Kalifornischer Mohn - Aussaat, Anzucht und Pflege

Beim Gedanken an eine Mohnblume stellen sich die meisten Menschen zuerst eine zarte, sich im Wind wiegende hellrote Blüte vor, irgendwo am Wiesenrand, oder mit unzähligen ihrer Artgenossen in einem sattrot leuchtenden Blütenmeer.

Hierbei handelt es sich jedoch um Klatschmohn. Sicherlich eine nicht minder attraktive Blüte, jedoch eignet sich diese nur bedingt für die Gestaltung eines dekorativen Blumenbouquets in der Vase. Denn die schönen, roten Blütenblätter fallen schon beim leisesten Windzug ab.

Die Sonne Kaliforniens lässt grüßen

Der blühende, ebenfalls wunderschöne Kalifornischer Mohn hingegen fasziniert den Betrachter

mit seinen auffällig kräftigen gelb- bis orangefarben Kronblättern. Typisch für die Familie der Mohngewächse sind die vier großen Blütenblätter, die im Knospenstadium von zwei Kelchblättern umhüllt und dadurch geschützt werden.

Beim Öffnen der Blüte fallen diese Kelchblätter ab. Wie der Name schon verrät, hat der Kalifornische Mohn seinen Ursprung in Kalifornien und anderen Gebieten der Vereinigten Staaten von Amerika. Verbreitung hat er jedoch auch in Europa gefunden sowie in Südafrika und Australien.

Wegen seiner auffällig leuchtenden Farbe trägt er auch den Beinamen Goldmohn. Ebenso wird er als Schlafmützchen bezeichnet, was daher rührt, dass die noch geschlossene Blütenknospe mit ihren beiden aufgesetzten Kelchblättern an die Form einer altertümlichen Schlafmütze erinnert.

Der Samen und die Aussaat des Kalifornischen Mohns

In den vergangenen Jahrhunderten hat sich der Kalifornische Mohn weit verbreitet. Er wurde nicht nur in verschiedenen Regionen als Gartenpflanze kultiviert, zugenommen hat ebenso seine Eigenverbreitung.

Auch in Deutschland ist der gebietsfremde Kalifornische Mohn inzwischen als eingebürgert zu betrachten. Die herrliche Blütezeit des Kalifornischen Mohns reicht vom Monat Juli bis zum September, wobei zu bemerken ist, dass
die Blütenblätter nur bei Sonnenschein geöffnet bleiben. Nachts oder bei Regen und trübem Wetter schließen sich die Mohnblüten.

Für die Bestäubung benötigt der Kalifornische Mohn Insekten, die er aufgrund seiner auffälligen Farbe in großer Zahl anlockt.

Der Sommer - die beste Zeit für unterschiedliche Mohnsorten

Ab August beginnen die Samen in den für Mohnarten typischen harten Kapselfrüchten zu reifen. Der Kalifornische Mohn bildet lange dünne, zylinderförmige Schoten, in deren Mitte etwas verdickt. Sie besitzen nur eine Kammer und können bis zu zehn Zentimeter lang werden.

Nach dem Reifen, etwa im September, öffnen sich die kahlen Schotenfrüchte an ihren Längsseiten. Jetzt können sich die ungefähr 1,5 bis 1,8 Millimeter langen, netzförmig gemusterten Samen mit Hilfe des Windes oder durch Tierstreuung verbreiten.

Zahlreiche braun bis schwarze, in ihrer Form elliptische Samenkörner treten aus den reifen Schoten aus und sorgen neben der Windausbreitung mit ihrer Selbstaussaat ebenfalls für die Vermehrung des Kalifornischen Mohns. Die Samen der Mohnpflanzen enthalten ölige Substanzen.

Der Kalifornische Mohn lässt sich auch zu pharmazeutischen Zwecken nutzen, daher findet er in der heutigen Zeit vorwiegend Anwendung in Pflanzenheilkunde und Homöopathie. Darüber hinaus eignet er sich als Weidepflanze für Bienen sowie zur städtischen Straßenrandbegrünung.

Welche Pflege benötigt Kalifornischer Mohn?

Diese Pflanzenart benötigt neben einem durchlässigen, eher nährstoffarmen Boden vor allem viel Licht. In maritimen Lagen, also in der Nähe des Meeres, ist Kalifornischer Mohn oft anzutreffen, denn hier ermöglichen sandige Böden und intensive Lichteinstrahlung sehr gute Wachstumsbedingungen.

Auch auf lehmhaltigen

Böden, wie sie beispielsweise an Böschungen oder an Rändern von Ackerland vorkommen, ist der Kalifornische Mohn anzutreffen. Als kahle einjährige Pflanze lebt er besonders in trocknen Regionen oder dort, wo kalte Winter vorherrschen. Kälteverträglich ist Kalifornischer Mohn etwa bis minus 10 Grad Celsius.

Aufgrund seiner Fähigkeit zur Selbstausbreitung kann sich der Kalifornische Mohn immer wieder erneuern. Unter günstigen Bedingungen bildet die krautige Pflanze eine tiefe Pfahlwurzel und kann dadurch mehrjährig werden.

Diese kräftige Pfahlwurzel überlebt auch heiße Sommer, selbst wenn die Pflanze oberirdisch abstirbt. Kalifornischer Mohn eignet sich nicht als Schnittblume, jedoch zur Kultivierung - besonders im trockenen Steingarten mit sandigen Böden.