Fleischfressende Pflanzen - Pflege / PflegenImmer öfter sind sie in Gärten, auf Fensterbänken oder im Terrarium zu bewundern. Tausendfach stehen sie mittlerweile im Frühsommer in den Baumärkten und Gartencentern. Die Rede ist von den fleischfressenden Pflanzen, die sich in den letzen Jahren steigernder Beliebtheit erfreuen. Doch vielen Hobbyzüchter vergeht auch schnell wieder die Freude an den tropischen Gewächsen, denn oftmals sind spätestens nach dem Winter die meisten Exemplare eingegangen. Dabei hat man doch alles so wie immer gemacht, wie bei seinen anderen Pflanzen halt auch. Doch genau hier liegt oft der Fehler. Denn fleischfressende Pflanzen haben ihre eigenen Ansprüche
und über diese sollte man sich vor dem Kauf auch im Klaren sein. Standort - Fleischfressende Pflanzen Die meisten fleischfressenden Pflanzen benötigen große Mengen an Licht – viele wollen volle Sonne. Aus diesem Grunde bietet sich auch die Einrichtung eines hell erleuchteten Terrariums an, falls kein Gewächshaus oder eine andere geeignete Aufstellmöglichkeit zur Verfügung steht. Verwendet man als Substrat normale Blumenerde, hat man eigentlich schon das Todesurteil für unseren grünen Mitbewohner gestellt, denn er benötigt meist ein Torf-Sand-Gemisch.
Hat man nun einen optimalen Platz gefunden und der Pflanze ein optimales Bett bereitet sind schon gute Startbedingungen geschaffen. Doch die nächste Falle wartet auch schon. Man hat gehört, dass Karnivoren aus Mooren und Sümpfen stammen und deshalb auch viel Wasser benötigen. So lässt man nach Anleitung in seinem Untersetzter auch immer ein paar Zentimeter Wasser stehen, und trotzdem geht unser Liebling nach einigen Wochen ein. Warum nur? Er wurde vom Calcium im Leitungswasser irreparabel geschädigt. Aus diesem Grunde darf zum Gießen nur destilliertes oder deionisiertes Wasser verwendet werden. Auch Regenwasser ist unter Vorbehalt geeignet. Beim Thema Wasser gibt es auch noch die Luftfeuchtigkeit zu beachten. Die meisten Arten benötigen eine hohe. Im Terrarium stellen sich meist zwischen 50 und 90 % ein, ein akzeptabler Bereich für die meisten Arten. Zur Vermeidung von Schimmelbildung sollte man allerdings das Terrarium nicht hermetisch versiegeln. Spezielle Pflege ...Grundsätzlich sollte man sich vor dem Kauf einer Art über die genauen Ansprüche der Art informieren. Als Anfänger empfiehlt es sich, sich auf einfache Kulturen zu beschränken. Hier empfehlen sich robuste Arten, wie Pinguicula Hybriden. Diesen genügt schon ein heller Platz und reichlich Wasser. Eine Winterruhe an einem speziellen Standort ist nicht notwendig, es darf aber während der Winterruhe fast nicht gegossen werden. Etwas anspruchsvoller sind schon die Sonnetau-Arten. Bei diesen Pflanzen ist kalkfreies Wasser Pflicht. Genauso zu halten sind Utricularia-Arten. Diese mögen es ganzjährig warm, feucht-nass und gut hell, aber keine direkte Mittagssonne. Verhältnismäßig einfach sind auch noch die Arten aus der Sarracenia Familie zu handhaben. Neben kalkfreiem Wasser benötigen diese jedoch zusätzlich eine kühle Winterruhe (kühler Standort, wie z.B. unbeheiztes Treppenhaus). Ebenso wie die Drosera binata. Bei allen bisher genannten Arten ist selbst auf der Fensterbank der Erfolg so gut wie garantiert. Die sehr beliebte Venusfalle erfordert schon etwas mehr Aufwand. Sie benötigt mit 50 – 70 % eine erhöhte Luftfeuchtigkeit (normale Zimmerluft 40 – 60 %). Damit kann sie gerade noch auf der Fensterbank gehalten werden. Da die Pflanze aber sehr viel Sonne will, bietet sich ein Platz draußen an. Erfahren Sie mehr zum Thema: Pflege der Venusfliegenfalle, Kannenpflanze, Überwinterung. von Cornelia Arzberger
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