Türkischer Mohn, Türkenmohn - Pflege & Schneiden

mohnblumen2 flDer Türkische Mohn mit der lateinischen Bezeichnung Papaver orientale M.Bieb gehört zur Gattung der Mohngewächse und wird häufig auch als Orientalischer Mohn bezeichnet.

An dieser mehrjährigen Pflanze wachsen in der Zeit von Mai bis Juli wunderschöne, leuchtend-rote, leicht zerknitterte Blüten, die durchaus zehn bis fünfzehn Zentimeter groß werden können.

Überdies ist der Türkische Mohn auch in weiß, orange, gelb oder lachsfarben zu finden. Auch die Blätter sind ein Hingucker: grünlich und noch dazu leicht behaart, unterscheiden sie sich optisch erheblich

von vielen anderen Pflanzenarten. Im Übrigen ist Vorsicht geboten, denn sie sondern einen giftigen Saft ab. (Dieser ist aber nicht vergleichbar mit dem Morphin des Schlafmohns.)

Interessant diesbezüglich ist auch, dass die Blätter unmittelbar nach der Blütezeit welken, jedoch zum Herbst erneut heranwachsen. In der Tat eine wundervolle Pflanze. Zu den hierzulande besonders beliebten Sorten zählen vor allem der rote Feuerriese sowie die lachsfarbene Catharina oder auch die wunderschöne Beauty of Livermere.

All‘ diese Arten beeindrucken durch ihre intensive Farbgebung sowie ihre leuchtenden Flecken. Faszinierend, was die Pflanzenwelt in ihrer Fülle zu bieten hat.

Der Türkische Mohn - in aller Herren Länder zu Hause

Selbst die Wuchshöhe des Türkischen Mohns ist beachtlich: siebzig bis 110 Zentimeter sind in diesem Zusammenhang keine Seltenheit. Der Kaukasus, aber auch Armenien, sowie große Bereiche Vorderasiens gehören zur Heimat dieses Gewächses.

Vor etwa dreihundert Jahren wurden sie auf unterschiedlichen Handelswegen auch in hiesige Gefilde transportiert. An den Herkunftsländern ist übrigens schon ansatzweise die bevorzugte Lebensweise der Pflanze erkennbar: der Türkische Mohn mag es warm, sonnig und nährstoffreich; er will aber dennoch nicht allzu häufig gegossen werden.

style="font-weight: bold;" />Der Türkenmohn fühlt sich selbst in der Blumenvase wohl

Je schöner, kostbarer und eindrucksvoller eine Blüte erscheint, desto weniger Freude hat man an ihr, wenn sie erst einmal als Schnittblume in der Vase endet. Anders hingegen beim so genannten Türkenmohn. Denn wenn dessen Blüte im früh-knospigen Zustand geschnitten wurde, hält sie bis zu drei Wochen.

Sicherlich ist diesbezüglich ein regelmäßiger Wasserwechsel von Vorteil. Auch die Zugabe von Zucker als künstlicher Pflanzennährstoff hat sich in dieser Hinsicht bereits als hilfreich erwiesen. Floristen und Botaniker empfehlen außerdem, die Schnittblumen an jedem zweiten Tag schräg anzuschneiden und die Schnittstelle im Anschluss daran kurz mit heißem Wasser zu benetzen.

Dies trägt nämlich maßgeblich dazu bei, dass die Leitungen im Stängelinneren zu einem rascheren Nährstofftransport angetrieben werden, was letztendlich auch zu einer längeren Haltbarkeit der Blüte führt.

Die Zeit des Rückschnitts, der Hochsommer

Sobald nach der Blütezeit die Zeit gekommen ist, dass Stängel und Blätter gelblich-braun geworden sind, kann der Rückschnitt des Türkischen Mohns erfolgen. Dann heißt es, die verblühten Stängel bis circa zehn Zentimeter über dem Boden zurückzuschneiden. Mit der Zeit wird auch das Laub grau-bräunlich und es zieht ein.

Größere Pflanzen sollten bei Bedarf notfalls an Holzleisten oder speziellen Pflanzenstützen befestigt werden. Auf diese Weise wird eine gewisse Stabilität gewährleistet. Sobald zum Herbstanfang die Pflänzchen neu austreiben, empfiehlt es sich, diese empfindlichen Gewächse mit einer nährstoffhaltigen Kompostschicht zu umgeben.

Somit wird ein mögliches

Erfrieren des jungen Türkenmohn verhindert. Wer zusätzlich nach Einbruch des Winters die Pflanze mit luftdurchlässigen Stoffen, mit Holzwolle oder Reisig abdeckt, trägt überdies entscheidend zum effizienten Frostschutz bei.

Weil der Türkische Mohn üblicherweise sehr anfällig für Pilzkrankheiten ist, sollte ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, dass der Boden niemals zu nass ist. Denn durch Staunässe fault das Wurzelwerk der Pflanze in der Regel sehr rasch und wird im Zuge dessen umso empfindlicher gegen Viren- und Bakterienbefall.

Weil das Gewächs mit der Zeit sehr lange Wurzeln ausbildet, die so genannten Pfahlwurzeln, sollte schon frühzeitig der passende Standort für die Pflanze gewählt werden. Denn ein (mehrmaliges) Umsetzen ist infolge dessen nur noch schwerlich möglich.