Polsterstauden - Arten, Pflanzen und Pflege-Tipps

Schleifenblumen bilden schöne BlütenpolsterPolsterstauden lassen sich in vielen Gärten finden. Sind werden sehr gerne zum Einsatz gebracht, um größere Flächen damit zu begrünen. Bei den Pflanzen handelt es sich um bodennahe Pflanzen, die kleine Blüten in großer Anzahl ausbilden und so eine flächendeckende Bepflanzung garantieren.

Bunte Staudenkissen für jede Gelegenheit

Neben dem Einsatz im Garten werden diese Pflanzen auch gerne zur Grabpflege eingesetzt, da sie sehr anspruchslos und robust sind. Ideal also für all jene Stellen, die nicht permanent bewirtschaftet werden können.

Ob Garten, Grabpflege oder doch die Bepflanzung von Trockenmauern - Polsterstauden haben viele Einsatzgebiete. Die tollen Farbmöglichkeiten, die sich hier bieten, dürften jeden Geschmack ansprechen.  

Polsterstauden - Arten

Polsterpflanzen gibt es in vielen Ausführungen und Farben. Besonders beliebt sind Blaukissen, Immergrüner Moossteinbrech, Polsterphlox, Hornkraut oder auch der Oktober Enzian und die Pfingstnelke. Hinzu kommen Teppichschleierkraut und Schleifenblume.
  • Schleifenblume: Die Schleifenblume weist beispielsweise ein gut bewachsenes weißes Blütenpolster auf, welches durchaus einmal eine Höhe von 30 cm erreichen kann. Damit gehört die Schleifenblume zu den höchsten Polsterstauden, die momentan bekannt sind. Das Besondere an dieser Art ist die Tatsache, dass sie auch im Winter grün ist und somit auch in der kalten Jahreszeit einen Farbklecks in jeden Garten bringt.
  • Teppichschleierkraut: Das Teppichschleierkraut blüht unter anderem in den Farben Rosa und Weiß. Es breitet sich aus wie ein Teppich und ist daher hervorragend dafür geeignet, auch größere Flächen damit zu bepflanzen. Die kleinen Blüten können von Juni bis weit in den Spätherbst hinein bestaunt werden.
  • Pfingstnelke: Bei der Pfingstnelke handelt es sich um eine Polsterstaude, die in den Farben Rosa, Weiß und Hellpurpur begeistert. Die Blütezeit ist im Mai und im Juni. Besonders interessant ist das Laub der Pfingstnelke. Dies erstrahlt in einem Stahlblau, sodass auch außerhalb der Blütezeit eine tolle Farbgebung gegeben ist. In der freien Natur wird man die Pfingstnelke in der Regel in steinigen und felsigen Gegenden finden. Soll die beliebte Pflanze im Garten wachsen, wäre es schön, wenn entsprechende Voraussetzungen geschafft werden könnten.
  • Steinbrech gehört zu den bekannten PolsterpflanzenOktober Enzian: Der Oktober Enzian besticht mit seinen schönen blauen Farben. Doch das schöne Blau hat auch seinen Preis. So ist diese Art der Polsterstauden sehr anspruchsvoll. Es gelingt daher nur wenigen Gartenfreunden, diese Pflanzen im Garten zu kultivieren. Damit dies gelingen kann, sollte der Boden sauer sein und möglichst viele Nährstoffe enthalten.
  • Hornkraut: Das Hornkraut ist eine der bekanntesten Polsterstauden. Es besitzt nicht nur ein silbernes Laub, sondern auch weiße kleine Blüten. Diese sind im Mai und im Juni zu sehen. Besonders gut wächst das Hornkraut an Mauern und an schattigen Plätzen. Auch im Bereich der Wasseraufnahme ist das Hornkraut sehr genügsam. Ein wenig Wasser reicht aus, damit das Kraut gut wächst.
  • Polsterphlox: Von April bis Mai können die zweifarbigen Blüten der Polsterphlox bewundert werden. Damit die Pflanze sich nicht zu sehr wuchert, können die Triebe ohne Schaden an der Pflanze abgeschnitten werden. Diese Pflanze wächst besonders gut auf Sandboden oder auf einfachem Gartenboden. Ein regelmäßiges, aber nicht zu intensives Gießen wird empfohlen.
  • Immergrüner Moossteinbrech: Immergrüner Moossteinbrech ist in den unterschiedlichsten Farben erhältlich. Im Mai und im Juni erblüht diese Pflanze unter anderem in den Farben Rosa, Weiß oder

    in einem kräftigen Rot. Besonders wohl fühlt er sich in Steingärten, die nur wenig bewässert werden. Nach
    der Blüte sieht der Moossteinbrech dank seiner grünen Farbe auch weiterhin schön aus. Allerdings fehlen die Farbkleckser, so dass diese Pflanze dann nur noch in einem satten Grün erstrahlt.
  • Blaukissen: Eine der bekanntesten Steingartenpflanzen ist das Blaukissen. Es blüht von April bis Mai in den verschiedensten Farben. Besonders beliebt sind die Farben Karminrot, Helllila oder auch Weiß. Damit ein schöner Teppich entstehen kann, sollten mehrere Pflanzen gepflanzt werden. Diese verwachsen miteinander und bilden dann einen schönen dichten Teppich.

