Kresse anpflanzen - Pflanzen auf Watte

Kresse auf WatteKresse, auch Gartenkresse genannt, ist ein einjähriges Kraut, welches vor allem frisch in der Küche Verwendung findet. Durch seinen scharfen, leicht an Senf oder Rettich erinnernden Geschmack, und seinen hohen Vitamin C Gehalt, ist das Kraut äußerste Beliebt und findet rund ums Jahr seinen Einsatz in vitaminreichen, frischen Gerichten.

Durch sein schnelles Wachstum und seine unkomplizierte Art ist es die ideale Vitaminbombe in der Küche. Erhältlich sind Kressekeimlinge das gesamte Jahr über in kleinen Schächtelchen im gut sortierten Supermarkt. Doch viel

frischer und immer zur Verwendung bereit hat man sie, wenn man sie selber zu Hause aussät. Nicht nur, dass dies sehr einfach geht, es macht auch Spaß und bringt einem ein kleines Stück lebende Natur ins Haus.
Kresse selber anpflanzen - leicht gemacht

Man braucht:
  • eine Schale oder tiefen Teller
  • Watte, Zellstoff oder Küchenkrepp
  • Wasser
  • ein Päckchen Kressesamen
Gartenkresse ist ganz einfach zu säen. Es reicht eine Schale mit Watte oder Küchenkrepp und schon kann es los gehen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Unterlage, auf der die Kresse keimen soll, Wasser gut binden kann, also dick genug ist. Ideal sind mehrere Lagen saugfähiges Küchenkrepp oder etwa einen halben Zentimeter Watte.

KresseDiese Unterlage wird gut mit Wasser getränkt. Im besten Fall füllt man die Schale mehrere Zentimeter mit Wasser, wartet bis sich die Watte vollgesogen hat und gießt das überschüssige Wasser ab. Nun verteilt man den Samen auf der Unterlage. Die Körnchen können dicht aneinander liegen, sollten sich jedoch nicht berühren. Die Samenhülle zieht im Laufe der nächsten Stunden das Wasser an, quillt auf und bildet eine Art Geleeschicht um den Samen herum. Liegen diese zu dicht, behindern sie sich bei der Keimung, kleben aneinander und stören sich gegenseitig beim Wachstum. Ideal ist ein derartiges Aussäen, das zwischen den einzelnen Samen ein bis zwei bis Millimeter Abstand sind.

Nun ist Warten angesagt. Innerhalb von
einem Tag keimen die ersten Samen und man erkennt die feinen Blättchen, die sich entfalten und zum Licht streben.

Pflege und Ernte der gezogenen Kräuter

Etwa eine Woche lässt man die Pflänzchen wachsen. Dabei ist darauf zu achten, dass man sie täglich mindestens einmal gießen sollte. Die Wurzeln und der Untergrund sollten niemals austrocknen. Jedoch wollen die Pflänzchen auch nicht schwimmen. Lieber öfter als zu viel Gießen oder eventuell das überschüssige Wasser vorsichtig abgießen. Nach etwa sieben Tagen ist die Gartenkresse drei bis fünf Zentimeter hoch. Nun kann geerntet werden. Man schneidet die Pflänzchen, soviel wie man benötigt, dicht über den Wurzeln ab. Nicht nur die Blätter, auch die Stiele sind zart und köstlich. Den Rest der Kresse lässt man für spätere Verwendungen stehen und gießt sie wie gewohnt weiter. Die restlichen Kräuter können in den nächsten drei bis vier Tagen geerntet werden.

KresseAlternativen zum Anpflanzen auf Watte und Co

In den letzten Jahren haben sich Keimschalen für Sprossen durchgesetzt, die es im Handel zu erwerben gibt. Diese lassen sich auch hervorragend für Kresse benutzen. Dabei verzichtet man auf die wasseraufsaugenden Unterlagen wie

Watte oder Haushaltspapier, da sich in den Keimschalen kleine Rillen befinden, die das Wasser gut speichern. Die Handhabung der Keimschalen ist ganz einfach. Das Saatgut wird eingefüllt, etwa ein gehäufter Teelöffel. Zwei mal täglich wird frisches Wasser in die Schale gefüllt, welches durch das kleine Abflussloch, bis auf einen Rest abfließen kann. Dadurch werden die Kressesamen und späteren Pflanzen nicht nur gewässert sondern auch gespült, so dass man nach Belieben sogar die gesamten Pflanzen mit Wurzel essen kann.

Eine weitere Möglichkeit ist das ansäen in Erde. Hierbei werden die Pflanzen um einiges größer und können sogar zur Blüte und Ausreifung der Samen gebracht werden.Große Pflanzen schmecken um einiges würziger als Kleine, sind jedoch nicht mehr ganz so zart.

Verwendung in der Küche

Kresse kann man als ganze Pflanze oder fein gehackt verwenden. Nach dem Schneiden sollte sie auf jeden Fall möglichst schnell verzehrt werden, da längere Lagerung die Kräuter welken lässt. Sie verlieren dadurch ihre wertvollen Vitamine und Frische.
Ideal ist Kresse als Belag auf Frischkäse oder direkt auf Butterbrot, als Bestandteil von Kräuterquark und Kräuterbutter oder als Zugabe von Blatt-, Gurken oder Tomatensalat.

Gartenkresse - ein gesunder Genuss mit Heilwirkung
Nicht nur frisch und lecker ist selbstgezogene Gartenkresse, sie kann auch beim Heilen helfen. Unter anderem wirkt sie gegen Frühjahrsmüdigkeit, regt den Appetit und den Stoffwechsel an, stillt Asthma und erleichtert das Atmen. Auch kann sie gegen Harnwegsinfekte eingesetzt werden. Stillende Mütter genießen Gartenkresse wegen ihrer Anregung zur Milchbildung.