Schattenblumen - Blumen und Pflanzen für schattige Standorte

Beliebte Schattenblumen: LeberblümchenSchattenpflanzen gedeihen nicht an sonnigen Plätzen. Sie zeichnen sich oft durch üppiges Blattwerk aus. Mit den richtigen Blumen kann ein Schattenplatz aber auch zu einer üppig blühenden Oase werden, denn viele Schattenblumen zeigen überaus dekorative Blüten. Vor allem Stauden kommen mit dem Schatten gut zurecht. Mit etwas Planung erhalten Sie ein blühendes Ensemble Schattenpflanzen über die gesamte Saison. Neben Blumenzwiebeln, die Sie schon im Herbst pflanzen können, kommen für den Schattengarten einjährige Blumen und Gräser und mehrjährige Stauden infrage.


/>Schatten ist nicht gleich Schatten

Schatten wird in einen tiefen Schatten ganz ohne Sonneneinstrahlung und in einen lichten Halbschatten unterschieden. Tiefer Schatten entsteht unter Bäumen, die mit ihrem Blätterdach die Sonnenstrahlen abhalten, an nördlichen Terrassenecken oder hinter Sichtschutzwänden und auf Nordbalkonen. Als halbschattig gelten Lagen, die morgens und abends von der Sonne gestreift werden und eine Sonnenscheindauer von rund drei Stunden aufweisen. Während im Schatten viele Blattschmuckpflanzen für einen interessanten Anblick sorgen, gedeihen im Halbschatten auch mehrere Arten Blühpflanzen. Ein Irrtum ist, dass Schattenplätze weniger gegossen werden müssen. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Tipp: Schattenpflanzen mit großen Blättern und Hortensien haben einen erhöhten Wasserbedarf!

Pflanzvorschläge für den Halbschatten

Das Buschwindröschen ist ein Frühblüher für den Halbschatten zwischen spät austreibenden Stauden und Gehölzen. Es blüht mit kleinen weißen Blüten und gelber Blütenmitte von März bis April und bildet durch Ausläufer dichte Pflanzenteppiche. Das Buschwindröschen wird 10 cm bis 15 cm hoch.
  • Der Waldmeister ist ein Bodendecker. Er wächst im Halbschatten und bildet zwischen Mai und Juli weiße Blütenbüschel aus, die einen intensiven Duft verströmen. Die Staude wird rund 40 cm hoch und liebt einen kalkhaltigen Boden.
  • Das Leberblümchen bildet im Halbschatten einen blauen Blütenteppich. Es zählt zu den Frühblühern und blüht bereits im Februar bis März. Das Leberblümchen sät sich selbst aus und bildet bald dichte Pflanzenteppiche. Es wird rund 10 cm hoch.
Übrigens: Rhododendron füllt den Halbschatten mit seinen dekorativen Blüten in vielen Farbvariationen. Auch das winterharte Alpenveilchen blüht im Halbschatten bis in den Winter hinein und Hortensien mit ihren dekorativen Blütenbällen fühlen sich im Halbschatten wohl. Tipp: Anemonen können im Halbschatten und im Schatten gepflanzt werden.

Für schattige und halbschattige Standorte geeignet: AkeleiPflanzvorschläge für den Schatten

Der Schattenbereich muss nicht trist und öde sein. Viele Blühpflanzen bringen Farbe in den Garten. Maiglöckchen, Bärlauch und Storchschnabel, Veilchen und Taubnesseln kommen ohne Sonne aus.
  • Die Japan Schein-Anemone mit lieblichen weißen Blüten wächst auf einem feuchten, humosen und nicht zu kalkhaltigen Boden. Die Staude blüht zischen Juli und August.
  • Akelei bildet zarte glockenförmige Blüten zwischen Mai und Juni in zartem Lila aus. Die Staude wird zwischen 30 cm bis 40 cm hoch und gedeiht am besten auf einem humosen Boden mit wenig Kalkgehalt.
  • Die Hängende Goldlocke gedeiht im Schatten unter Bäumen und Gehölzen. Mit zarten gelben hängenden glockenförmigen Blüten bildet die Staude dichte Büschel. Sie wird 30 cm bis 40 cm hoch.
Weitere dekorative Schattenpflanzen sind die Herzlilie mit fliederfarbenen Blüten, der Fingerhut in Violett, Blau, Gelb, Rosa oder Weiß und Astilben mit feuerroten federartigen Blütenständen.

