Taglilien, Hemerocallis - Pflanzen, Pflege und Schneiden

Taglilie, Hemerocallis - Pflanzen, Pflege und Schneiden TaglilieDie Taglilie, Hemerocallis zählt zu einer der faszinierendsten Blumen, die im heimischen Garten angepflanzt werden können. Die Stauden sind heutzutage in sehr vielen verschiedenen Blütenfarben erhältlich. Jede einzelne Blüte hält nur einen einzigen Tag. Da sich die zahlreichen Blüten jedoch in einem Zeitraum von ca. einem Monat (ungefähr im Juli) nacheinander öffnen, erscheinen die Blumen über einen relativ langen Zeitraum in ihrer ganzen Pracht. Besonders beliebt sind viele Züchtungen auch auf Grund ihres wunderschönen intensiven

Duftes. Sogar für die Küche sind die Taglilien geeignet, denn ihre unterschiedlichen Geschmacksvarianten passen hervorragend in Salate.

Das Pflanzen

Die Taglilien werden am besten im Frühjahr oder im Herbst angepflanzt. Am gängigsten ist die Kultivierung in Beeten. Einige kleinere Züchtungen können aber auch in Kübeln angepflanzt werden. Entscheidend für eine schöne Blütenpracht im Sommer ist die Wahl eines guten Standortes. Hierbei sind einige Dinge zu beachten:
  • am geeignetsten sind vollsonnige Plätze
  • allerdings kommt die Pflanze auch mit halbschattigen Standorten zurecht
  • je weniger Sonne, desto weniger Blütenbildung findet statt
  • sehr dunkle Sorten (z.B. tiefes rot) sollten nicht in der prallen Sonne stehen.
Besonders unkompliziert zeigt sich die Taglilie, Hemerocallis in Bezug auf den passenden Boden. Hier sind alle Böden geeignet. Die Pflanze belohnt den Gärtner allerdings mit einer besonderen Blütenpracht, wenn der Boden besonders reich an Nährstoffen und Humus ist. Falls dies nicht der Fall ist, ist es ratsam das Beet mit etwas Kompost anzureichern. Der Boden sollte zumindest wasserdurchlässig sein, so dass es nicht zu schnell zu einer Staunässe kommen kann. Nur sehr wenige Ausnahmen der Taglilie benötigen einen sandigen und sehr wasserdurchlässigen Boden. Mit wenig Geschick ist mithin der richtige Platz für die Taglilie ausgesucht. Auch der Pflanzvorgang an sich erweist sich als relativ einfach:
  • zwischen den einzelnen Exemplaren ist ein Abstand von jeweils ca. 30 Zentimeter gehalten werden (abhängig von der jeweiligen Größe der Züchtung)
  •  Pflanzloch ausheben
  • in das Pflanzloch einen kleinen Erdhügel bauen
  • über den Hügel das Wurzelwerk gleichmäßig ausbreiten
  • der Ansatz der Wurzeln zur Oberfläche sollten ein bis zwei Zentimeter betragen.
Bei Befolgung dieser Tipps ist das Anpflanzen der Taglilie, Hemerocallis sehr einfach.

Die richtige Pflege

Taglilien pflanzenDie Taglilie ist nicht sehr pflegebedürftig und relativ robust. Die Wurzeln der Pflanze sind sehr groß und können deshalb viel Feuchtigkeit abspeichern. So übersteht die Taglilie auch etwas längere Trockenperioden ohne große Probleme. Ein paar Dinge sollten dennoch beachtet werden:
  • während der Wachstumsphase benötigt die Pflanze sehr viel Wasser (regelmäßiges Nachgießen ist hier erforderlich)
  • Hauptwachstumsphase ist von April bis Mai
  • danach kann die Blume bis zu zwei Wochen ohne Wasser auskommen
  • die Wässerungen sollten tiefgründig erfolgen.
Die Taglilie muss nicht unbedingt gedüngt werden. Jedoch empfiehlt sich eine Düngung, wenn der Boden eher arm an Nährstoffen und Humus ist und der Gärtner die Garantie für eine prachtvolle Blütenausbildung haben
möchte. Zu beachten sind folgende Tipps:
  • vor der Anpflanzung kann der Boden am besten mit Kompost leicht gedüngt werden
  • in der Hauptwachstumsphase kann gut ein Depotdünger verwendet werden, der vier Monate lang hält
  • Depotdünger verhindern das Überdüngen der Pflanzen, was zu Blütenstielsplitterungen führen kann
  • nach Juli sollte nicht mehr gedüngt werden.
Schneiden der Taglilie

Die

Taglilie muss generell nicht beschnitten werden. Wenn man die Wurzeln und Blätter der Setzlinge leicht beschneidet, regt dies allerdings das Wachstum an. Verblühtes sollte generell weggeschnitten oder abgebrochen werden, damit die Optik stimmig bleibt. Weiterhin ist dies auf Grund der kraftraubenden Wirkung der sich sonst ausbildenden Samen empfehlenswert. Diese Kraft benötigt die Blume nämlich für die Ausbildung von neuen Blüten. Zur Vorbeugung von Pilz können die Blätter im Herbst abgeschnitten werden. Mithin kann zusammengefasst gesagt werden, dass eine leichte Beschneidung Vorteile bringt, aber nicht wirklich notwendig ist.

