Tomaten im Gewächshaus anbauen

Ein Gewächshaus ist sehr gut geeignet, um darin Tomaten anzubauen. Die Tomate stellt hohe Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit im Gewächshaus. Das Substrat muss ein hohes Wasser- und Nährstoffangebot bei gleichzeitig guter Bodendurchlüftung gewährleisten. Gartenerde wird mit Stallmist (am besten Pferdemist), abgereiftem Kompost, Schälrinde oder Rindenmulch aufgebessert. Kompost und Mist werden einfach ganzflächig beim spatentiefen Umgraben mit untergegraben oder auch nur in der Pflanzreihe etwas konzentrierter eingebracht. Bei der Bodenaufbereitung darf keine Verdichtung entstehen, weil diese dann zu Staunässe führen kann.

Wenn man ein ungeheiztes Gewächshaus besitzt, sollte

man mit dem Pflanzen bis nach den Eisheiligen warten. Nachtfröste machen auch vor Gewächshäusern nicht halt. Ansonsten muss auch hier ausreichend Pflanzabstand eingehalten werden. Wichtig ist eine regelmäßige und ausreichende Lüftung des Häuschens.

Um gut zu wachsen benötigen die Pflanzen ausreichend Wasser und Nährstoffe. Beim Düngen sollte man besonders darauf achten, dass nicht zu viel Stickstoff enthalten ist. Das unterscheidet die
Düngung von Treibhaus- und Freilandtomaten.

Natürlich müssen auch Gewächshaustomaten ausgegeizt werden. Außerdem entfernt man kranke oder welke Blätter. Beim Gießen ist darauf zu achten, das die Blätter und Stängel nicht nass werden. Man gießt immer nur auf den Boden, das Wasser verteilt sich von allein.
  • Wenn die Pflanzen im Gewächshaus kaum Blüten ansetzen oder diese zu früh abfallen, kann das mehrere Ursachen haben, unter anderem Lichtmangel, Staunässe, Kalimangel oder Befruchtungsprobleme.
  • Wenn die Tomaten nicht richtig reifen wollen, kann man sich mit einem ganz einfachen Trick helfen. Man hängt eine überreife Banane zwischen die Pflanzen. Durch das ausströmende Gas Äthylen wird die Reifung beschleunigt.
Oftmals finden Insekten nur schwer den Weg in ein Gewächshaus. Sie sind maßgeblich an der Bestäubung beteiligt. Entweder stellt man eine oder mehrere Duftpflanzen zum Anlocken ins Gewächshaus oder man hilft sich auf eine andere Weise. Auch der Wind kann die Pflanzen bestäuben. Man muss also etwas Wind spielen. Dazu zieht man die Pflanzen einzeln an Schnüren hoch, die an Spanndrähten befestigt werden. Die Drähte kann man von Hand oder mit Geräten täglich zupfen oder anschlagen. Durch die Erschütterung der Pflanzen fällt der Pollen aus und wird durch die Luftbewegung auf die Narbe transportiert. Man kann sich auch die Mühe machen und mit dem Pinsel von Pflanze zu Pflanze ziehen.