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Der Liebstöckel ist eine aromatische Gewürzstaude, die sonnige Lage und lockere, feuchte, humusreiche und tiefgründige Erde bevorzugt. Als Einzelpflanze geeignet, durch ihre imposante Höhe, die leicht die 2 Meter-Marke erreichen kann. Der Liebstöckel gehört zu den Doldenblütler, sollte man ihn jedoch nicht zur Blüte kommen lassen. Die Ernte der Blätter und Stängel erfolgt zwei- bis dreimal im Jahr. Liebstöckel lässt sich gut durch Trocknen oder Gefrieren konservieren. Zum Trocknen bindet man Büschel die man an einem luftigen Ort aufhängt. Getrocknete Blätter von den Stängeln abstreifen, eventuell zwischen beiden Händen klein reiben und in luftdichten Behältern aufbewahren. Zum Einfrieren
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Blätter und Stängel waschen, klein hacken (wie Petersilie) und in kleinen Portionen einfrieren. Bewährt haben sich Eiswürfelbehälter. Der Inhalt 1 Würfel entspricht 1 Portion Gewürz für etwa 5 Liter Suppe. Die Verwendung sollte sparsam sein damit das kräftige Aroma in den Speisen nicht als dominierend empfunden wird. Liebstöckel verleiht Suppen und Soßen einen feinen Geschmack, der uns an das flüssige Maggi-Gewürz erinnert. Als Würze schmeckt Liebstöckel ausgezeichnet zum Fisch und Geflügel, Meeresfrüchte und Fleisch. Die Blätter zum Würzen müssen mitgekocht werden.
Die Vermehrung kann durch Teilung oder Aussaat erfolgen, wobei größere Erfolge die Vermehrung durch Teilung beobachtet werden konnten, da die Samen leider nicht lange haltbar sind. Bei der Teilung muss beachtet werden, dass jedes Teil eine gesunde und unbeschädigte Triebknospe braucht.
Liebstöckel möchte mit reichlich Kompost, organischem Dünger gedüngt werden, Mulchen wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Benötigt reichlich Wasser, jedoch sollte Staunässe unbedingt vermieden werden. Abstand zu anderen Pflanzen sollte mindestens 1,5 Meter betragen, da Liebstöckel anderen Pflanzen gegenüber wachstumshemmend wirkt (zu hoher Nährstoffbedarf). Als Nachbar zu sich selbst sollte der Liebstöckel mindestens 60 cm Pflanzabstand haben.
Auch die Wurzel vom Liebstöckel kann zum Würze verwendet werden. Die Ernte der Wurzel sollte im September erfolgen. Zum Trocknen wird die Wurzel längs halbiert, und luftgetrocknet. Nach dem Trocknen luftdicht aufbewahren. Doch die Wurzel hat auch noch andere Vorzüge. Sie wirkt antiseptisch mit den ätherischen Ölen, und anderen Bitter- und Harzstoffen, die in der Wurzel enthalten sind.
Die Inhaltsstoffe der Blätter fördern beim Verzehr die Produktion von Galle-, Magen- und Darmsäften und von Speichelflüssigkeit, was dazu beiträgt, dass die Verdauung bereits beim Verzehr angeregt wird.
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