorhanden wie bei Ketchup. 
  • Weil die passierte Masse erhitzt wird, werden auch keine Konservierungsstoffe benötigt. Reife Tomaten verfügen über so viel Eigengeschmack, dass man sich Geschmacksverstärker sparen kann. In Ketchup ist dies alles meist enthalten und zwar reichlich.