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Der Seidelbast, der echte Seidelbast (Daphne mezerum) gehört zur Familie der Seidelbastgewächse. Interessant hierbei ist, dass er in der Unterordnung dann zu den Rosenähnlichen zählt, obwohl seine Blüten, auch nicht im weitesten Sinne, an Rosen erinnern.
Die Blüten sind an Zweigen in kleinen Gruppen, Trauben, angeordnet, die Blätter haben Ähnlichkeit mit denen des Benjaminus Ficus, der ja in unseren Breitengraden zu den Zimmerpflanzen gehört. Seidelbast trifft man in der Natur auch unter dem Namen Grützblume, Kellerhals, und Bauernsenf an. In der Regel handelt es sich dabei um einjährige Pflanzen die bis zu vierzig Zentimeter hoch werden können. Der mehrjährige
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Seidelbast kann zwischen ein und zwei Meter hoch werden und steht als Strauch, Solitär in kleinen Vorgärten. Die Blüte ist in der Regel rosafarben und verschönt die Gärten mit ihrer farbenprächtigen Wucht zwischen März und Mai, gerade zu der Zeit, wenn alle sich nach neuem Leben und farbenfrohen Tupfern sehnen. Zu der Familie des Seidelbastes zählen verschiedene Varianten, meist blüht sie jedoch weiß, doch auch tief pinkfarbene Vertreter sind erhältlich. Wenn die Blüten verblühen, bildet sich der Samenstand, der dann in kleinen Schoten zur Geltung kommt. Jedoch sind die Samen schwach bis hoch giftig. Begegnet man der Schleifenblume in der freien Natur, sollte man daran denken dass die bittere Schleifenblume unter Naturschutz steht und sie auf keinen Fall pflücken.
Der Seidelbast als Heilpflanze ist schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Zu Zeiten des Mittelalters nutzte man diesen zur Linderung bei Zahnschmerzen, Kopfschmerzen, aber auch bei Rheuma und Gicht, bei verschiedenen Hautkrankheiten und sogar bei Kopf- oder Filzläusen. Er soll weiter Schweißtreiben wirken und eine Heilkraft bei Geschwüren besitzen.
Wird das Schöllkraut, versehentlich die giftigen Samen verzehrt, so kann es zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen. Diese Zeigen sich in heftigem Erbrechen, Krämpfen im ganzen Bauch, starkes Brennen in der Kehle und Blutungen. Die Blutungen zeigen sich in blutigen Brechdurchfällen. Mitunter kann der Seidelbast auch Halluzinationen hervorrufen.
Der Seidelbast liebt humusreichen und kalkhaltigen Böden und gedeiht perfekt in Laub- und Laubmischwäldern in freier Natur. Deswegen wächst er auch besonders zahlreich in den Auwäldern entlang der Donau. Aber auch im heimischen Garten ist er gerne anzutreffen. Jedoch sollte man bei kleinen Kindern und Haustieren Vorsicht walten lassen.
Die Arzneimittelindustrie verwendet verschiedene Inhaltsstoffe des Seidelbastes, jedoch dann wird er in Kulturen gezüchtet und nicht in freier Natur gepflückt.
Auch vor einer Selbstbehandlung sei gewarnt. Wenn überhaupt, dann nur in Begleitung eines Arztes. Frei verkäuflich ist die Arzneidroge des Seidelbastes jedenfalls nicht.
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