Ballonblume - Pflege, Schneiden, Überwintern
Die Ballonblume ist in deutschen Gärten äußerst beliebt. Das ursprünglich aus Ostasien stammende Gewächs fühlt sich auch in unseren Gefilden wohl und ist häufig als Mitglied von Staudenbeeten und Blumenrabatten anzutreffen.
In Steingärten ... hat sie sich als Hintergrundpflanze bewährt. Sie verträgt sich sehr gut mit Gelenkblumen, Weiderich, Glockenblumen – zu denen die Ballonblumen gehören - und Schafgarbe. Wilde Vorkommen der Ballonblume gibt es in China, Japan, Korea, der Mongolei und in Ostsibirien. Sie wächst dort auf steinigen Böden und Waldlichtungen.
Ihren deutschen Namen hat die Ballonblume ihrem Aussehen zu verdanken. Die Blütenknospen sehen aus wie Ballons, daher der Name. Die Blüten besitzen verschiedene Farben wie weiß, rosa oder blau. Diese kann man von Juli bis August bewundern. Es gibt unterschiedliche Arten der Ballonblumen. Dadurch unterscheiden sie sich ebenfalls im Wuchs. Ballonblumen werden je nach Sorte 20 bis 60 Zentimeter hoch.
Die charakteristischen Eigenschaften der Ballonblume
Neben ihrem hübschen Aussehen ...
gibt es weitere Eigenschaften, die die Ballonblume in Europa begehrt machen. Immerhin stellt auch das Klima gewisse Anforderungen, die die Ballonblume allerdings problemlos erfüllt.
Sie ist winterhart und sehr robust. Auf einem nährstoffreichen, humosen und feuchten Boden gedeiht die Ballonblume gut. Ferner sind kalkhaltige Böden kein Grund, auf das Pflanzen von Ballonblumen zu verzichten. Zudem mag es die Pflanze sonnig bis halbschattig.
Die Pflege der Ballonblume
Die Ballonblume ist sehr pflegeleicht. Lediglich das Schneiden ist einmal im Jahr erforderlich. Dabei sollten vertrocknete Triebe zurückgeschnitten werden. Ansonsten sind keine weiteren Pflegemaßnahmen bezüglich eines Schnittes notwendig. Die Überwinterung der Ballonblume stellt keine Herausforderung dar.
Sie ist winterhart, verträgt demzufolge Frost und muss durch keine speziellen Maßnahmen vor diesem geschützt werden. Wer mag, kann eine Schicht Rindenmulch auf dem Boden über den Winter aufbringen, unbedingt nötig ist es aber nicht.
Da die Ballonblume feuchten Boden bevorzugt, ist regelmäßiges Gießen angebracht. Der Boden ist idealerweise gleichmäßig feucht. Wie oft gegossen werden muss, richtet sich nach dem Standort und den herrschenden Temperaturen.
Nach dem Einpflanzen gießt man täglich, bis die Blume angewachsen ist. Staunässe dagegen ist Gift für die Wurzeln der Ballonblumen, sie verfaulen in dem Falle schnell. Es ist also ein gewisses Fingerspitzengefühl beim Gießen der Ballonblume gefragt.
Die Ballonblume sollte weiterhin gedüngt werden. Da sie bezüglich der Bodenbeschaffenheit doch etwas anspruchsvoller ist, verschafft eine Bodenanalyse Überblick, welche Nährstoffe im Boden enthalten sind und welche zugeführt werden müssen.
Ab und an kann man für die ausreichende Versorgung mit Humus etwas Blumenerde einarbeiten. Die sonst noch benötigten Nährstoffe werden durch einen geeigneten Dünger zugeführt. Im späten Herbst wird empfohlen, eine dünne Schicht Komposterde auf dem Boden aufzubringen.
Weiteres Wissenswertes zur Ballonblume
Die Ballonblume wird in der Pflanzenheilkunde verwendet. In ihren Herkunftsländern wird sie auf vielerlei Art genutzt. So werden ihre Wurzeln in der traditionellen chinesischen Medizin zur Stimulation des Immunsystems und gegen Krebs verwendet.
Zudem werden verschiedene Gerichte mit der Ballonblume zubereitet. Die jungen Blätter werden zum Beispiel gegart verzehrt. Die älteren Blätter dagegen sollen giftig sein. Sie werden getrocknet und zum Würzen verwendet.
Die Wurzeln der Ballonblume werden wie Gemüse verwendet. Sie kommen hauptsächlich als kräftigendes Gemüse in die Suppe. Eine weitere Verwendungsart ist das Schälen und Säuern der Wurzeln, welche hernach in Zucker haltbar gemacht werden. In Korea wird das Enthaltensein von Ballonblumenwurzeln durch den Begriff bellflower roots offenkundig. Ob die Ballonblumen aus dem Garten zum Verzehr geeignet sind, sollte man aber besser nicht ausprobieren.
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