Vermehrung


Am einfachsten ist die Staude durch Teilung im Frühling oder Herbst zu vermehren. Dies gelingt allerdings nur mit Exemplaren, die schon mehrere Jahre alt sind. das Wurzelwerk ist vorsichtig auseinander zu ziehen. Bei einigen Züchtungen ist die Teilung auch nur mit einem Messer möglich. Hilfreich kann hier das Übergießen des Wurzelballens mit etwas Wasser sein, welches die Erde wegschwemmt. Besonders wichtig ist es, die Wurzeln auf 10 bis 15 Zentimeter zu kürzen. Die Blätter werden am besten restlos entfernt, um einem Feuchtigkeitsmangel wirksam vorzubeugen. Auf Grund dieser Gefahr empfiehlt es sich ebenfalls, die Pflanzen nach der Teilung sehr großzügig und regelmäßig zu bewässern.

Überwintern der Taglilie

Die meisten Züchtungen der Taglilie, Hemerocallis sind winterhart. Leidglich eine Varianten aus den amerikanischen Staaten sind etwas empfindlicher. Bei diesen Exemplaren und besonders jungen Pflanzen kann im Winter ein Teppich aus Zweigen über den Standort ausgelegt werden, was ihnen einen zusätzlichen Schutz bei frostigen Temperaturen bietet.

Schädlinge und Krankheiten

gelbe TaglilieIm Alltag erweist sich die Taglilie als sehr robuste Pflanze, die nicht häufig von Schädlingen und Krankheiten befallen wird. Der gefürchtetste Schädling ist die Gallmücke, welche auf den Befall von Taglilien spezialisiert ist. Sie befällt die Blütenknospen und legt hierin ihre Eier ab. Die Larven schlüpfen und dies führt erst zu einer Anschwellung und dann zum Absterben der Knospe. Erkennbar ist der Befall auch an einer bräunlichen Flüssigkeit, welche aus den Knospen langsam heraus läuft. bei einem Befall ist die betroffene Knospe sofort zu entfernen. Da die Larven weit springen können, ist die befallene Knospe am besten in eine Plastiktüte zu geben und mit dem Hausmüll zu entfernen.

Fazit

Die Taglilie, Hemerocallis ist eine sehr prachtvolle Staude, die sich in vielen verschiedenen Farben in unseren Gärten präsentieren kann. Auch mit wenig zeitlichem Aufwand gedeiht die Pflanze hervorragend und bildet ein wahres Meer an Blütenpracht den ganzen Juli über.
 
Wissenswertes

Für die meisten ist bloß die orangefarbene „fulva“ bekannt, doch es gibt mittlerweile mehrere Tausend Sorten von Taglilien (etwa 52.000 Sorten). Die eine Blüte ist schöner als die andere. Auch die Größe der Blüten und der Blätter ist unterschiedlich. Es gibt welche mit relativ kleinen Blüten und sehr schmalen, grasartigen Blätter, und es gibt Sorten, die sehr große Blüten hervorbringen, mit etwas breiteren Blätter. Taglilien sind in ihrer Pflege zwar sehr anspruchslos, jedoch mögen sie einen vollsonnigen Standort, sie gedeihen aber auch sehr gut im Halbschatten. Schatten wird allgemein nicht sehr gut vertragen, da bleibt die Blüte aus. Es gibt sie mittlerweile auch mit gefüllten Blüten, der Traum eines jeden Taglilienliebhabers. Die Vermehrung erfolgt am besten im Frühjahr, wenn die Pflanze anfängt auszutreiben, oder im Herbst nach der Blüte. Vermehrt werden Taglilien durch Teilung. Die Pflanze kann man in einzelne Fächer teilen.

Hauptsache, die Fächer haben einige Wurzeln. Einfach an einer anderen Stelle wieder einpflanzen, angießen, fertig. Die Fächer wachsen relativ schnell an und bereits nach 2-3 Jahren entwickeln sie sich zu einer imposanten Staude, die immer mehr Blüten hervorbringt. Die Taglilienblüte bedeutet in vielen Gärten den Höhepunkt des Sommers. Unter http://www.plant21.de sind viele Sorten erhältlich, in sehr guter Qualität und zu einem sehr fairen Preis.