Indianertipi selber bauen

Indianertipi selber bauen

Die Geschichte der Indianer fasziniert auch heute immer wieder noch die Kinder. Wer nun in seinem eigenen Garten ein Fleckchen freien Platz hat, tut den Kids sicher einen Gefallen, wenn er ein Indianertipi aufbaut.

indianerzelt_flNachempfunden den originalen Tipis der Indianer, die in der Prärie lebten, jagten und von hier ausgehend auch auf Kriegszüge gingen, wird dieses selbst gebaute Indianertipi sicher schnell zum beliebten Spielplatz bei den eigenen Kindern und deren Freunden.

Natürlich muss sich der Vater nun nicht in Kriegsbemalung auf Büffeljagd begeben,

um eine echte Büffelhaut als Zeltdach zu beschaffen. Die Zeltplanen, die heute im Fachhandel erhältlich sind, erweisen sich als guter Ersatz. Sie sind imprägniert und machen das Tipi zu einem Ort, an dem sich die Kinder auch an Regentagen im Sommer einmal wohlfühlen können.

Das Indianertipi nicht zu klein bauen
Selbst das schönste Indianertipi sollte für mehr als nur ein Kind Platz bieten. Die Grundfläche, aber auch die Höhe des Zeltes sollten also groß genug gewählt werden. So können geheime Kriegsräte tagen und können genauso einmal ein paar Kinder im Zelt übernachten.

Ein Durchmesser von sechs Metern ist schon die Luxus Variante; auch vier bis fünf Meter können ausreichen. Die Höhe des Tipis bestimmt sich aus der Länge der Stangen, die als Gerüst für das Tipi zusammen gebaut werden. Ein Kind sollte im mittleren Bereich des Zeltes stehen können – dann ist die Höhe richtig gewählt.

Die Stangenkonstruktion für das Indianertipi

Das Material für die Stangenkonstruktion ist
schnell beschafft. Eine gewisse Anzahl von gleichlangen Stangen, zwei Seile – und schon kann es losgehen. Je mehr Stangen das Gerüst am Ende ergeben, umso stabiler ist das Tipi. Besteht das Gerüst aus sechs Stangen, nimmt man davon drei, um sie zu einer Pyramide zusammen zu fügen.

Sind die Enden etwas angespitzt, können sie in den Boden gedrückt werden – das gibt zusätzlichen Halt. Am oberen Ende wird nun ein Seil um die Stangen herum verschlungen und verknotet. Nach diesem ersten Arbeitsschritt müssen die restlichen Stangen dazwischen verteilt und mit dem zweiten Seil befestigt werden.

Eine geeignete Abdeckung für das Indianertipi

Die schon erwähnte Büffelhaut der originalen Indianertipis fällt ja für die Auswahl der Zeltplane aus. Stattdessen kann für den sporadischen Gebrauch mit Decken und Bettlaken improvisiert werden, die nur mit Wäscheklammern zusammen geheftet werden. Auch Jute, zum Beispiel aus alten Säcken, kann verwendet werden.

Wichtig ist, die einzelnen Teile aus Plane von unten nach oben zu verteilen, wenn Regenwasser ablaufen soll. Überlappen die einzelnen Zeltplanen, so dass die dem Boden am nächsten gelegene Planenschicht zugleich die unterste Hülle bildet, kann das Wasser durch die entstehenden Ritzen dringen. Ist die oberste, abschließende Schicht ganz außen gelegen, läuft das Wasser einfach ab. Verläuft die Plane noch etwas in das Gras, kann auch vom Boden her weniger Nässe in das Innere vom Indianertipi dringen.

Für solche Tipis, die nur bei schönem und trockenem Wetter bewohnt werden, reicht es, Stoffe zu nehmen, die dann einfach wieder von der Stangenkonstruktion entfernt werden. Hier kommt es auch nicht – wie bei den dauerhaft stehenden Tipis mit Zeltplane – auf Wasserdichtigkeit an.


/>Ein Problem ist immer die automatisch entstehende Lücke am oberen Ende der Stangen. Ein kreisrund ausgeschnittenes Stück Zeltplane kann hier über das Pyramidenende gestülpt und befestigt werden. So läuft das Wasser selbst hier nicht ins Innere des Zeltes, sondern über die Plane in die Wiese. Egal in welcher Variante, ist ein Indianertipi übrigens schnell ab- und wieder aufgebaut.