Tomatenpflege in Garten und Gewächshaus: Ausgeizen, Schneiden & Co

tomatenpflanze flDie Tomatenpflanze (Solanum Lycopersicon) stammt ursprünglich aus Südamerika. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

Bereits von den Mayas wurde das frostempfindliche Gemüse angebaut. Die Stiele und die Blätter der Tomatenpflanze sind leicht behaart. Diese Drüsenhaare sondern einen leicht strengen Geruch ab. Von kirschgroßen über faustgroße bis hin fast zu Kindskopf riesigen Früchten ist die Größenvielfalt fast genauso enorm wie die Auswahl an Formen und Farbvariationen. Einfarbig rot, gelb, grün oder violett oder auch gestreifte Früchte werden

von den verschiedensten Tomatenpflanzen hervorgebracht. 

Im Garten oder im Gewächshaus kultivieren? 

Ins Freie gepflanzt werden darf die Tomate erst nach den Eisheiligen – also frühestens ab Ende Mai. Aber auch während der Schafskälte, die schon mal im Juni auftritt, sollten die empfindlichen Jungpflanzen vor der Kälte gut geschützt werden. Aufgrund ihrer Kälteempfindlichkeit, aber auch weil sie es auch gerne trocken haben wollen, ist die Kultivierung der Tomaten in einem Gewächshaus jener im Garten zu vorzuziehen.

Allerdings sollten
Paradeiser, wie die Österreicher die Frucht zu nennen pflegen, nicht zusammen mit Gurken im selben Gewächshaus angebaut werden. Denn die Tomaten haben es lieber trocken, Gurken hingegen mögen es eher feucht. Was den Dünger anbelangt, benötigen beide Gemüsesorten sowie auch Zucchini reichlich Kalium, um kräftige Früchte ausbilden zu können. Am besten verwendet man hochwertigen Langzeitdünger, damit braucht nämlich in der Regel nur einmal gedüngt zu werden. 

Krankheiten

Die Kraut- oder Braunfäule, Frucht- und Stängelfäule sowie Mehltau gehören zu den typischen Krankheiten für die Tomaten sehr anfällig sind. Diese Pilzerkrankungen werden vor allem durch eine hohe Luftfeuchtigkeit gefördert. Deshalb muss das Gewächshaus regelmäßig gut belüftet werden. Es gibt aber auch einige Sorten, welche gegen einige dieser Pilzerkrankungen resistent sind. Die sind zwar mitunter etwas teurer, aber wenn man dafür dann durch eine reiche, gesunde Ernte belohnt wird, nimmt man das ja gerne in Kauf.

tomaten-ausgeizen flSchneiden oder besser gesagt: Ausgeizen

Damit die Tomatenpflanze nicht zu viel Kraft in die Entwicklung neuer Triebe steckt, müssen während des Wachstums der Pflanze die so genannten Geiztriebe regelmäßig ausgebrochen werden. Geiztriebe sind die zwischen dem Hauptstamm und den Seitentrieben wachsenden Triebe. Sie lassen sich mit Daumen und Zeigefinger ganz einfach abknipsen.

Aus den ausgebrochenen Geiztrieben sollen sich sogar neue Pflanzen ziehen lassen. Die Blätter brauchen nicht unbedingt entfernt zu werden. Es sei denn, diese stehen zu dicht oder die Früchte werden durch das Laub zu stark verdeckt. In so einem Fall kann ein leichtes Auslichten des Blattwerkes sinnvoll sein. Erkranktes Laub entfernt man am besten sofort.  Dieses gibt man jedoch niemals in den Kompost, weil sonst der Krankheitserreger weiter im Garten verschleppt wird.