Gedächtnispflanze "Brahmi" - Pflege & Schneiden

menschen29 flDie Gedächtnispflanze hat ihren Namen daher, dass sie in der ayurvedischen und der traditionellen chinesischen Medizin unter anderem zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit verordnet wird. Sie wird auch Kleines Fettblatt oder mit ihrem botanischen Namen Bacopa monnieri genannt. Die Brahmi kann als Zimmerpflanze kultiviert werden, eignet sich als Sumpfpflanze aber auch für Aquarien.

Pflege der Gedächtnispflanze

Die Brahmi braucht einen sonnigen oder zumindest hellen Platz, um gut zu gedeihen. Sie kann ganzjährig als Zimmerpflanze kultiviert werden, verbringt die Sommermonate aber auch

gern auf der Terrasse oder dem Balkon. Bei der Bodenbeschaffenheit ist sie recht anspruchslos, Wasser braucht sie allerdings sehr viel, daher sollte sie reichlich gegossen werden. Weil sie in freier Natur in Sümpfen wächst, gehört die Brahmi zu den wenigen Pflanzen, die Staunässe gut vertragen. Wenn eine Gedächtnispflanze die Möglichkeit hat, kriecht sie über den Boden und wurzelt mit ihren Trieben, sodass sich mit der Zeit ein ganzer Teppich bildet. In einem Topf kann sie daher am besten in einer Hängeampel kultiviert werden. Vom Frühling bis zum Frühsommer bilden sich über Monate kleine weiße bis hellblaue Blüten, die sehr dekorativ sind. Insgesamt wird die Pflanze nur
etwa zehn Zentimeter hoch.

Minustemperaturen verträgt die Brahmi nicht, deshalb sollte sie vor den ersten Nachtfrösten hereingeholt werden. Sie kann dann bei normaler Zimmertemperatur auf einer hellen Fensterbank überwintern und im Frühling wieder nach draußen gestellt werden. Hierbei sollte sie sich langsam wieder an die Sonne gewöhnen können und deshalb zunächst an einen halbschattigen Standort gesetzt werden.

Schnitt und Verwendung des Krauts

Die Spitzen der Triebe können abgeschnitten werden, um sie für einen Teeaufguss zu verwenden. Sie lassen sich frisch wie auch getrocknet verarbeiten. Nach einem solchen Schnitt treibt die Pflanze umso stärker wieder aus, sodass auch weiterhin geerntet werden kann. Um die Ernte noch weiter zu vergrößern, lässt sich die Brahmi aber auch leicht durch Stecklinge vermehren. Hierzu wird ein Trieb von der Pflanze abgeschnitten und in Wasser gestellt, bis er Wurzeln bildet. Danach wird er in einen Topf mit Blumenerde eingepflanzt und immer gut feucht gehalten. Oftmals wurzeln die Triebe aber auch, wenn sie direkt in feuchte Blumenerde gesteckt werden.

Die Brahmi als Heilkraut

Wie der Name Gedächtnispflanze schon sagt, wird das Kraut der Brahmi vorwiegend bei Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit und zur Steigerung der mentalen Leistungsfähigkeit eingesetzt, daneben wirkt es aber auch beruhigend und mindert Angstzustände. Bei körperlichen Problemen wird es vor allem bei folgenden Leiden eingesetzt:
  • Asthma
  • Rheuma
  • Heiserkeit
Aufgrund der Heilwirkung dieser Pflanze werden Extrakte aus den dicken und fleischigen Blättern inzwischen auch als Pulver oder Kapseln im Handel angeboten. Ausgepresst sind sie als Saft erhältlich.