Currykraut, Italienische Strohblume - Pflege und Vermehrung

Currykraut nach einem botanischen LehrbuchCurrykraut oder auch Italienische Strohblume genannt, ist ein beliebtes Kraut in der Küche. Der Geschmack ähnelt dem Currygewürz und kann ebenso verwendet werden. Mit dem Aussehen ist das Currykraut außerdem eine schöne Dekopflanze. Die silbrigen Blätter bilden im Herbst eine geniale Kombination mit blühenden Stauden auf der Terrasse, Balkon und im Garten.

In der Regel wird das Currykraut 50 bis 60 cm hoch und blüht von Juli bis August. Die kleinen Blüten duften wie das

Currygewürz und sind zudem herrlich leuchtend gelb. Das Currykraut dient überdies im getrockneten Zustand als Deko und wird deshalb auch Italienische Strohblume genannt.

Aussaat und Vermehrung von Currykraut

Die Samen von dem Currykraut können in der Gärtnerei gekauft oder selbst gewonnen werden. Für die Selbstgewinnung muss die vorhandene Pflanze blühen. Sobald diese verblüht ist, kann der Samen entnommen werden. Sie können die Pflanze auch mit dem Samen stehen lassen und auf eine automatische Verstreuung des Samens hoffen. Damit der Samen keimen kann, benötigt er viel Licht. Säen Sie das Currykraut also am besten im Frühjahr an und verwenden dafür einen Topf. Der Samen wird nur ganz leicht in die Erde gedrückt, wo er sich mit der Erde verbinden kann, aber dennoch genug Licht erhält. Eine helle Fensterbank ist vollkommen ausreichend, damit der Samen keimt. Die Erde sollte mit einer Sprühflasche immer feucht gehalten werden. Würden Sie mit einer Gießkanne an den Samen herantreten, würde dieser beschädigt und könnte nicht mehr keimen. Deshalb verwendet man für diese Situation immer eine Sprühflasche. In den nächsten zwei Wochen sollte dann der erste Keimling zu sehen sein.

Currykraut pflanzen

Das Currykraut ist nur bedingt winterhart. Deshalb sollten Sie sich überlegen, ob vielleicht eine Aussaat im Topf vorteilhafter wäre. Wenn Sie sich für die Aussaat im Topf entscheiden, drücken Sie den Samen nur leicht an und lassen diesen im Topf, wo das Currykraut bleiben soll. Entscheiden Sie sich für die Aussaat im Garten, gehen Sie ebenso vor und drücken den Samen nur leicht in die Erde. Wenn Sie das Currykraut in einem Topf anpflanzen, können Sie diesen auf die Fensterbank stellen und damit lästige Fliegen und Mücken vertreiben. Versuchen Sie außerdem aus dem Currykraut einen wohlschmeckenden Tee zuzubereiten - besonders im Winter ist der Tee ein leicht bekömmlicher und wärmender Genuss.

Die italienische Strohblume benötigt unbedingt einen sonnigen Platz und einen zur Trockenheit neigenden Boden, um das mediterrane Klima zu imitieren. Erst dann kann die Pflanze ausreichend gut wachsen und mit ihrer Schönheit den Garten verzaubern. Im Winter sollte die Pflanze nicht im Freien bleiben, da sie in keiner Weise winterhart ist. Ein guter Ort für den Winter ist die Fensterbank oder ein beheizter Wintergarten.

