Tomaten auf dem Balkon pflanzen & anbauen

BalkontomatenTomaten wachsen ohne Probleme in Kübeln oder Töpfen und können in diesen gut auf einem Balkon kultiviert werden. Voraussetzungen sind, dass sie genügend Sonne bekommen und dass sie nicht dem Regen ausgesetzt sind. Ansonsten ist der Balkon so gut geeignet wie ein Garten. Geschmacklich sind selbst angebaute Tomaten einfach unvergleichlich.

Man kann sich die Tomatenpflänzchen aus Samen selber vorziehen oder man kauft Jungpflanzen. Diese werden dann in passende Gefäße gepflanzt. Das wiederum muss ausreichend groß sein. Man rechnet mit ungefähr 15 Litern

Erde pro Tomatenpflanze.

Lässt sich Braunfäule vermeiden?
  • Die sicherste Art  Braunfäule zu vermeiden ist, von Anfang an resistente Sorten zu nutzen.
  • Inzwischen gibt es viele Sorten, die gegen diese Pilzkrankheit weitestgehend resistent sind.
  • Wichtig ist auch immer, nicht auf die Blätter zu gießen!
  • Auch ein Folientunnel oder ein anderer Schutz vor Regen ist sinnvoll.
  • Hilfe versprechen kupferhaltige Fungizide, die allerdings sehr häufig angewendet werden müssen.
  • Pflanzen regelmäßig auf braun-grüne Flecken kontrollieren!
  • Krankes Laub frühzeitig entfernen!
  • Auch als tolerant anerkannte Sorten wie 'Philovita' und 'De Berao' können bei starkem Infektionsdruck Blattsymptome ausbilden.
grüne TomatenWie erreicht man im Topf optimale Ergebnisse?
  • Tomaten brauchen wie alle Tomaten viel Platz für ihre Wurzeln. Das Pflanzgefäß sollte pro Pflanze einen Mindestdurchmesser und
    eine Höhe von 20 cm haben.
  • Man nutzt am besten einen Mix aus Kompost und etwas Anzuchtdünger.
  • Als Alternative eignet sich spezielle Tomatenerde.
  • Wichtig ist ausreichend Wasser, ohne dabei die Blätter zu benetzen.
Warum entfernt man die Seitentriebe?
  • Bleiben die Seitentriebe erhalten, stecken die Tomatenpflanzen ihre ganze Kraft ins Wachstum.
  • Es werden nur wenige und kleine Früchte ausgebildet.
  • Bei Buschtomaten muss nicht ausgegeizt werden.
Weshalb platzen Tomaten manchmal?
  • Das Aufplatzen liegt meist an einem Wassermangel.
  • Um zu vermeiden, dass die Früchte wässrig schmecken, wird nur wenig gegossen.
  • Die Pflanzen trocknen schnell aus, besonders bei Wärme.
  • Wenn sie dann wieder Wasser bekommen, reißt die Außenhaut.
  • Es steigt auch  das Risiko für Blütenfäule.
Pflege-Tipps

Tomaten benötigen viel Wasser und Nährstoffe. Es sind so genannte Starkzehrer. Gießen und Düngen erfordern etwas Fingerspitzengefühl. Die ideale Gießzeit ist vormittags, aber da sind die Wenigsten zu Hause. Auf alle Fälle sollte man aufpassen, dass man nicht die Pflanze mit Wasser bespritzt. Man gießt immer nur auf die Erde, ohne den Stängel oder die Blätter zu benetzen. Stehendes Wasser im Übertopf oder im Untersetzer ist zu entfernen! Zu wenig gießen ist aber auch nicht gut. Man sieht es den Tomatenpflanzen an, wenn sie durstig sind, dann hängen die Blätter und der Stängel traurig nach unten. Dann ist es höchste Eisenbahn. Beim Düngen sollte man die Angaben auf den Düngerpackungen beachten und sich daran halten. Es gibt speziellen Tomatendünger und der ist gut geeignet. Man kann mit organischem oder mineralischem Dünger für genügend Nährstoffe sorgen.

Die Tomatenpflanze benötigt in jedem Fall eine Stütze. Geeignet sind die im Handel angebotenen Tomatenstäbe, aber auch andere Pflöcke, Gitter, Netze oder Schnüre. Daran bindet man die Pflanze in regelmäßigen Abständen an. Wichtig ist, die unerwünschten Nebentriebe auszugeizen, das heißt, auszubrechen. Wenn man das nicht tut, wird die Pflanze zu buschig, zu dicht, kann schlecht abtrocknen, bekommt nicht genug Luft und Licht und produziert kleinere Früchte.

Ansonsten muss man eigentlich nicht viel beachten. Welke und kranke

Blätter entfernt man genau wie bei im Garten angebauten Pflanzen. Einer guten und reichlichen Ernte steht eigentlich nichts mehr im Wege.