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Feuchte Wand isolieren – 8 Tipps zur Innenisolierung von Wänden

Besonders ältere Häuser haben häufig feuchte Wände, doch auch Neubauten sind ...



hiervon betroffen. Hierbei handelt es sich nicht nur um einen Schönheitsmakel, sondern um einen Kostenfaktor, denn eine feuchte Wand hat einen viel schlechteren Dämmwert als eine trockene, sodass auf diese Weise viel Wärme verloren geht und die Energiekosten unnötig hoch sind. Daneben verursachen feuchte Wände aber auch viele gesundheitliche Probleme wie Asthma, Allergien, Rheuma oder Gelenkprobleme.

isolierung2 flFeuchte Wände können verschiedene Ursachen haben. Zum einen können sie durch Schäden am Gebäude entstehen, sodass Feuchtigkeit durch das Mauerwerk bis zu den Innenwänden dringt, zum anderen können aber auch der Wandanstrich oder das Lüftungsverhalten der Hausbewohner die Ursache sein, sodass das Problem von innen heraus entsteht.

Tipps zur Vermeidung von feuchten Wänden

Die Ursache für eine feuchte Wand zu finden, ist für einen Laien äußerst schwierig. Da das Auffinden des Problems jedoch äußerst wichtig ist, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen, empfiehlt es sich, einen Sachverständigen oder einen Handwerksbetrieb mit der Untersuchung des Gebäudes zu beauftragen. Im folgenden jedoch einige Hinweise, um feuchte Wände von vornherein zu vermeiden.

  • Feuchte ...



    Wände können dann entstehen, wenn die Wände nicht atmen können, also kein Austausch von Luftfeuchtigkeit stattfindet. Besonders dort, wo viel Wasserdampf entsteht, also im Bad beim Duschen und in der Küche beim Kochen, kann der Wasserdampf nicht entweichen, wenn die Wände nicht atmungsaktiv sind und gleichzeitig nicht ausreichend gelüftet wird. Problematisch sind in dieser Beziehung besonders die Wandfarben, die eine geschlossene und zum Teil abwaschbare Oberfläche bilden.


  • Auch im Schlaf verliert ein Mensch viel Schweiß, der sich als Kondensat im Raum sammelt und an den Wänden niederschlägt und in sie eindringt. Daher sollte das Schlafzimmer wie auch alle anderen Räume regelmäßig gelüftet werden, um Schäden an den Wänden zu verhindern. Eine Stoßlüftung, also das weite Öffnen der Fenster für eine kurze Zeit ist hierbei effektiver und auch kostengünstiger als das Fenster den ganzen Tag über auf Kippstellung zu belassen. 

  • Hinter großen Möbel, die direkt an der Wand stehen, ist der Luftaustausch sehr schwierig, sodass es dort schnell zur Ansammlung von Feuchtigkeit oder sogar Schimmelbefall kommen kann. Ein Mindestabstand von fünf Zentimetern sollte deshalb zwischen Möbeln und Wand eingehalten werden.

  • Bei feuchten Wänden im Keller ist besonders das dauerhafte Offenstehen der Fenster während der Sommermonate problematisch. Auf diese Weise fließt die warme Luft mit der darin enthaltenen hohen Feuchtigkeit in die Kellerräume, wo sie abkühlt und das Wasser an den Wänden kondensiert. Deshalb sollten die Kellerfenster während der Sommermonate am besten geschlossen bleiben.
wohnzimmer-renovieren flWerkstoffe zur Innenisolierung

Bei der Isolierung von feuchten Wänden kommen inzwischen viele verschiedene Materialien zum Einsatz, die alle ihre besonderen Vor- und Nachteile haben.
  • Calciumsilikat-Platten sind relativ teuer in der Anschaffung, haben aber den Vorteil, dass sie sich leicht verarbeiten lassen, weil sie problemlos gesägt und gebohrt werden können. Calciumsilikat ist in der Lage, Feuchtigkeit aus dem Raum aufzunehmen, es zu puffern und später wieder abzugeben. Dieses Material besitzt von Natur aus einen hohen pH-Wert, der eine Schimmelbildung vermeidet.

  • Sehr viel preiswerter sind die Holzfaserdämmplatten, die überwiegend aus Holzfasern von Nadelhölzern hergestellt werden und damit ein natürlicher Dämmstoff sind, der ohne den Einsatz von chemischen Bindemitteln auskommt. Sie wirken wie Massivholz feuchteregulierend und sind bei der späteren Entsorgung unbedenklich für die Umwelt.

  • Ein weiteres natürliches Material sind die Zelluloseplatten, die aus zerkleinertem Altpapier und Jute hergestellt werden. Sie haben ein ähnliches Verhalten wie die Holzfaserplatten und sorgen für ein gesundes Raumklima.
  • Mineralschaumplatten können wie die Calciumsilikat-Platten das Dreifache ihres eigenen Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen. Diese Platten werden aus mineralischen Baustoffen wie Porenbeton oder Quarzsand hergestellt.