Neue und alte Zwetschgensorten - Zwetschgen anbauen

zwetschen-obst flZwetschgen sind eine Unterart der Pflaumen und unterscheiden sich von anderen Pflaumenarten durch ihre ovale und etwas längliche Form und ihre blaue oder blauviolette Farbe.

Zwetschgen eignen sich besonders gut zum Backen wie zum Beispiel für den beliebten Pflaumenkuchen vom Blech, ebenso gut können sie aber auch frisch gegessen, zu Marmelade, Konfitüre oder Schnaps verarbeitet oder eingekocht werden. Bei den Zwetschgen beginnt die Erntezeit der frühen Sorten schon im Juli, während sie bei den späten Sorten bis in den Herbst

andauern kann.

Frühe Zwetschgensorten
  • Die Bühler Frühzwetschge gehört zu den alten Zwetschgensorten und zeichnet sich durch ihre recht frühe Erntezeit aus. Bei ihr reifen die ersten Früchte schon ab Mitte August. Außerdem ist sie recht resistent gegen die Scharka-Krankheit, von der verschiedene Steinobstsorten, vor allem aber Pflaumen und Zwetschgen befallen werden. Bei dieser Virus-Erkrankung, die meist durch Blattläuse übertragen wird, werden die Früchte oft in großem Ausmaß weit vor der Reife vom Baum geworfen.
  • Noch etwas früher reifen die
    Früchte der Zimmers Frühzwetschge, bei ihr kann schon Anfang August mit der Ernte begonnen werden. Sie bildet rotblaue bis dunkelblaue Früchte, die sehr saftig und süß sind. Sie benötigt allerdings im Gegensatz zur Bühler Frühzwetschge, die selbstbefruchtend ist, eine weitere Sorte für die Bestäubung ihrer Blüten.
  • Schon im Juli sind die Früchte der Sorte Hanka reif. Sie sind dunkelblau und stark hellblau bereift. Durch ihren hohen Zuckergehalt sind sie sehr süß. Eine weitere Sorte, die schon zu dieser Zeit geerntet werden kann, ist die Katinka, deren Fruchtfleisch eine gelbgrüne Farbe hat. Ihr Stein lässt sich leicht aus dem Fruchtfleisch lösen, daher bietet sie sich für den ersten Pflaumenkuchen im Sommer an.
Die Hauszwetschge
  • Eine sehr alte Sorte ist die Hauszwetschge, die sich auch heute noch in vielen alten Gärten findet. Sie bildet recht kleine, aber schmackhafte Früchte, die ab Mitte September geerntet werden können. Ein Nachteil dieser alten Zwetschgensorte liegt in ihrer Anfälligkeit für die Scharka-Krankheit, deshalb wird sie gewerbsmäßig nur noch dort angebaut, wo dieser Virus nicht auftritt.
  • Eine ebenfalls spät reifende Sorte, die gegen diese Krankheit jedoch resistent ist, ist die Sorte Elena. Sie trägt dunkelblaue Früchte, die klein bis mittelgroß sind und ein gelbes Fruchtfleisch haben, das sehr saftig ist.
  • Eine neue resistente Sorte ist auch die Presenta, die ab Mitte September bis in den Oktober hinein geerntet werden kann und damit zu den sehr späten Zwetschgensorten gehört. Ihr Fruchtfleisch löst sich leicht vom Stein, daher wird diese Zwetschge gern zum Backen verwendet.
Neue Zwetschgensorten

Bei den neuen Sorten, die in den letzten Jahren gezüchtet wurden, wurde nicht nur Wert auf eine schmackhafte Frucht, sondern auch auf eine gute Resistenz gegen Scharka und andere Krankheiten gelegt. Außerdem findet sich inzwischen in den Baumschulen ein großes Angebot kleinwüchsiger Bäume, die sich auch für einen kleinen Garten eignen.