Geranien- (Pelargonien) Geranien-StecklingeGeranien, sowohl stehende als auch hängende, sind keineswegs nur einjährige Pflanzen, sie lassen sich sehr leicht in der Garage, im Treppenhaus oder Keller überwintern. Hell und kühl muss es nur sein – das ist die einzige Voraussetzung. Aber nicht jeder hat den Platz dazu - und so enden viele Geranien in der Biotonne. Hier bietet sich die Stecklingskultur an: die kleinen Pflänzchen brauchen wenig Platz und man hat Geranien für's nächste Jahr (nach dem Überwintern der Pelargonien)– zum Nulltarif! AnleitungWie funktioniert's? Von einer
gesunden, reichlich blühenden Geranie wird ein ca. fingerlanger Trieb mit vier grossen Blättern knapp unterhalb des letzten Blattknotens abgeschnitten. (Keine Sorge, das Abschneiden von Trieben macht der Mutterpflanze gar nichts aus - ganz im Gegenteil: es regt sie zu neuer Blütenbildung an!) Achten Sie drauf, dass das Schneidwerkzeug absolut sauber ist, um Pilzbefall zu vermeiden. Die untersten, sowie alle ganz kleinen Blätter werden ausgebrochen. Ebenso die Blütenstiele und etwaige Knospen. Nur so kann sich der Steckling mit all seine Kraft der Bewurzelung zuwenden. Nun werden die Ableger zwei Zentimeter tief (nicht tiefer - sonst faulen sie) in Anzuchterde gesteckt und gut angedrückt. Die Wahl des Gefässes ist nicht ausschlaggebend, hier eignen sich Kunststofftöpfe ebenso gut wie Tontöpfe. Auch können für die erste Zeit mehrere Ableger in ein grösseres Gefäss zusammengesetzt werden, sofern die Blätter sich nicht berühren. Sanft angiessen und die nächsten Wochen beständig leicht feucht halten. Zuviel Nass ist schädlich!
Wählen Sie für den Nachwuchs einen hellen Platz: Ost- oder Westfenster ist ideal. Beim Sonnenfenster würden die Kleinen verbrennen – am Nordfenster hätten sie zu wenig Licht. Ungefähr in zwei bis drei Wochen haben sich bereits Wurzeln gebildet. Das erkennt man daran, dass die Triebspitzen dann straff und frisch aussehen.
ÜberwinterungÜberwintert wird bei mässiger Trockenheit nach der Regel: je dunkler umso kühler. Zu Frühlingsbeginn werden die Jungpflanzen schön langsam wärmer und heller gestellt um ihr Wachstum anzuregen - und dürfen nach dem letzten Frost die Blumenkästen beziehen. Tipp: Bei Hängegeranien tut man gut daran gleich beim Einsetzen die Triebspitze zu kappen – so verzweigen sie besser und werden buschiger! Nicht bei allen Pflanzen ist die Stecklingsanzucht so eine Leichtigkeit wie bei den Geranien. Hier muss man nicht einmal - wie bei den meisten anderen Pflanzen - für erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgen! Haben Sie Lust bekommen? Dann legen Sie am besten gleich los, denn der August ist besonders günstig für eine schnelle Bewurzelung. von Vilma-Sonja Zugmaier
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