Brennesselsamen sammeln - Ihre Wirkung

brennessel_flEs gibt zahlreiche Pflanzen in der uns umgebenden Natur, die wir lange kennen und deren Nützlichkeit wir dennoch - im Gegensatz zu unseren Vorfahren - vergessen haben. Eine solche Pflanze ist die Brennessel, über die wir uns höchstens einmal ärgern, wenn wir wieder unangenehm mit den Brennhaaren in Kontakt kamen. Dabei können ihre Samen Erstaunliches leisten:

Brennesselsamen - Wirkung

Brennesselsamen werden als Mittel gegen Haarausfall empfohlen, wenn die Einnahme von Hormonen nicht gewünscht oder wegen anderer Diagnosen nicht empfehlenswert ist. Dazu sollen 2

Teelöffel pro Tag in Joghurt eingerührt und verzehrt werden. Im Internet berichten Frauen, die diese Behandlung ausprobiert haben, dass ihr Haarausfall zurückgegangen ist.

Kräuterkundige Menschen mit historischem Interesse überrascht das nicht. Schon früher wurde Brennesselsamen gesammelt, wenn bei den Frauen der Östrogenspiegel zurückging. Im Mittelalter wurden Brennesselsamen generell als Kräftigungsmittel verabreicht. Die Wirkung soll dermaßen vitalisierend gewesen sein, dass Mönchen und Nonnen die Einnahme von Brennesselsamen verboten wurde. Denn nicht nur den Hormonhaushalt Haare verlierender Frauen sollen die Brennesselsamen beeinflussen, sie sollen den Männern auch zur Luststeigerung dienen und die Samenproduktion anregen.

Darüber hinaus sollen sie alle Körperfunktionen beleben und bei chronischer Müdigkeit und
Leistungsschwäche helfen. Die Brennesselsamen schaffen das, indem sie reich an Vitaminen (A, B, C und E), Kalium, Kalzium und Eisen sind. Sie enthalten Carotinoide und Chlorophyll (gut für einen angenehmen Körpergeruch) und viele weitere wichtige Inhaltsstoffe. Mit Sitosterin und Vitamin E enthalten sie hormonähnliche Substanzen, die bei stillenden Müttern regen sie die Milchbildung anregen sollen und vielleicht auch manche der oben noch beschriebenen Wirkungen erklären. 

brennessel2_flBrennesselsamen sammeln

Brennnesseln und ihre Samen sollten am besten in der Natur gesammelt werden, natürlich an unbelasteten Standorten, also zum Beispiel nicht genau neben dicht befahrenen Straßen. Die Brennesseln blühen vom Juni bis in den Herbst, dann entwickeln sich also die Samen an den hängenden weiblichen Blüten. Sie sollten nur vollreife Samen ernten, die gelblich gefärbt sind, diese haben den höchsten Gehalt an Wirkstoffen.

Wegen der Brennhaare sind auch beim Ernten der Samen Handschuhe empfohlen, die Samen werden einfach vom Samenstand in ein mitgeführtes Gefäß abgestreift. Sammeln Sie an einem unbelasteten Standort, brauchen die Samen nicht gewaschen zu werden. Die Brennesselsamen können in frischer Form eingenommen werden, der Überschuss wird getrocknet. Zum Trocknen können sie auf einem feinmaschigen Tuch ausgebreitet werden. Wenn sie dunkel und trocken aufbewahrt werden, sind sie lange haltbar. 

Als Heilmittel werden sie dann in Joghurt gerührt, man kann die Brennesselsamen aber auch rösten, dann schmecken die eiweißreichen Samen sehr gut auf dem Salat. Auch die ganze Brennessel kann als in vielen Formen zubereitet und genossen werden und tut dann viel Gutes für unsere Gesundheit. Brennesseln enthalten übrigens auch Histamine, diese sind für Allergiker allerdings nicht unbedingt gefährlich, sondern können sogar die Wirkung eines Antihistamins entfalten.