Pflege der Italienischen Strohblume


Die Italienische Strohblume stammt, wie der Name schon sagt aus dem sonnigen Süden. Aus diesem Grund müssen Sie darauf achten, dass Sie möglichst ein mediterranes Klima schaffen. Viel Sonne und einen zur Trockenheit neigenden Boden sind hervorragende Voraussetzungen, damit das Currykraut gut wächst. Die Pflanze verträgt natürlich keine Staunässe, was erklärt, warum Sie einen eher dichten und festen Boden mit Sand oder Blähton aufwerten sollten. Wenn
type='text/javascript'> googletag.cmd.push(function() { googletag.display('div-gpt-ad-338396151833500595-oop'); });
Sie mehrere Pflanzen im Garten anbauen möchten, benötigen diesen einen jeweiligen Platzabstand von etwa 30 cm. Sobald die Blütezeit vorbei ist, können Sie das Kraut etwas zurückschneiden und für Trockengestecke verwenden. Wenn Sie das Currykraut in aller Schönheit zum Dekozweck einsetzen möchten, müssen Sie das Currykraut bereits schneiden, bevor die Blüten aufgehen.
  • currykraut-ernte-hg-flGießen
Zum mediterranen Klima gehört wenig Feuchtigkeit, deshalb ist der Wasserbedarf der Pflanze sehr gering. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da dass die Strohblume nicht überleben würde.
  • Schneiden und Ernte
Da das Currykraut dem Currygewürz sehr ähnelt, kann es nach der Ernte in den Speisen mitgekocht werden. Sofort entfaltet es seine würzige und aromatische Note. Das Currykraut mitzuessen ist jedoch keine gute Idee, da es kaum kaufähig ist und Magenbeschwerden verursachen würde. Ernten können Sie das Currykraut zum Kochen, wann immer Sie es benötigen. Für das Würzen der Speisen können Sie einzelne Zweige abschneiden und diese den Speisen zugeben. Möchten Sie davon ein Trockengesteck binden, ist es vorteilhaft, wenn Sie bis zur Blütezeit warten und kurz bevor die Blüte aufgeht das Currykraut abschneiden. Ebenso sollte nach der Blütezeit die italienische Strohblume leicht zurückgeschnitten werden. Damit Sie lange etwas von der italienischen Strohblume haben, sollten Sie diese kopfüber an einem geschützten Ort trocknen.
  • Überwintern
Das Currykraut ist nur bedingt zum Überwintern geeignet. Im sonnigen Süden herrschen auch im Winter milde Temperaturen. Das heißt für Sie, dass das Currykraut nur in geschlossenen Räumen mit einer milden Temperatur über den Winter kommt. Denken Sie bei der Aussaat daran das die Strohblume entweder gleich in einen Topf oder Blumenkasten angesät, wird oder dass Sie die Strohblume aus dem Garten nehmen müssen.
  • Vermehrung
Die Currykrautblüten zeigen sich dabei in einem dunklen Gelb mit kugeligen Köpfchen von Juni bis September in Scheindolden. In dieser Zeit ist auch die Vermehrung des Currykrautes von besonderem Erfolg gekrönt: Über das Ziehen von Stecklingen erzielen auch Hobbygärtner einfach und unkompliziert eine Vermehrung von Currykrautpflanzen, beispielsweise für Beeteinfassungen als Heckenkraut oder für die Verbreitung und Dekoration mit Currykraut auf Balkon und Terrasse.

Wissenswertes zu Currykraut in Kürze

  • Das Currykraut ist eine hervorragende Alternative zum Currygewürz und kann ebenso zum Kochen verwendet werden.
  • Die Pflege ist relativ einfach, wenn man der Pflanze viel Sonne gewährt.
  • Für den Winter muss Sie in die Wohnung oder ins Haus geholt werden.
  • Die hellen gelblichen Blüten, die im Sommer zum Vorschein kommen, riechen herrliche nach würzigem Curry und sehen fantastisch aus.
  • Sobald Sie von dem Currykraut ein Gesteck machen möchten, haben Sie auch im Winter ein farbenfrohes Gesteck auf dem Tisch.
  • Zudem vertreibt das Currykraut die lästigen Fliegen und Mücken aus der Umgebung.
Tipps der Redaktion

Nach der Blüte kann der Currystrauch kräftig zurückgeschnitten werden, in der Küche landen hierfür jedoch nur die jungen Blätter und Triebe. Der Rest kann für hübsche Trockengestecke und -sträuße genutzt werden oder um kräuterlastige Dekorationen anderer Art zu erstellen (z.B. Kränze binden). Auch für den Formschnitt ist das Currykraut geeignet.

Dekorativ macht sich das Currykraut sowohl in Kübeln als auch im Beet. Bei der Pflanzung im Beet ist jedoch zu beachten, dass diese Pflanze ursprünglich aus südlicheren Breiten stammt und somit nicht als winterhart anzusehen ist. Die Anpflanzung im Kübel sollte zusammen mit dem Oleander in einem kühlen, nicht zu hellen Winterquartier verbringen. Ältere Pflanzen dieses Krautes sind dabei schon etwas strapazierfähiger: Gut geschützt durch eine Mauer oder eingepackt in Pflanzenschutzmaterialien für Rosen oder nicht winterharte Kübelpflanzen übersteht das schon mehrere Jahre alte Currykraut auch die gemäßigten Winter unserer Breiten.

Bildquelle: Otto Wilhelm Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gera 1885.