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Roseneibisch - Pflege, Schneiden, überwintern

Der Gartenhibiskus (Hibiskus syriacus) gehört zu beliebtesten Pflanzen und hat auch seinen Einzug in deutsche Gärten bereits vor längerer Zeit gehalten. Und dass, obwohl er nicht ganz einfach zu pflegen ist, denn er ist recht empfindlich. Er wird meist einfach nur als Hibiskus angeboten, er wird ...



aber auch Winterharter Hibiskus, Syrischer Eibisch oder Strauch-Eibisch genannt. Wobei sich die Geister bei den Bezeichnungen der einzelnen Hibiskusarten unterscheiden. Oftmals liest man auch Roseneibisch, andere meinen, das wären verschiedene Arten. Der bekannteste Hibiskus ist jedoch der Gartenhibiskus, da er als einzige Art winterhart ist.

Er wird 100 bis 150cm hoch und kann ebenso breit werden.  Sie blüht von Juli bis Oktober mit ganz typischen, trichterförmigen Blüten in violett, rosa, weiß, auch mehrfarbig.

Standort

Der Hibiskus ist ein Sonnenliebhaber und genießt einen Standort in der vollen Sonne. Halbschatten wird toleriert, wenn der Standplatz richtig warm ist. Er möchte gerne einen geschützten Platz, an dem er nicht zu sehr von anderen Pflanzen bedrängt wird. ...



Da der Eibisch hohe Luftfeuchtigkeiten genießt, ist ein Platz nahe einem Gartenteich oder Bachlauf ideal.

Was den Boden angeht, ist er nicht sehr wählerisch und kommt mit jedem normalen Gartenboden zurecht, der allerdings nährstoffreich und gut durchlässig sein sollte, damit das Wasser vernünftig abfließen kann. Denn Staunässe mag der Eibisch überhaupt nicht. Ansonsten sollte die Erde vor allem während der Blütezeit gleichmäßig feucht gehalten werden. Ist sie zu trocken, werden keine Blüten gebildet.

Der beste Pflanzzeitpunkt ist das Frühjahr oder der Herbst bis maximal Ende September, damit der Roseneibisch noch vor dem Winter genug Gelegenheit hat, einzuwurzeln.

Pflege

Vor allem an warmen Tagen im Sommer benötigt der Hibiskus sehr viel Wasser, der Boden sollte stets leicht feucht gehalten werden, was mitunter ein tägliches gießen erforderlich macht. Dabei am besten aber nur den Boden tiefgründig wässern, das Wasser wenn möglich nicht über Blüten und Blätter laufen lassen, da das sonst unansehnliche braune Lecken hinterlassen kann.

Von etwa April bis Oktober mag der Eibisch eine 2-3wöchentliche Düngung. Es reicht ihm auch die Ausbringung von reifem Kompost oder die Gabe von Langzeitdünger am Anfang der Wachstumsperiode im Frühjahr.

Es empfiehlt sich, Verblühtes immer herauszubrechen. Das rausbrechen verträgt er besser als das abschneiden und es können vor allem auch direkt unter den alten Blüten neue entstehen, die beim abschneiden mit entfernt werden würden. Macht man dies nicht, werden Samenkapseln gebildet, die der Pflanze viel Kraft rauben.

Schneiden

Der Hibiskus verträgt einen Rückschnitt nicht nur gut, er fordert ihn auch, um nicht zu vergreisen. Daher sollte er einmal im Jahr am besten im Winter kräftig zurückgeschnitten werden. Da der Roseneibisch nur am einjährigen Holz blüht, bildet er ohne Rückschnitt nur sehr wenige Blüten und wächst ausgesprochen sparrig. Der letzte Termin für einen Rückschnitt sollte der März sein, vor dem Neuaustrieb, da man ansonsten im selben Jahr auf die Blüten verzichten muss.

Überwintern

Konnte der Roseneibisch vor dem Winter genug einwurzeln und ist gut angewachsen, machen ihm Minusgrade nichts mehr aus. Vor allem noch junge Pflanzen sind dennoch für einen leichten Winterschutz mit Laub oder Reisig dankbar, vor allem bei Barfrost (Frost ohne Schnee).

Probleme

Insgesamt ist der Eibisch recht empfindlich. Er nimmt zu wenig Wasser, Staunässe und einen Nährstoffmangel recht schnell übel und nicht selten ist die Pflanze dann auch nicht mehr zu retten.
Werden die Blätter von den Blattspitzen angefangen braun und fallen ab, ist es meist ein Zeichen von Staunässe, Trockenheit, Nährstoff- oder auch Lichtmangel. Um Staunässe auszuschließen, sollte man die Wurzeln teilweise vorsichtig freigraben. Sind sie braun und matschig, ist der Boden zu verdichtet und muss dringend aufgelockert werden. Diese faulenden Wurzelteile sollten bis zu den normalen, festen, weißen Wurzeln entfernt werden. Ob er sich erholt, ist jedoch nicht gewiss, denn der Hibiskus nimmt solche Pflegefehler leicht krumm. Konnten Trockenheit und Lichtmangel ausgeschlossen werden, sollten alle 2-3 Wochen mit einem handelsüblichen Dünger Nährstoffe zugeführt werden.

Wenn die Knospen oder Blätter plötzlich abfallen, ist es in der Regel Anzeichen für Trockenheit. Bekommt die Pflanze nicht genug Wasser, wirft sie die Knospen und Blätter ab, um den Wasserbedarf zu mindern. Meist werden die Blätter gelb und fallen dann ab, deutliches Indiz ist, wenn der Hibiskus von unten her verkahlt.

Vermehrung

Der Hibiskus lässt sich über Wurzelstecklinge vermehren, wobei dies ein wenig Geduld erfordert. Dabei werden die Stecklinge in einer Länge von ca. 5 bis 8cm abgeschnitten und mit etwas Erde bedeckt. Die Stecklinge sollten komplett bedeckt sein, aber nur mit einer dünnen Erdschicht. Sie sollten in einem gesonderten Beet abseits von anderen Pflanzen gesetzt werden, um nicht bedrängt zu werden und sich gut entwickeln zu können.

Dabei den Boden nicht zu sehr austrocknen lassen und im Winter mit etwas Reisig abdecken. Der beste Zeitpunkt zum schneiden von Wurzelstecklingen ist der März. Allerdings brauchen so gezogene Pflanzen zwei Jahre, bis sie sich ordentlich entwickelt haben.



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