Blattschmuckpflanzen

Ganz ohne bunte Blüten kommen Blattschmuckpflanzen für Schatten und Halbschatten aus. Zu ihnen zählt den Gruppe der Farne

mit dekorativen Blattwedeln. Die Blattfarbe variiert von saftigem Grün bis zu Rotbraun oder Grau. Die Funkie ziert ebenfalls dekorative Blätter in grün und weiß. Sie wird bis zu 50 cm hoch. Neben den schmückenden Blättern bildet die Funkie zarte lila Blüten zwischen Juni und August aus. Der Efeu ist eine Kletterpflanze für schattige Bereiche. Die schnellwüchsige Pflanze eignet sich zum Begrünen von schattig gelegenen Hausmauern.

Schattengarten anlegen

Planen Sie für Ihre Schattenbereiche Sträucher, Kletterpflanzen und blühende Stauden ein. Im Hintergrund platzieren Sie die höher wachsenden Gehölze und Stauden. Die Bereiche werden interessant, wenn sich die
Blühphasen der einzelnen Stauden abwechseln. Zuerst blühen Schneeglöckchen, Leberblümchen und Christrosen. In den Sommermonaten blühen im Schatten Sterndolde, Prachtspiere oder die Japanische Krötenlilie. Das Alpenveilchen leuchtet im Schattengarten bis in den Winter. Damit die unterschiedlichen Stauden gut zusammenwachsen, sollten für die Schattenbereich mehrjährige Pflanzen ausgewählt werden, die mit dekorativen Gräsern aufgewertet werden können.

Farbkompositionen für den Schatten
  • grüne Blattschmuckpflanzen passen überall dazu
  • weiße Blüten wirken frisch und neutral
  • Gelb und Organe zaubern warme Reflexe in dunkle Ecken
  • Blau und Violett sorgen in Kombination mit Weiß für erfrischende Kühle
Waldmeister und andere Kräuter kann man als Schattenpflanzen einsetzenEin Kräutergarten im Schatten

Schattenkräuter haben ein frischeres kräftigeres Aroma als sonnenverwöhnte Kräuter. Petersilie, Pfefferminze, Chili, Kerbel, Boretsch, Liebstöckel und Estragon gedeihen im lichten Schatten genauso gut wie Brunnenkresse, Rucola, Schnittluch und Knoblauchrauke. Keine Schattengewächse sind mediterrane Kräuter wie Thymian oder Rosmarin. Kräuter im Schatten benötigen einen humosen Boden. Wenn Sie diese unter Bäume oder Sträucher pflanzen wollen, dann empfiehlt sich eine Bodenverbesserung durch Kompost oder Dünger. Waldmeister, Melisse und Minze zählen zu den sich stark vermehrenden Kräutern. Sie benötigen viel Platz.

Der Sitzplatz im Schatten

Integrieren Sie einen Sitzplatz in den Schatten, den Sie dekorativ mit Schattenpflanzen umrahmen. Es entsteht ein Rückzugsort für heiße Sommermonate der von den Schattenpflanzen mit einem angenehmen Klima und von den Kräutern durch einen intensiven Duft profitiert. Eine pflegeleichte Hecke aus Kirschlorbeer oder Rhododendron umrahmt den Rückzugsort. Planen Sie auch Bodendecker ein. Sie verhindern den Wuchs von Unkraut. Zusätzlich lassen sich schattige Bereiche mit Wasserspielen und Gartendeko aufwerten.

