Madonnenlilie (Lilium candidum) – Pflege
Die Madonnenlilie gilt wegen ihrer reinen weißen Blüten als Marienpflanze und bekam auch daher ihren Namen. Sie hat Ähnlichkeit mit der Königslilie (Lilium regale), ist aber in der Pflege etwas anspruchsvoller.
Auch als Schnittpflanze ... ist sie gut geeignet, sie hält sich bis zu zwei Wochen in einer Vase. Ihre Heimat liegt im östlichen Mittelmeerraum, wo sie sogar auf sehr trockenen und harten Lehmböden wächst.
Pflege der Madonnenlilie (Lilium candidum)
Die Madonnenlilie wird schon im späten Sommer, also im August oder September gepflanzt, damit sie im darauf folgenden Jahr blüht. Sie braucht einen Boden, der reich an Nährstoffen, durchlässig und etwas kalkhaltig ist und kann in der Sonne oder im Halbschatten gepflanzt werden. Auch ein geschützter Standort ist hilfreich, damit die Blüten bei starkem Wind nicht zu sehr leiden. Die Madonnenlilie wächst gut auf einem feuchten Boden, zu nass sollte er allerdings nicht sein. Dort wird die Zwiebel etwa fünf Zentimeter tief in ...
den Boden gelegt und mit Erde bedeckt. Mehrere Zwiebeln brauchen dabei untereinander einen Abstand von 10 bis 15 Zentimetern.
Die ersten Blätter sprießen schon kurz nach der Pflanzung aus dem Boden, doch erst im nächsten Frühling wächst der Blütenstiel, der zwischen 50 und 130 Zentimeter hoch wird. Zwischen Juni und August bilden sich daran Trauben mit bis zu 20 weißen, stark duftenden Blüten, deren Pollen goldgelb sind. Danach legt die Pflanze eine kurze Pause ein und bildet dann einen Blattschopf, über dessen Blätter sie Nährstoffe für den Winter aufnimmt. In dieser Zeit, wenn die Lilie verblüht ist und ihre Blätter eingezogen hat, kann sie notfalls auch umgepflanzt werden. Aus dem im Herbst gewachsenen Blattschopf bildet sich dann im Frühjahr der neue Blütenstiel. Eventuell blüht die Lilie nicht gleich im Jahr nach der Pflanzung, sondern erst nach zwei Jahren, was aber nicht ungewöhnlich ist. Mit der Zeit entwickelt sie sich sehr gut und bildet immer mehr Blüten.
Schnitt der Lilien
Die Blüte der Madonnenlilie kann am Boden abgeschnitten werden, wenn sie verwelkt ist. Die Blätter jedoch sollten nicht entfernt werden, damit die Pflanze sich optimal auf den Winter und die nächste Saison vorbereiten kann. Erst wenn die Blätter vergilbt sind, können sie entfernt werden. Dann sollte auch für den Winter ein leichter Winterschutz auf den Blattschopf aufgebracht werden, die Zwiebel an sich ist aber winterhart und kann deshalb im Boden verbleiben.
Eine große Gefahr für alle Lilien sind die Lilienhähnchen, kleine rote Käfer, die ihre Eier auf die Unterseite der Blätter legen. Die geschlüpften Larven ernähren sich von den Blättern der Lilie und sind dabei äußerst gefräßig, sodass es vorkommen kann, dass innerhalb kürzester Zeit von der ganzen Pflanze nur noch der Stängel übrig ist. Deshalb sollten diese Käfer und ihre Larven immer sofort von den Lilien abgesammelt werden.
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