Tipp: Polsterstauden lassen sich nur bedingt vermehren. Daher sollte man die Pflanzen im Gartenfachhandel nachkaufen, wenn wieder Neue benötigt werden. Es ist weniger aufwendig und auch kein großer Kostenfaktor. Die Auswahl ist zudem recht groß, so dass ein schöner bunter Teppich an Pflanzen erstellt werden kann.

Pflege-Tipps

Polsterstauden werden im besten Falle in den Monaten März bis Mai oder aber auch September bis Oktober gepflanzt. Bevor dies aber geschehen kann, muss geklärt werden, wo die Stauden hingepflanzt werden sollen. Da Polsterstauden eine unkomplizierte Umgebung benötigen, ist ein Steingarten, eine Mauer oder aber auch ein schattiger Platz die beste Lösung. Einige Polsterstauden breiten sich recht gut aus, sodass die Pflanzen nicht allzu eng gepflanzt werden müssen. Lediglich ein wenig Geduld muss aufgebracht werden, damit die Pflanzen einen schönen Teppich bilden. Nach der Blüte besitzen die meisten Polsterpflanzen kräftige Laubfarben, so dass auch hier ein Farbtupfer vorhanden ist.

Polsterphlox gedeiht flächendeckend auf Sand- und GartenbodenGegossen werden müssen die Polsterstauden nur mäßig. Es darf sich keine Staunässe bilden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass der Boden nicht allzu sehr austrocknet. Auch wenn die Pflanzen recht gut in einem Steingarten wachsen, bedeutet dies nicht, dass sie völlig ohne Wasser auskommen. Im Frühjahr ist es wichtig, dass der Boden rund um die Polsterstauden aufgelockert wird. Gegossen werden sollte in den frühen Morgenstunden oder am späteren Abend, damit das Wasser nicht gleich verdunstet und ausreichend Zeit hat, in den Boden ein zu sickern. Um die Polsterstauden gut über den Winter zu bringen, können sie während der Wintermonate etwas abgedeckt werden. Stroh oder auch Laub eignet sich besonders gut dafür. Tipp: Polsterstauden werden nur bedingt und bei Bedarf verschnitten. Im besten Falle werden nur de Außenbereiche begradigt, damit sich die Pflanzen nicht allzu sehr ausbreiten.

Häufig gestellte Fragen
  • Wo wachsen Polsterstauden am besten? - Polsterstauden benötigen keinen besonderen Platz. Sie wachsen im Vorgarten, Steingarten und auf dem Grab ebenso wie an Steinmauern.
  • Wann blühen Polsterstauden? - Polsterstauden blühen im Frühjahr in vielen unterschiedlichen Farben. Nach der Blüte kann man sich am Laub erfreuen.
  • Wie muss gegossen werden? - Polsterstauden verlangen nicht nach allzu viel Wasser. Wenn gegossen werden muss, dann sollte dies am frühen Morgen oder am späten Abend geschehen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht.
Wissenswertes zu Polsterstauden in Kürze
  • Polsterstauden werden besonders gern für Steingärten verwendet. Sie machen sich aber auch gut als Unterpflanzung, als Weg- und Beeteinfassung, für Trockenmauern und bei Grabbepflanzungen.
  • Sie wachsen zu Kissen oder Teppichen zusammen, können aber auch aus Ritzen und Fugen quellen und Steine überwallen. Sie bilden wunderschöne Blütenpolster.
  • Sie werden meist als Bodendeckerstauden verwendet. Polsterstauden machen Unkraut Konkurrenz, da sie viel Fläche abdecken. Sie erzielen in Pflanzen-Teppichen die beste Wirkung.
  • Die meisten Polsterstauden lieben einen sonnigen Standort. Viele wachsen aber auch im Halbschatten.
  • Die meisten Polsterstauden kommen mit mageren Böden gut zurecht. Er muss nur durchlässig sein, damit sich die wärmeliebenden Wurzeln flach ausbreiten können.
  • Beim Pflanzen zu beachten ist der Pflanzabstand. Er sollte 30 bis 40 cm betragen.
  • Trockenmauern kann man auch mit Polsterstauden bepflanzenZwar sieht die Pflanzung in den ersten beiden Jahren noch etwas spärlich aus, aber die Stauden wachsen schnell zusammen und die Wirkung ist dann eindrucksvoller.
  • Die Pflanzen sind oft sehr genügsam. Sie kommen mit wenig Wasser und wenig Dünger zurecht.
  • wenn die Polster zu groß werden, kann man sie teilen. Das macht man am besten nach der Blüte. So kann man die Stauden leicht vermehren.
  • Das Vermehren gelingt aber auch durch Stecklinge. Nach dem Neupflanzen muss ausreichend gewässert werden.
  • Alle Polsterstauden sollten nach der Blüte zurück geschnitten werden, um ein Verkahlen und zu starkes Ausbreiten zu verhindern. Man schneidet etwa 1/3 bis 1/2 der Pflanze weg.
  • Besonders schöne Polsterstauden sind Blaukissen, Steinkraut, Gänsekresse, Schleifenblume, Zwergschwertlilien, Polsterphlox, Hornkraut, Grasnelke, Enzian, Moossteinbrech und Stachelnüsschen.