Häufig gestellte Fragen
  • Welche Frühblüher blühen noch auf dem Schattenbeet? - Dazu gehören auch Traubenhyazinthen, Märzenbecher und Hundszahn.
  • Wie lassen sich Farne vermehren? - Farne entwickeln Brutknöllchen. Diese bilden sich auf der Blattunterseite entlang der Mittelrippe und sind ab dem Spätsommer vollentwickelt. Verfahren Sie wie beim Vermehren mit Absenkern oder trennen Sie die Bereiche mit dem Messer ab und pflanzen Sie diesen einen Pflanztopf.
  • Welche Gräser harmonieren mit Blattschmuckpflanzen? - Für den Halbschatten kommt das Japangras infrage. In der Sonne vergilbt es und im dichten Schatten vergrünt es. Japangras wird 30 cm bis 60 cm hoch. Die Riesen-Segge bildet überhängende Samenstände, die auch im Winter ein dekorativer Anblick sind. Sie wird bis zu 140 cm hoch.
Weitere Schattenblumen und -pflanzen

Winterharte Immergrüne
Wer nicht unbedingt Blühpflanzen als Schattenblumen haben möchte, dem seien immergrüne Blattpflanzen empfohlen. Der Buchs, ein Gehölz, das man in die verschiedensten Formen schneiden kann, ist für solche Standorte ideal. Er benötigt keine Sonne. Man kann ihn in vielen verschiedenen Größen kaufen oder aber auch selbst ziehen. Besonders schön macht er sich auch als Hochstamm. Diese Version hat den Vorteil, dass man ihn noch mit blühenden Blumen  unterpflanzen kann. Ebenso gut eignen sich der immergrüne Liguster und kleinblättrige Ilexarten wie der Säulenilex. Auch die Kriechspindel kommt meist gut mit schattigen Standorten zurecht. Die Sorten mit weiß-bunten Blättern eignen sich am besten. Auch die Eibe mag Schatten und kann gut in Form gebracht werden. Besonders die gelbnadligen Sorten machen sich dort gut.

Farne sind als bodendeckende Schattenpflanzen bekanntBlattpflanzen

Blattpflanzen wie Farne und Funkien sind dankbare Kübelpflanzen für schattige Standorte. Funkien blühen dazu auch oft recht auffällig. Purpurglöckchen (Heuchera) sind auch gute Schattenpflanzen. Sie überzeugen durch ihr auffälliges Laub. Die Blüte ist meist unspektakulär, aber die bunten, auffälligen Blätter brauchen keinen zusätzlichen Schmuck. Heucheras gibt es in vielen Farben, von verschiedenen Grüntönen über helles und dunkles Rot bis hin zu Orange. Viele haben dazu noch gemaserte oder gemusterte Blätter, echte Schmuckstücke, die nicht viel Pflege brauchen. Im Winter ziehen viele Blattpflanzen ein oder sie sind dann nicht mehr so ansehnlich.

Winterharte Blühpflanzen

Rhododendron, Hortensien (mit Winterschutz), Goldfelberich, Astilben gehören zu den Schattenpflanzen, die in der Regel ganz gut über den Winter kommen. Ein wenig Winterschutz schadet nicht und kann auch recht dekorativ wirken, wenn man sich etwas einfallen lässt.

Nicht-winterharte Blühpflanzen

Fuchsien sind wohl die Blühpflanzen, die am besten mit schattigen Standorten zurechtkommen. Es gibt sie in vielen Farben. Wunderschön sind vor allem die Sorten mit den fast faustgroßen Blüten, allerdings sind diese auch etwas empfindlicher. Fuchsien brauchen ein gutes Winterquartier, sollen sie im nächsten Jahr wieder mit ihren zahllosen Blüten erfreuen. Auch Schönmalve, Japanische Aukube, Begonien, Engelstrompete, Kamelien, viele Clematissorten, Federbusch, einige Hortensien, Fleißiges Lieschen, Berglorbeer, Petunien, Lorbeermispel, Primeln, Enzianstrauch, Enzianbaum, Schöne Leycesterie und Feuerdorn sind geeignet. Manche Schattenblumen kann man auch sonniger und heller stellen, sie sind aber recht genügsam und kommen auch mit Schatten zurecht.

Fazit der Redaktion

Am besten für einen schattigen Eingangsbereich eignet sich ein Hochstamm-Buchs oder etwas ähnliches. Da durch den dünnen Stamm viel Platz im Kübel verbleibt, kann man blühende Saisonpflanzen einsetzen. Im Frühling nimmt man beispielsweise Primeln, im Sommer Fleißige Lieschen, im Herbst bunte Heucheras und für den Winter farbige oder weiße Christrosen. So hat man rund ums Jahr einen schönen Schmuck am Eingangsbereich des Hauses.