Wildtrieb an Rosen und Bäumen

Wildtrieb an Rosen und Bäumen Wildtriebe an Rosen sind leicht zu erkennen - auf keinen Fall dürfen sie abgeschnitten werdenJeder, der Rosensträucher oder Zier- und Obstgehölze in seinem Garten hat, kennt das jährliche Problem mit dem Wildtrieb. Ein Wildtrieb ist ein eigener Austrieb von Zweigen, die jedoch für die Versorgung der restlichen Pflanze eine negative Auswirkung haben. Ein Baum, der Wildtriebe aufweist, wird schlechter mit Wasser, Licht und Luft versorgt und kann geschädigt werden. Aus diesem Grund müssen Wildtriebe komplett entfernt werden. Näheres dazu in

unserem Beitrag: Ausgeizen von Tomaten.

Wildtriebe an Bäumen

Der Wildtrieb an einem Baum ist sehr einfach zu erkennen: Er tritt abseits der üblichen Triebe zu Tage, ist oftmals auch von der Form und der Wuchsrichtung anders. So wachsen die meisten Wildtriebe senkrecht nach oben, dies ist die typischste Form, die man auch am leichtesten erkennt.

Doch auch bei der Farbe der Blüten kann man Unterschiede erkennen, vor allem, wenn es sich um veredelte Pflanzen handelt. So können bei einer rosablühenden Rose die Wildtriebe weiße oder rote Blüten aufweisen: ein deutliches Zeichen für einen Wildtrieb. Das Ausbilden der Wildtriebe kann man nicht erkennen. Wildtriebe wachsen im Frühjahr, daher ist dies dann auch die Jahreszeit in der man einen Wildtrieb frühestens
erkennen kann.

Wie erkennt man Wildtriebe an Rosen?
  • Wildtriebe entstehen unterhalb der Veredlungsstelle. Diese erkennt man an der Verdickung zwischen Wurzelbereich und oberirdischem Teil. Kommt der Trieb also unterhalb des „Knotens“ heraus, ist es ein Wildtrieb.
  • Wildtriebe können heller und dünner sein.
  • Auch können die Stacheln anders aussehen.
  • Das Wildtriebe sieben statt fünf geteilte Blätter haben, stimmt nicht. Dies kann bei allen Rosen vorkommen.
Beim Entfernen von Wildtrieben muss man beachten, dass aus jedem nicht vollständig entfernten Wildtrieb wenigstens zwei neue Wildtriebe entstehen können. Daher ist es wichtig, dass im Frühjahr, wenn die Wildtriebe sichtbar werden, diese soweit am Ansatz zu entfernen. Beginnen Wildtriebe kurz oberhalb des Bodens, ist es ratsam, die Stellen der entfernten Wildtriebe mit Erde zu bedecken, um sie so am neuen Austreiben zu hindern.

Wildtrieb abschneiden oder abreißen?
  • Wildtriebe werden niemals abgeschnitten!
  • Sie werden an der Basis, also dort, wo sie aus dem Wurzelstock herauswachsen, abgerissen!
Am besten legt man den Wildtrieb völlig frei. Der Trieb wird mit dem Daumen nach unten gedrückt, bis er an der Basis abreißt. So werden auch die schlafenden Augen mit entfernt.
  • Wird der Wildtrieb oberirdisch abgeschnitten, regt man ihn noch mehr zum Wachsen an.
  • Wichtig ist, dass Wildtriebe frühzeitig entfernt werden!
  • Ist der Trieb noch klein und weich, kann er leicht abgerissen werden.
Später wird es schwierig mit dem Abreißen. Dann ist es besser, mit einem scharfen Messer unter dem Ansatz der Rinde waagerecht einen Schnitt zu machen. Der verhindert, dass die Rinde beim Abreißen zu stark verletzt wird. Die Rinde kann nur bis zum Schnitt reißen.

Wildtrieb bei Stammrosen

Auch und gerade Stammrosen treiben häufig Wildtriebe. Sie sind leicht zu erkennen, denn sie kommen unten aus der Erde, wobei die Rose ja oben auf dem Stamm sitzt. Die Triebe können leicht entfernt werden. Kommt es aber einmal vor, dass im Winter so ein Hochstamm bzw. eine Stammrose erfriert oder aus

einem anderen Grund eingeht, muss man die Rosen nicht gleich ausgraben und entsorgen. Oft treibt die Wildrose noch einmal aus und zwar kräftig. Da eine Wildrose im Rosenbeet meist nicht erwünscht ist, kann man sie umsetzen. Sie kann noch viele Jahre treue Dinste leisten. Wildrosen sind auch schöne Pflanzen. Sie sehen sehr natürlich aus, sind wuchsstark und sehr blühfreudig.

Fazit

Wildtriebe an Rosen sind zu entfernen! Das geht am besten durch abreißen, direkt an der Austriebsstelle. Wichtig ist ein frühzeitiges Erkennen des Wildtriebes und ein zeitiges Entfernen. Je jünger der Trieb, umso einfacher lässt er sich abreißen.