Strauchtomaten - Anbau, Pflanzen, Pflege

StrauchtomatenStrauchtomaten sind oft nicht zu empfindlich und erkranken deutlich seltener an der Braun- und Krautfäule. Allerdings sind die Erträge nicht so hoch wie beispielsweise bei den Stabtomaten.

Strauchtomaten sollen sich buschig entwickeln. Man geizt also nicht aus und lässt die Pflanzen mehrtriebig wachsen. Der Stängel ist sehr tragfähig. Deshalb muss die Pflanze nicht unbedingt an einem Stab befestigt werden. Es ist aber günstig.

Ein Pflanzabstand von mindestens 60 cm sollte eingehalten werden. Im Freiland ist empfehlenswert, ihn noch etwas großzügiger zu bemessen. So

können die Pflanzen nach einem Regenguss besser abtrocknen. Ansonsten unterscheiden sich die Strauchtomaten in der Pflege nicht von anderen Tomatensorten. Auch sie benötigen reichlich Wasser und Nährstoffe und müssen von kranken Teilen befreit werden. Man gießt nicht auf die Blätter oder Stängel und achtet darauf, dass kein Wasser im Untersetzer steht, wenn sie im Kübel gehalten werden.

Tomaten reifNach Mitte August gebildete Blüten werden ausgebrochen. Bei unserer Witterung reifen die Früchte nicht mehr rechtzeitig. So kann die ganze Kraft der Tomatenpflanze in die anderen Früchte gesteckt werden. Ein Kappen der Pflanze ist nicht nötig, sie hören von allein auf zu wachsen und werden nicht so hoch wie Stabtomaten.

Wegen ihrer geringen Größe
sind Strauchtomaten gut für den Anbau auf dem Balkon oder der Terrasse geeignet. Kübelhaltung ist für sie kein Problem. Bei länger anhaltendem, schlechten Wetter kann man sie notfalls mal ins Haus mitnehmen.

Strauchtomaten gibt es in großer Vielzahl. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich in der äußeren Form, der Farbe, der Größe, dem Geschmack, der Schalendicke, dem inneren Aufbau, der Anzahl der Kammern, dem Wachstum der Pflanze, der Art der Blüten und dem Reifezeitpunkt. Man sollte bei der Auswahl bedenken, was man mit den Früchten tun möchte. Zum ausschließlichen Frischverzehr eignen sich andere Sorten als zum Einkochen.

Beetpflanzung oder Kübelhaltung?
  • Wer keinen Garten hat, für den ist die Kübelhaltung die einzige Möglichkeit, Strauchtomaten anzubauen. Es ist auch keine schlechte Lösung.
  • Besser ist aber, sie ins Beet zu pflanzen.
  • Profis nutzen sogenannte Grow-Bags, da bei Monokultur einfach die Gefahr steigt, das Pilz- und Schädlingsbefall steigt.
  • Im Beet haben die Pflanzen am meisten Platz für die Wurzeln und können gezielter gegossen werden, z.B. durch die so genannte Topfbewässerung.
  • Dabei werden in den Boden eingesenkte Blumentöpfe zum Gießen genutzt.
  • Während Trockenperioden können die sehr durstigen Pflanzen besser gewässert werden, ohne das die Gefahr von Staunässe steigt.
Wie erreicht man im Topf optimale Ergebnisse?
  • Strauchtomaten brauchen wie alle Tomaten viel Platz für ihre Wurzeln. Das Pflanzgefäß sollte pro Pflanze einen Mindestdurchmesser und eine Höhe von 20 cm haben.
  • Man nutzt am besten einen Mix aus Kompost und etwas Anzuchtdünger.
  • Als Alternative eignet sich spezielle Tomatenerde.
  • Wichtig ist ausreichend Wasser, ohne dabei die Blätter zu benetzen.
Wie ernährt man Starkzehrer am besten?
  • Strauchtomaten im Beet bekommen beim Setzen ordentlich Kompost oder etwas Anzuchtdünger in die Erde gemischt.
  • Wenn die ersten Früchte reifen, ist es Zeit für eine weitere Düngergabe. Hierfür eignen sich spezielle Tomatendünger.
  • Biogärtner bevorzugen Biodünger wie Seegras-Extrakt.