Pflege von Tomatenpflanzen
Die richtige Pflege ist ausschlaggebend für eine gute Tomatenernte. Dabei gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Alles beginnt schon bei der Auswahl der Jungpflanzen. Sie sollten kräftig, gedrungen und standfest sein. Außerdem müssen sie gesund aussehen, gute ...Wurzeln gebildet haben und einen guten Stängelgrund. Die Veredlung von Pflanzen bringt größere Früchte, einen höheren Ertrag und weniger Krankheiten ein. Am besten ist die Kopfveredlung.
Wichtig ist auch der richtige Standort. Er sollte sonnig, warm und geschützt sein, vor allem vor Regen. Auch Staunässe und stehende Luft werden nicht vertragen. Ideal ist, wenn die Pflanzen unter einem Dach stehen, wo sie nicht nass werden können.
Schon im Herbst bereitet man den Boden für die Tomatenpflanzen vor. Bei der Pflanzung selbst muss der Boden eine Mindesttemperatur von 15 Grad Celsius haben. Man mischt organische Substanzen (Stallmist, Kompost) unter die Pflanzerde. Nicht verwendet werden sollten Torf, Lehm und Ton. Der Pflanzabstand beträgt je nach Sorte zwischen 80 und 110 Zentimetern. Der Topfballen wird zu maximal 2/3 eingesetzt. Die Tomatenpflanzen müssen gestützt werden, je nach Sorte mit Stäben, Ringen, Pflöcken, Schnüren, Netzen oder Gittern.
Wenn man den Boden um die Tomatenpflanzen ...
mit Mulchfolie oder Mulchflies abdeckt, erreicht man eine höhere Bodentemperatur. Das Unkraut wird unterdrückt, für ideale Feuchtigkeit wird gesorgt und die Infektionsgefahr vom Boden aus sinkt.
Wichtig ist, die Tomatenpflanzen auszugeizen, also die unerwünschten Seitentriebe zu entfernen. So wird der unmäßige Wuchs verhindert. Luft kann gut zirkulieren, die Pflanze bekommt genügend Licht und der Ertrag wird gesteigert. Man bricht die Triebe aus, nicht schneiden!
Vergilbte und kranke Blätter werden regelmäßig von der Pflanze entfernt. Auch kann man die untersten Blätter wegnehmen, aber nur bis zur Höhe der beernteten Früchte. Die Pflanzen können entspitzt werden, damit sie nicht zu hoch werden. Der richtige Zeitpunkt liegt etwa sechs bis acht Wochen vor dem Kulturende (Anfang August). Die Schnittstelle liegt drei Blätter über der letzten noch erntefähigen Traube.
Die Tomatenpflanzen haben einen hohen Wasserbedarf. Am besten wird vormittags gegossen. Laub und Stängelbasis dürfen nicht befeuchtet werden. Man gießt regelmäßig und vermeidet extreme Wechsel. Wichtig ist, dass nasse Füße vermieden werden, also kein stehendes Wasser!
Tomaten sind Starkzehrer. Sie benötigen viele Nährstoffe. Im Handel gibt es spezielle Tomatendünger. Man kann organische oder mineralische Dünger verwenden.
Für Tomaten im Gewächshaus ist eine regelmäßige Lüftung wichtig, am besten automatisch. Auch muss die Luftfeuchtigkeit hoch sein.
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